Nach Stromausfall: Mit Ultraschall gegen Nager

Nach dem Stromausfall vom Sonntag in Zürich-Nord wollen die Elektrizitätswerke der Stadt Zürich (ewz) einen weiteren Totalausfall verhindern. In Frage kommen eine Ultraschall-Anlage zur Abschreckung von Tieren oder das Abdecken der Leitungen.

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Am einfachsten sei das Anbringen einer Ultraschall-Anlage, ähnlich einem Mardersender für Autos, sagte ewz-Sprecher Harry Graf am Montag gegenüber der SDA. Wahrscheinlich werde noch in dieser Woche eine solche Anlage installiert. Ob Ultraschall auch andere Tiere wie beispielsweise Vögel verjage, wisse man aber nicht.

Sinnvoller wäre deshalb das Einkleiden der Leitungen, was allerdings etwa ein halbes Jahr Vorbereitungszeit in Anspruch nehmen würde. «Ein Blech oder Netz über die Leitungen zu legen, reicht bei weitem nicht aus», sagte Graf. Eine solche Installation müsse gut vorbereitet und geerdet werden.

VBZ: Diesel statt Notstrom

Sofortmassnahmen sind für die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) kein Thema. Obwohl während des Stromausfalles mehrere Tramlinien unterbrochen waren, werde man keine Notstrom-Anlage installieren. «Die Anlagen müssten über die ganze Stadt verteilt werden», sagte VBZ-Sprecher Andreas Uhl. Technisch und finanziell sei dies ein viel zu grosser Aufwand.

Zudem würden die meisten gängigen Notstrom-Anlagen Wechselstrom einspeisen. Ein Tram benötige jedoch Gleichstrom. Statt auf Notstrom setzen die VBZ deshalb auf ihre dieselbetriebene Ersatzbus- Flotte, in welche Passagiere im Notfall umsteigen können.

Noch keine Zahlen bei SF

Wie viele Zuschauer am Sonntag plötzlich vor einem dunklen Bildschirm sassen, ist noch unklar. Laut SF-Sprecher Marco Meroni hat man noch keine genauen Zuschauerzahlen.

Ebenfalls keine Angaben gibt es über allfällige Ausfälle von Werbeeinnahmen. Wie Meroni gegenüber der SDA erklärte, wird sich die Firma Publisuisse, welche die Werbeblöcke des Schweizer Fernsehens verkauft, mit den betroffenen Kunden in Verbindung setzen und eine «für alle annehmbare Lösung» suchen.

Zu wenig Notstrom

Das Schweizer Fernsehen verfügt zwar über eine Notstrom-Anlage, allerdings war diese zu klein, um den Totalausfall vom Sonntag auszugleichen. Ein Eichhörnchen hatte im ewz-Unterwerk Aubrugg einen Kurzschluss ausgelöst.

Vom Stromausfall am Sonntag Nachmittag waren 4000 Haushalte in Zürich Nord betroffen, nicht wie anfänglich angenommen 6000. Die ewz konnten die Zahl der Betroffenen am Montag nach unten korrigieren. (mro/sda)

Erstellt: 25.08.2008, 17:37 Uhr

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