Mindestens 30 Ampel-Herzchen in der Stadt

Seit dem Wochenende leuchten an rund 30 Ampeln wieder Herzschablonen. Die Stadtpolizei hat jedoch kein Herz für die Romantiker. Es droht eine Strafanzeige.

«Verkehrstechnisch fatale» Liebesbekundung: Ampel-Herzchen an der Badenerstrasse. (Bild: Lorenz Schmid)

«Verkehrstechnisch fatale» Liebesbekundung: Ampel-Herzchen an der Badenerstrasse. (Bild: Lorenz Schmid)

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Wer von der Badenerstrasse her kommend auf den Stauffacherquai stadteinwärts einbiegen will, wird zwangsläufig etwas schmunzeln müssen, wenn die Ampel kurz die Gelbphase anzeigt. Anstelle des normalen gelben Kreises, leuchtet dem Verkehrsteilnehmer am Montagmorgen ein Herzchen entgegen.

Laut Heiko Ciceri, Kommunikationsverantwortlichem der Dienstabteilung Verkehr, sei es erst das zweite Mal, dass an Ampeln auf Stadtgebiet Herzchen auftauchen. «Häufiger sind es normale Kleber von Fussballvereinen, welche die Lichter überdecken.» Bisher sind rund 30 Ampeln bekannt, die mit einem Herz verziert worden sind. Weitere werden in den kommenden Tagen noch dazu kommen, schätzt Ciceri. Wer hinter der Aktion steht, ist noch unklar. «Wir haben noch keine Spur. Vielleicht ist es auch ein schlechter Marketinggag.»

Dienstabteilung Verkehr sieht Sicherheit gefährdet

Bei der Dienstabteilung Verkehr ist man über die Verwendung der Ampel als Botschafterin keineswegs erfreut. Ciceri, findet die Herzschablone zwar originell, verkehrstechnisch sei sie allerdings fatal. «Die Ampel ist für den Verkehr sicherheitsrelevant. Wenn durch die Schablonen allenfalls Pfeile abgedeckt werden, kann das schlimme Folgen haben.» Dies, obwohl die Gelbphase jeweils nur für wenige Sekunden sichtbar ist.

Mitarbeiter der Dienstabteilung Verkehr sind deshalb bereits unterwegs, um die ungeliebten Schablonen von den Ampeln zu entfernen. Sollte den Ordnungshütern einmal ein Ampel-Romantiker ins Netz gehen, würde dieser laut Ciceri nicht ungeschoren davonkommen. «Ein Strafmass ist schwierig abzuschätzen. Aber ein Lausbubenstreich ist es definitv nicht. Es ist nicht auszuschliessen, dass wir Strafanzeige gegen Unbekannt einreichen werden.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 13.10.2008, 13:56 Uhr

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