Zürich

Mit Radiospots gegen Staus

Von Claudia Imfeld. Aktualisiert am 18.06.2010 9 Kommentare

Staumeldungen sind in der Stadt Zürich Alltag. Jetzt versucht die Stadt, Autofahrern den öffentlichen Verkehr schmackhaft zu machen: per Radiospot und mit einem Gratis-Abo für den öffentlichen Verkehr.

Spiel und Spass auf sonst befahrenen Strassen: «Zürich Multimobil» im Jahr 2007.

Spiel und Spass auf sonst befahrenen Strassen: «Zürich Multimobil» im Jahr 2007.
Bild: Keystone

Artikel zum Thema

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...


Der Radiospot läuft seit Kurzem auf Radio 24 und richtet sich bewusst an Autofahrer, die frühmorgens in die Stadt Zürich fahren. Sie brauchen oft lange bis zum Arbeitsplatz, kommen nur stockend vorwärts und ärgern sich über Staus. Das müsste nicht sein – findet die Stadt Zürich, deren Mobilitätsstrategie unter anderem einen höheren Velo-Anteil vorsieht und die Zahl der in Zürich verkehrenden Autos bei wachsender Bevölkerung auf heutigem Niveau halten will.

Mit dem Radiospot will die Stadt deshalb Autofahrer von der Strasse holen. Die Idee: Wer sein Auto einen Monat lang stehen lässt, bekommt eine Mobility-Mitgliedschaft für vier Monate, ein Monatsabo der VBZ, ein E-Bike, ein Fahrrad, ein Kickboard und Regenbekleidung geschenkt. An der Aktion teilnehmen können Einzelpersonen, Paare oder Familien, wie Katharina Helwing, Sprecherin des Tiefbauamts, sagt. «Ziel ist es, Personen dazu zu animieren, Erfahrungen ohne Auto zu sammeln.»

Aktion kostet 30'000 Franken

Auch wenn ein grosser Teil der Stadtzürcher Bevölkerung kein Auto besitzt, sei die Aktion durchaus sinnvoll, so Helwing. «Wenn wir die Zahl der Autos, die in der Stadt unterwegs sind, in Zukunft konstant halten wollen, müssen wir die Menschen sensibilisieren für die Wahl des Verkehrsmittels.» Ziel sei es, dass sich die Leute in der Stadt stadt- und umweltgerecht bewegten. Häufig sei das Auto nicht das effizienteste Fortbewegungsmittel.

Das rechtfertige auch die Kosten von rund 30'000 Franken, so Helwing. Die Abos, die Fahrräder und die Bekleidung würden mehrheitlich gesponsert. Bislang haben sich rund 30 Personen bei der Stadt angemeldet, um mitzumachen. Etwa zehn davon werden ausgewählt, um vom 22. August bis 22. September ihr Auto stehen zu lassen. Am 26. September kommt der Verkehr in der Stadt dann auch dieses Jahr wieder teilweise zum Erliegen: Anlässlich des städtischen Aktionstags Zürich Multimobil werden Limmat- und Stadthausquai für Autos gesperrt. Stattdessen finden auf den Strassen Veranstaltungen statt für jene, die zu Fuss oder mit dem Velo kommen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 18.06.2010, 14:56 Uhr

9

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

9 Kommentare

Tom Müller

18.06.2010, 16:06 Uhr
Melden

Der ÖV ist genauso überfüllt wie die Strasse! Wenn alle Autofahrer umsteigen: gute Nacht. Man müsste das Tramnetz leistungsfähiger machen - aber das geht nur unter dem Boden. Antworten


Stefan Meier

18.06.2010, 15:50 Uhr
Melden

Dann sollen mal die Hälfte der Autofahrer auf den Öffentlichen Verkehr umsteigen, dan sehen wir weiter......... Antworten



Zürich

Populär auf Facebook Privatsphäre

Lokalverzeichnis

Werbung

Umfrage

Am 17. Juni stimmen wir darüber ab: Würden Sie die Volksinitiative «Freie Schulwahl für alle ab der 4. Klasse» heute annehmen?