Mit Radiospots gegen Staus
Von Claudia Imfeld. Aktualisiert am 18.06.2010 9 Kommentare
Artikel zum Thema
- Winterthur ist die velofreundlichste Stadt, Zürich das Schlusslicht
- «Über das Central fahre ich nicht»
Stichworte
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an
4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Der Radiospot läuft seit Kurzem auf Radio 24 und richtet sich bewusst an Autofahrer, die frühmorgens in die Stadt Zürich fahren. Sie brauchen oft lange bis zum Arbeitsplatz, kommen nur stockend vorwärts und ärgern sich über Staus. Das müsste nicht sein – findet die Stadt Zürich, deren Mobilitätsstrategie unter anderem einen höheren Velo-Anteil vorsieht und die Zahl der in Zürich verkehrenden Autos bei wachsender Bevölkerung auf heutigem Niveau halten will.
Mit dem Radiospot will die Stadt deshalb Autofahrer von der Strasse holen. Die Idee: Wer sein Auto einen Monat lang stehen lässt, bekommt eine Mobility-Mitgliedschaft für vier Monate, ein Monatsabo der VBZ, ein E-Bike, ein Fahrrad, ein Kickboard und Regenbekleidung geschenkt. An der Aktion teilnehmen können Einzelpersonen, Paare oder Familien, wie Katharina Helwing, Sprecherin des Tiefbauamts, sagt. «Ziel ist es, Personen dazu zu animieren, Erfahrungen ohne Auto zu sammeln.»
Aktion kostet 30'000 Franken
Auch wenn ein grosser Teil der Stadtzürcher Bevölkerung kein Auto besitzt, sei die Aktion durchaus sinnvoll, so Helwing. «Wenn wir die Zahl der Autos, die in der Stadt unterwegs sind, in Zukunft konstant halten wollen, müssen wir die Menschen sensibilisieren für die Wahl des Verkehrsmittels.» Ziel sei es, dass sich die Leute in der Stadt stadt- und umweltgerecht bewegten. Häufig sei das Auto nicht das effizienteste Fortbewegungsmittel.
Das rechtfertige auch die Kosten von rund 30'000 Franken, so Helwing. Die Abos, die Fahrräder und die Bekleidung würden mehrheitlich gesponsert. Bislang haben sich rund 30 Personen bei der Stadt angemeldet, um mitzumachen. Etwa zehn davon werden ausgewählt, um vom 22. August bis 22. September ihr Auto stehen zu lassen. Am 26. September kommt der Verkehr in der Stadt dann auch dieses Jahr wieder teilweise zum Erliegen: Anlässlich des städtischen Aktionstags Zürich Multimobil werden Limmat- und Stadthausquai für Autos gesperrt. Stattdessen finden auf den Strassen Veranstaltungen statt für jene, die zu Fuss oder mit dem Velo kommen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 18.06.2010, 14:56 Uhr





