Zürich
Psychiater betrog Suva
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Das Urteil fiel mit 90 Tagessätzen zu 150 Franken milder aus als vom Staatsanwalt beantragt. Dieser hatte auch eine Verurteilung wegen Gehilfenschaft zu Betrug und wegen mehrfachen falschen ärztlichen Zeugnissen gefordert und für eine bedingte Geldstrafe von 300 Tagessätzen zu 70 Franken sowie eine Busse von 3000 Franken plädiert.
Zwischen Juli 2004 und März 2006 hatte der Psychiater bei angeblichen Behandlungen eines serbischen IV-Betrügers über 30 Rechnungen der Unfallversicherungsanstalt Suva zugestellt. Dabei kassierte er zu Unrecht Geldbeträge von insgesamt 6800 Franken.
Simulationen nicht erkannt
Laut Gericht handelte der Arzt arglistig, da die Therapiesitzungen gar nicht durchgeführt worden waren. Laut Anklage hatte der Angeklagte den Simulanten wegen angeblicher Depressionen zu Unrecht zu 100 Prozent arbeitsunfähig geschrieben, worauf dieser Taggelder und eine IV-Rente von über 300'000 Franken kassieren konnte.
Dass der Angeklagte in Kauf genommen habe, falsche Arztberichte auszustellen, sah das Gericht nicht als erwiesen an. So habe er vorsorglich Drittmeinungen eingeholt. Dabei seien auch andere Mediziner nicht von Simulationen ausgegangen, sagte der Gerichtsvorsitzende.
Bandenmässiger Betrug
Der Hintergrund der Anklage bildete ein gross angelegter Millionenbetrug einer serbischen Bande. Diese hatte im Grossraum Zürich mit zahlreichen Geisterarbeitern Sozialwerke um hohe Geldsummen geprellt. (sda)
Erstellt: 11.12.2009, 21:03 Uhr




