Mehr Geld für die Pestalozzi-Bibliotheken

Die Stadt erhöht ihren Beitrag markant, und die Pestalozzigesellschaft verpflichtet sich, bis 2011 keine Filialen mehr zu schliessen.

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Die Pestalozzigesellschaft Zürich (PBZ) hat die Pflicht, die «bibliothekarische Grundversorgung in der Stadt Zürich sicherzustellen». Das steht in einer Vereinbarung der Stadt mit der PBZ. Damit die Pestalozzi-Bibliotheken ihren Auftrag auch erfüllen können, erhalten sie von der Stadt Geld – mehr Geld. 9,4 Millionen Franken pro Jahr werden es von 2009 bis 2011 sein, 7,6 Millionen waren es in den Jahren 2006 bis 2008.

In der neuen Vereinbarung mit dem Schul- und Sportdepartement verpflichtet sich die Pestalozzigesellschaft, für die Dauer der Vereinbarung (also bis 2011) keine Bibliotheksfilialen mehr zu schliessen. Zu den bestehenden 15 Filialen kommt demnächst eine hinzu: die neue Bibliothek Albisriederplatz.

Diese Informationen gab der Stadtrat in seiner Antwort auf die dringliche Motion der SP-Gemeinderätinnen Myriam Barzotto und Jris Bischof. Die Parlamentarierinnen fordern neben einer Erhöhung des städtischen Beitrags (die der Stadtrat somit bereits erfüllt hat) auch eine Erweiterung der Bibliotheks-Öffnungszeiten auf sechs Tage die Woche. Für die PBZ würde dies Mehrkosten von 1,5 Millionen Franken bedeuten, schreibt der Stadtrat. Deshalb lehnt er die Motion ab, wäre aber bereit, den Vorstoss in der weniger zwingenden Form eines Postulats entgegenzunehmen.

Laut der neuen Vereinbarung mit der Stadt soll die PBZ «für die gesamte Bevölkerung» den Zugang zu Büchern und weiteren Medien ermöglichen. So sind mehrere Bibliotheken auch am Samstag offen und kompensieren das, indem sie an einem Werktag mit wenig Besucherverkehr geschlossen bleiben. Die Bibliotheken sind beliebt: 2008 stiegen die PBZ-Ausleihen auf 2'423'000 (2006 waren es 2'271'381).

Bücherbus für geistige Nahrung?

Eine – erst skizzenhaft ausgearbeitete – neue Idee ist die Schaffung eines Bibliotheksbusses, der Bücher in die Quartiere bringen könnte, wie es früher die Migroswagen mit anderen Lebensmitteln gemacht haben. Vor dieser Innovation aber sieht die Stadt an anderem Ort Nachholbedarf: Die Bibliotheken müssen ausser Büchern auch vermehrt andere Medien anbieten; zudem brauche es mehr elektronische Arbeitsplätze für die Kunden. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 16.09.2008, 08:35 Uhr

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