Millionen für den Hardturm: «Es gibt keine offiziellen Kontakte zu Privaten»
Von Jvo Cukas. Aktualisiert am 12.01.2012 48 Kommentare
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Soll die Stadt ein Stadion ohne Beteiligung der Fifa bauen und damit die umstrittenen Stehplätze erhalten?
Ja, die Stehplätze sind für die Fankultur wichtig. 20 Millionen Mehrkosten kann die Stadt sich leisten.
Ja, die 20 Millionen kann die Stadt auch durch Private finanzieren lassen.
Nein, die 20 Millionen sind ein wichtiger Beitrag. Die Gefahr, dass der Steuerzahler diese zusätzlich berappen muss, ist zu gross.
Nein, Stehplätze sind ein Sicherheitsrisiko und sollten so oder so nicht eingerichtet werden.
1185 Stimmen
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Die Fans wollen Stehplätze im geplanten Hardturmstadion, die Stadt will diesem Wunsch gerecht werden. Die Fifa hingegen sieht ein Sicherheitsproblem und droht ihre angekündigte Beteiligung am Stadionbau zu streichen. Nun müssen die Stadt und die beiden lokalen Klubs nochmals über die Bücher. Eine Beteiligung von Privaten, zum Beispiel im Zusammenhang mit einem Naming-Recht für das neue Stadion, kann sich die Stadt vorstellen.
Gerüchteweise wird etwa die Zürich-Versicherung als möglicher Interessent für ein Naming-Recht genannt. Sie würde vom Namen her perfekt passen. Der Versicherungskonzern war auf Anfrage jedoch nicht erreichbar.
Urs Spinner, Sprecher des städtischen Hochbaudepartementes, erklärt, das Verkaufen von Namenrechten stehe derzeit nicht im Vordergrund. Es gebe zudem verschiedene Möglichkeiten, den Bau auch ohne Fifa-Beitrag zu sichern. Möglich wäre einerseits, dass die Klubs und die Stadt ihren Eigenkapitalanteil erhöhen. Bisher zahlt die Stadt 50 Millionen und die beiden Klubs steuern je 2,5 Millionen bei.
Darlehen erhöhen als zweite Möglichkeit
Andererseits könne die Stadt das Darlehen von 70 Millionen um weitere 20 erhöhen. «Schon beim bisherigen Budget hat die Stadt sehr konservativ gerechnet», sagt Spinner, «eine Erhöhung um 20 Millionen ist da durchaus möglich.»
Private sei die Stadt nicht offiziell angegangen: «Es gibt keine offiziellen Kontakte.» Zwar seien Stadträte stets in informellem Kontakt mit verschiedensten Leuten, wobei sicher auch das Stadion zum Thema werden könne. Die Stadt wolle dem Gemeinderat und der Bevölkerung aber eine Finanzierung vorlegen, die alle möglichen Kosten beinhalteten. «Wenn wir bereits jetzt Namen ins Spiel bringen und sich diese dann zurückziehen, müssten nachträglich wieder Gelder gesprochen werden.»
Kosten im Höchstfall vors Volk
Die Stadt wolle deshalb anders vorgehen und den Steuerzahlern klar aufzeigen, welche Kosten im Höchstfall entstehen würden. Darüber soll man entscheiden können. «Wenn später die Kosten tiefer werden, weil ein Privater im Zusammenhang mit Naming-Rechten fürs Stadion sein Interesse bekundet, ist dies sicher positiv.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 12.01.2012, 12:30 Uhr
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