Zürich

In Zürich-Nord kann wieder warm geduscht werden

Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 21.09.2011 61 Kommentare

Ein Grossteil von Zürich-Nord musste heute ohne warmes Wasser auskommen, weil gestern Dienstagmorgen 630'000 Liter aus einer Hauptleitung der Fernwärme Zürich entwichen sind.

Anlage der Fernwärme Zürich AG: Panne im Norden Zürichs.

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Bild: zvg

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Für die Anwohner von Zürich-Nord war der Start in den heutigen Tag mehr als hart. «Mein Mann musste um 4 Uhr los und wollte vorher duschen. Es kam aber nur kaltes Wasser», schildert eine Leserin die Zustände in ihrer Wohnung. «Später auf dem Markt habe ich dann erfahren, dass es überall im Quartier nur kaltes Wasser gibt.»

Auch nach dem Mittagessen musste sie das Geschirr ohne heisses Wasser abwaschen. «Ich habe mich gefragt, wie lange das Ganze noch andauern wird. Irgendwann muss man doch wieder duschen können. Es kann ja nicht sein, dass ganz Zürich-Nord zu stinken beginnt.» Nun geben die Betreiber von Entsorgung + Recycling (ERZ) Entwarnung. Ab 19 Uhr konnte wieder warm geduscht werden – allerdings noch beschränkt bis 60 Grad Celsius. «Ab Donnerstagmorgen gibt es gar keine Einschränkungen mehr», sagt die Sprecherin von ERZ.

1300 Anschlüsse ohne heisses Wasser

Grund für diese Panne ist ein Schadensfall an einer Hauptleitung von Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ). «Betroffen ist das ganze Versorgungsgebiet Zürich-Nord», sagt Mediensprecherin Stephanie Wyss auf Anfrage. Wie viele Haushalte ohne heisses Wasser auskommen müssen, kann sie nicht sagen. «Aber wir reden hier von rund 1300 Anschlüssen.»

Die Störung ereignete sich bereits gestern Dienstagmorgen. Durch ein Loch in der Leitung sind 630'000 Liter heisses Wasser entwichen. «Man konnte den Schaden zwar rasch lokalisieren und beheben. Das Netz musste aber stillgelegt werden», erklärt Wyss. Seither sei man daran, den Leitungen neues Wasser zuzuführen und es zu erwärmen. «Durch die Störung ist mehr Wasser entwichen als ursprünglich angenommen. Deshalb dauert alles länger als geplant. Im Verlaufe des heutigen Abends sollten aber wieder alle Anschlüsse mit heissem Wasser versorgt werden können.»

Wyss betont, dass es seit über 30 Jahren zum ersten Mal zu einer solchen Panne im Versorgungsnetz der ERZ kam. «Die Leitungen werden regelmässig gewartet und im Bedarfsfall repariert.» Wie hoch die Kosten für die Behebung der Störung sind, ist noch nicht bekannt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 21.09.2011, 15:30 Uhr

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61 Kommentare

Kerstin Müller

21.09.2011, 17:46 Uhr
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Ach Gott, wenn man denkt wie viele Menschen auf der Welt gar kein heisses Wasser haben oder nur teilweise kann man das auch mal verschmerzen. Vielleicht sogar eine gute Erfahrung dass nicht alles was wir hier für selbstverständlich halten auch wirklich selbstverständlich ist. Antworten


Christine Fischer

21.09.2011, 17:24 Uhr
Melden 28 Empfehlung

Das kann ja nicht sein, dass wir die Realität so verloren haben! Einmal nicht duschen und wir stinken...? Ein Start in den Tag soll 'mehr als hart 'sein , wenn mal kein warmes Wasser zur Verfügung steht...? Hoffentlich wird es nie schlimmer, dann sind wir die beneidenswertesten Menschen dieses Globus. Antworten



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