Nach zehn Jahren Hickhack wird das neue Landesmuseum gebaut
Von Hélène Arnet. Aktualisiert am 29.12.2011 8 Kommentare
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Der 2. März 2012 ist ein historischer Tag für das Landesmuseum. Dann erfolgt der Spatenstich für die Erweiterung und Teilsanierung des von Gustav Gull erbauten schlossähnlichen Gebäudes beim Hauptbahnhof. «Endlich», werden die Befürworter des Projekts sagen. «Leider», die Gegner. Das 2002 von einer Fachjury ausgewählte Projekt der damals erst 30-jährigen Schweizer Architekten Emanuel Christ und Christoph Gantenbein war hart umstritten. Insbesondere der Annexbau im Platzspitz-Park war vielen ein Dorn im Auge. Im Juli 2011 hat das Bundesgericht ihre letzte Hoffnung zunichte gemacht. Das Museum darf bauen.
Im nächsten Jahr werden vor allem Vorbereitungsarbeiten ausgeführt, der Erweiterungsbau wird ab 2013 hochgezogen. Im Sommer 2016 sollen der neue Museumsteil bezugsbereit und der bestehende Flügel auf der Seite zur Kunstgewerbeschule saniert sein. Das Museum ist während der ganzen Bauzeit offen. «Schon bei der Sanierung des Bahnhofflügels hat sich gezeigt, dass es wichtig ist, den Museumsbetrieb nicht zu unterbrechen», sagt Betriebsleiter Christoph Stuehn. Während der intensivsten Bauzeit (2013–2015) wird im Innenhof ein rund tausend Quadratmeter grosses Provisorium für Ausstellungen, Bibliothek und Museumsshop erstellt.
Das Projekt angepasst
Die Erweiterung wird 1300 des 36'400 Quadratmeter grossen Platzspitz-Parks beanspruchen. Ursprünglich war der Neubau um ein Drittel grösser geplant. Das Projekt wurde aber aufgrund der Einwände von Denkmalpflege und Heimatschutz überarbeitet. Dabei wurde nicht nur der Neubau verkleinert. Ursprünglich war der Abbruch des Kunstgewerbeflügels vorgesehen. Jetzt wird er saniert. Er erhält mit dem Studienzentrum eine wichtige Funktion im neuen Museum.
Im Neubau werden neben einem Restaurant unter anderem die öffentliche Bibliothek, ein Auditorium für Publikumsveranstaltungen sowie Werkhallen für Wechselausstellungen Platz finden. Die Kosten sind auf 111 Millionen Franken veranschlagt. 76 Millionen bezahlt der Bund, 20 Millionen der Kanton, 10 Millionen die Stadt Zürich, und 5 Millionen werden von privater Seite beigesteuert. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 29.12.2011, 07:02 Uhr
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8 Kommentare
Ein hässlicher Schützenbunker, der die romantische Ansicht des Parks inkl. Schloss verschandelt. Ein trauriges Beispiel dafür, wie sich "moderne" Architekten und Bauherren leider zu oft nur dadurch in Szene zu setzen wissen, indem sie Bewährtes und Geliebtes durch langweilige Zweckbauten entfremden statt neue, aufregende Architektur zu schaffen. Schade, das Landesmuseum hätte Besseres verdient. Antworten

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