Mieterverband fordert Massnahmen gegen «selektive Wohnungsnot»

Der Mieterverband befürchtet, dass Zürich zum «Lebens- und Repräsentationsraum der Privilegierten» wird. Jetzt fordert er Massnahmen gegen die «selektive Wohnungsnot» in der Stadt.

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In Zürich herrscht eine selektive Wohnungsnot, weil nicht alle davon betroffen sind. Das schreibt der Zürcher Mieterverband (MV) in einem Communiquè vom Dienstag. Stark spürbar sei sie vor allem für weniger zahlungskräftige Personen. Der Verband verlangt nun, dass der Anteil von gemeinnützigen Bauträgern (Genossenschaften, Stiftungen etc.) bei Umzonungen und Neubauten mindestens gehalten werde.

Konkret soll bei der Umzonung des Zollfreilagers und anderer Industrieareale mindestens ein Drittel der Wohnungen durch gemeinnützige Bauträger erstellt werden. Diese Forderung richte sich vor allem an die SBB Immobilien, die entlang der Gleisareale über enorme Baulandreserven verfüge.

Keine Mieten über 2000 Franken

Die Stadt soll mit Baugenossenschaften keine Baurechtsverträge abschliessen, wenn diese für eine 4-Zi-Wohnung mehr als 2000 Franken Monatsmiete (inkl. Nebenkosten) verlangten, heisst es weiter.

Nach dem Willen des MV soll bei Neuvermietungen im Kanton Zürich das amtliche Mietzins-Formular wieder obligatorisch werden. Die Betroffenen sollen bei Neuvermietungen erfahren, wie hoch die vorherige Miete war. Nur so könnten sie ihr Recht auf Anfechtung übersetzter Anfangsmieten wahrnehmen.

(tif/sda)

Erstellt: 23.09.2008, 14:16 Uhr

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