Offizieller 1.-Mai-Anlass endete friedlich
Von Felix Schindler, Tina Fassbind. Aktualisiert am 01.05.2010
Fest zum 1. Mai
Das Fest auf dem Zeughausareal ist zwar vom Stadrat aus Sicherheitsgründen erst ab 20 Uhr bewilligt. Es dürfte aber dennoch bereits um 14 Uhr beginnen. Das 1.-Mai-Komitee besteht darauf und auch die SP hat sich gegen den späteren Beginn verwahrt.
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Kurz vor 11 Uhr startete der diesjährige 1.-Mai-Demonstrationsumzug am Helvetiaplatz im Zürcher Kreis 4. Von dort aus zog die Menge via Stauffacher, Central und Limmatquai an den Bürkliplatz, wo um 12.30 Uhr die Schlusskundgebung stattfand.
Die VPOD-Präsidentin und grüne Zürcher Nationalrätin Katharina Prelicz-Huber hielt dort eine Ansprache, in der sie die Habgier der Manager anprangern und «anständige Arbeit» für alle fordert. Als Hauptrednerin trat die venezolanische Frauenministerin Maria León auf. Sie schilderte in ihrer Rede den Kampf der Frauen für gleiche Rechte in ihrem Heimatland und forderte die Teilnehmenden auf, den Kampf für Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit zu globalisieren.
Chaoten versuchten, zum Paradeplatz zu gelangen
Die Bilanz des 1.-Mai-Komitee fällt positiv aus. «Trotz Regen haben wir 7000 bis 8000 Leute gezählt, die an der Demonstration teilgenommen haben», sagt Mediensprecherin Anna Klieber gegenüber Tagesanzeiger.ch. Die Demonstranten zogen in diesem Jahr unter dem umstrittenen Motto «verlieren wir die Beherrschung» auf die Strasse. Dem Slogan ist am offiziellen 1.-Mai-Umzug allerdings niemand gefolgt: Gemäss Angaben der Stadtpolizei Zürich ist er friedlich verlaufen.
Erst am Rande der Schlusskundgebung hat sich eine Gruppe vom «Schwarzen Block» kurz abgesetzt. Sie wollten zum Paradeplatz – dem «Sinnbild von Banken-Abzockerei» – und dort eine rote Fahne hissen. Die Polizei sperrte die Bahnhofstrasse sofort ab und brachte einen Wasserwerfer in Position. Der Chaoten-Trupp konnte so in die Flucht geschlagen werden.
«Ufe mit de Frauelöhn - weg mit de Boni»
Der diesjährige Tag der Arbeit stand ganz im Zeichen des Widerstandes gegen Abzockerei und Millionenboni. «Ufe mit de Frauelöhn - weg mit de Boni» war beispielsweise auf einem Transparent der VPOD-Frauen zu lesen. Auf weiteren Transparenten fordern die Demonstranten das Ende von Spekulationen und die stärkere Besteuerung der Reichsten. Auch die zunehmende Fremdenfeindlichkeit und rassistische Politik wurde von den Teilnehmern kritisieren.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 01.05.2010, 10:32 Uhr





