Zürich

Professoren wehren sich wegen «deutschem Filz»

Aktualisiert am 30.12.2009

Die SVP behauptet, in der Zürcher Uni und den Spitälern mache sich «deutscher Filz» breit. Nun wehren sich rund 200 Professorinnen und Professoren in einem ganzseitigen Zeitungsinserat gegen den Vorwurf.

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Die Hochschullehrer der Universität Zürich und der ETH Zürich wehren sich in einem ganzseitigen Inserat in der «Neuen Zürcher Zeitung» gegen eine SVP-Kampagne. Die Aussage, dass sich an der Zürcher Uni und in den Spitälern «deutscher Filz» breitmache, akzeptierten sie nicht.

Mit einer rassistischen und fremdenfeindlichen Rhetorik, Ideologie und Politik torpediere die SVP die Ausbildung der Jugend und vergifte die Gesellschaft, heisst es im am Mittwoch veröffentlichten Inserat. Sie gefährde «das, was unsere Stadt und unser Land lebenswert macht: die freundschaftliche Nachbarschaft unterschiedlicher Kulturen».

Die Professoren der Universität Zürich und der ETH Zürich schreiben, sie seien froh, dass exzellente Studierende und herausragende Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland und vielen anderen Ländern in Zürich tätig seien. Forschung und Lehre seien international. Die Stärke der Zürcher Hochschulen gründe darauf, dies ernst zu nehmen.

Die SVP Stadt Zürich nimmt «mit besonderem Unverständnis» Kenntnis vom Inhalt des Inserats, teilt die Partei in einem Communiqué mit. «Wo Rauch ist, ist auch Feuer», kommentiert sie die Aktion der Professoren und fügt die Bemerkung hinzu, dass «viele Professoren namhafter Fakultäten» das Inserat nicht unterzeichnet hätten. (tif/ap/sda)

Erstellt: 30.12.2009, 14:10 Uhr

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