Zürich

Nur ein Prozent der Nachwuchsfussballer spielen beim GC

Von Felix Schindler. Aktualisiert am 24.02.2011 25 Kommentare

«Tausende Jugendliche» hätten bei GC gespielt und nie habe er beim Staat die hohle Hand gemacht, sagt GC-Präsident Urs Linsi. Zahlen der Stadt ergeben allerdings ein anderes Bild.

Beitrag des GC in der Jugendförderung ist umstritten: Der Klub fördert zwar die talentiertesten Jugendlichen, dafür sind es nur ein paar wenige.

Beitrag des GC in der Jugendförderung ist umstritten: Der Klub fördert zwar die talentiertesten Jugendlichen, dafür sind es nur ein paar wenige.
Bild: Esther Michel

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Stadtrat Gerold Lauber kündigte an, mit den Präsidenten der beiden Stadtklubs das Gesprächs zu suchen – dadurch entsteht einen Schimmer Hoffnung, der GC könnte 2011 trotzdem im Letzigrund spielen. Ursprünglich forderte der GC-Präsident Urs Linsi, die Stadt solle dem Fussballklub Kosten in der Höhe von einer Million erlassen. Warum der GC das verdient, sagte Linsi kürzlich in einer Talksendung auf TeleZüri: «Wir sind schon so lange hier und haben so viel geleistet. Wir haben im Campus Tausende Jugendliche ausgebildet und dem Staat nie die hohle Hand hingehalten.»

Nur ein Prozent der Zürcher Nachwuchsfussballer spielen beim GC

Man möchte meinen, es sollte der Stadt doch etwas wert sein, wenn sich die Kinder beim Toreschiessen messen anstatt beim Komatrinken. «Dieses Argument haben wir in den letzten Tagen häufig gehört. Tatsache ist, die Stadt schätzt und unterstützt das Engagement des GC im Nachwuchsbereich», sagt Patrick Pons, Sprecher vom Schul- und Sportdepartement. In quantitativer Hinsicht ist der Beitrag vom GC zur Jugendförderung jedoch gering.

Jeder Sportklub in Zürich kann Subventionen von der Stadt für die Nachwuchsförderung erhalten. Die Vereine beantragen die sogenannten Jugendsportgelder für jeden Jugendlichen, den sie ausbilden und der in der Stadt wohnhaft ist. Aus den Zahlen zur Vergabe der Jugendsportgelder geht hervor, dass 2010 nur ein Prozent aller Stadtzürcher Nachwuchsfussballer beim GC trainierten, der Durchschnitt der letzten fünf Jahre liegt sogar noch tiefer.

SV Höngg bildet sieben Mal so viele Jugendliche aus

Vergangenes Jahr spielten 44 Jugendliche aus der Stadt beim GC, für jeden von Ihnen beantragte der GC Jugendgelder. Zum Vergleich: Beim FCZ waren es 73, beim SV Höngg gar 319. Insgesamt subventioniert die Stadt 4333 Nachwuchsfussballer, der GC bildet insgesamt also nur ein Prozent von ihnen aus.

Neben den Jugendlichen aus der Stadt spielen beim GC 195 weitere Junioren, wie der GC auf Anfrage mitteilt. Beim FCZ machen die Kinder aus der Stadt rund einen Viertel des gesamten Nachwuchses aus, wie Ernst Graf, Leiter der FCZ-Academy sagt.

Die grosse Masse erreichen jedoch die Breitensportvereine

Abgesehen von den Jugendsportgeldern hat der GC weitere Unterstützung für die Nachwuchsförderung erhalten. Die Stadt kaufte dem Verein für vier Millionen Franken drei Sportplätze im Campus Niederhasli ab und stellt sie ihm nun kostenlos zur Verfügung. Darüber hinaus darf der GC die städtische Infrasturktur für das Juniorentraining kostenlos nutzen, auf dem Hardhof trainieren mehrere Nachwuchsmannschaften während insgesamt 35 Stunden pro Woche.

Unbestritten ist laut Pons die «klare Vorbildfunktion» des GC: «Viele Kinder sehen die Stars und wollen auch so gut werden.» Deshalb sei der GC für die Stadt durchaus wichtig. «Die grosse Masse der Jugendlichen erreichen jedoch die Breitensportvereine. Ihnen kommt ein wichtiger Anteil der Jugendförderung zu. Der GC bildet die talentiertesten Fussballer zu Spitzenfussballern aus.» Ob GC das im eigenen Interesse oder in jenem der Allgemeinheit tut, sei dahingestellt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.02.2011, 12:15 Uhr

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25 Kommentare

Roger Fuchs

24.02.2011, 13:08 Uhr
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Spitzensport u.a. Fussball ist ansporn für viele Jugendliche, den heutigen Stars nachzuahmen. Sie träumen davon, auch mal bei den Top-Vereinen wie GC, FCZ u.sw. spielen zu können. Die Austrahlung, welche der Spitzensport hat ist imens. Es ist ein grosses Puzzle-Teil, welches hilft, die Kinder von heute von der Strasse zu holen und eine sinnvolle Beschäftigung zu geben.Lebensschule und Integration! Antworten


Andreas Gross

24.02.2011, 12:52 Uhr
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Man kann sich ja selber ein Bild machen auf der Homepage des Grasshopper Club Zürich. Wenn man da alle Junioren zusammenzählt kommt nach von der U8 bis zur U21 auf total über 210 Junioren... Antworten



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