Zürich
Private sollen Zürcher Gefangene überwachen
Die Polizei nimmt fest, Private bewachen: Festnahme im Mai 2008 in Zürich. (Bild: Keystone)
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Die Stadtpolizei Zürich sucht für ihre Ausnüchterungszelle in der Nähe des Hauptbahnhofs privates Sicherheitspersonal, wie die «NZZ am Sonntag» mit Verweis auf eine Ausschreibung im «Schweizerischen Handelsamtsblatt» berichtet.
In der neuen Zentralen Ausnüchterungs-Stelle kann die Polizei Betrunkene jeweils während 24 Stunden festhalten. Die Insassen werden in dieser Zeit medizinisch betreut – und sollen offenbar von Privatleuten bewacht werden.
Der Berener Staatsrechtsprofessor Andreas Lienhard kritisiert den Entscheid der Stadtpolizei. «Aufgaben, bei denen körperlicher Zwang angewendet wird, darf der Staat streng genommen nicht auslagern», wird Lienhard im Blatt zitiert. Stadtpolizei und Polizeidepartement unter der abtretenden Stadträtin Esther Maurer äusserten sich in dem Artikel nicht. Der Stadtrat werde erst in diesem Monat über das Geschäft entscheiden. (oku)
Erstellt: 03.01.2010, 10:59 Uhr



