Personalvermittlungsfirmen um 770'000 Franken betrogen

Das Zürcher Bezirksgericht hat drei Bauunternehmer wegen gewerbsmässigen Betrugs und weiteren Delikten schuldig gesprochen.

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Die drei Männer hatten mit fiktiven Gipsergeschäften diverse Personalvermittlungsfirmen um 770'000 Franken betrogen. Die Betrügereien geschahen alle zwischen Sommer 2005 und Frühjahr 2007. Die drei Angeklagten aus Zürich-Altstetten und Winterthur hatten mehrere Gipsergeschäfte gegründet und bei Personalvermittlungsfirmen freie Stellen für Angestellte angeboten. In Wahrheit kamen diese Arbeiter aber gar nie zum Einsatz.

Die geschädigten Firmen bezahlten derweil die Löhne für die vermeintlichen Gipser. Die Angeklagten erstellten jeweils fingierte Einsatzrapporte und betrogen mit diesen Geisterarbeitern rund 770'000 Franken. Das Geld gaben sie vorwiegend in Spielcasinos, für Alkohol und Frauen aus.

Nur der Hautptangeklagte muss ins Gefängnis

In seinem heute veröffentlichten Urteil sprach das Gericht die drei grösstenteils geständigen Angeklagten schuldig. Ins Gefängnis muss aber nur noch der heute 30-jährige Hauptangeklagte. Er wurde zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Sechs Monate davon soll er noch verbüssen. Zudem soll er eine Busse von 2000 Franken bezahlen.

Der zweite Angeklagte, ein 33-jähriger Gipser, wurde zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 21 Monaten verurteilt. Der dritte Bauunternehmer erhielt 18 Monate bedingt und 6000 Franken Busse. Alle Angeklagten wurden verpflichtet, einen Grossteil des Deliktsbetrages den geschädigten Firmen zurückzuerstatten. (sda)

Erstellt: 13.10.2008, 18:32 Uhr

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