«Reclaim the streets»: Die lange Liste der Geschädigten
Von Christoph Landolt. Aktualisiert am 09.02.2010 24 Kommentare
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Drei Tage nach den Krawallen sind die Ladenbesitzer mit Putzen beschäftigt.
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Mehrere hunderttausend Franken Schaden hätten die Krawalle gefordert, schätzte die Stadtpolizei am Tag danach. Auf Nachfrage bei einigen Gewerbetreibenden im Kreis 4 zeigt sich: Der Schaden dürfte eine Million Franken übertreffen. Tagesanzeiger.ch besuchte mehrere Geschädigte und erstellt hier vorläufige Schadensbilanz.
- Fux AG: Mit Pflastersteinen haben die Randalierer die Schaufenster eingeworfen und damit auch Fernseher und Stereoanlagen verwüstet. Der Schaden beträgt rund 150'000 Franken.
- Tamedia: Beim Verlagshaus, zu dem auch Tagesanzeiger.ch gehört, ging Glas im Wert von einer Viertelmillion Franken zu Bruch.
- Frisörin Corinne: Beim Schönheitssalon an der Stauffacherstrasse 16 entstand ein Sachschaden von 8300 Franken.
- Mobilezone: Mitarbeiter haben die Scheibe, die von den Chaoten eingeschlagen wurde, notdürftig mit Karton gesichert.
- Christian: Das Panzerglas des Uhren- und Schmuckgeschäfts am Helvetiaplatz wurde schwer beschädigt. Bis eine neue Scheibe im passenden Format geliefert wird, vergeht mindestens ein Monat.
- Hooter's: Die Chaoten zerstörten sämtliche Türen und Fenster. Die Gäste mussten durch den Notausgang fliehen.
- ZKB,McDonald's, Mercedes-Händler sowie unzählige weitere Restaurants und Läden: Eingeschlagene Schaufensterscheiben.
- VBZ: Ticketautomaten wurden nicht nur verschmiert, sondern mit Schaumstoff unbrauchbar gemacht.
- Kaum eine Fassade, an der die Randalierer vorbeizogen, wurde nicht mit Parolen oder Tags verschmiert.
Ladenbesitzer und Angestellte, die mit Aufräumen beschäftig sind, staunen über das die sinnlose Aggression der Chaoten. Man wisse ja, dass der Kreis 4 nicht der friedlichste Ort der Schweiz sei, meint Mobilezone-Filialleiter Jens Keuch. «Aber das, das ist etwas Neues.» Dass so viele Menschen ohne jeglichen politischen Inhalt randalierten, habe er noch nie erlebt.
«Wir leben vom Schaufenster»
«Eine Schande für Zürich» sei es, dass an einem solchen Abend nur ein paar Polizisten zur Stelle gewesen seien, meint Christian Celik. Er hat die Bijouterie am Helvetiaplatz erst im letzten April übernommen. Dass die Chaoten seine Fenster eingeschlagen haben, ist für Celik «eine Katastrophe. Wir leben vom Schaufenster. Wenn keiner reinschaut, verkaufen wir keinen Schmuck, keine Uhren, nichts».
Für das Vorgehen der Behörden hat Celik wenig Verständnis: «Zürich ist eine Weltstadt. Und die Polizei kann nicht einmal 400 Spinner stoppen.» Er könne nicht verstehen, dass an einem solchen Abend nur ein paar Beamte zur Stelle seien. «Das ist eine Schande für Zürich.»
Was die Versicherer bezahlen
Nicht immer sind die Krawallschäden versichert. «Das kommt ganz drauf an», erklärt Stefan Turnherr, Versicherungsexperte beim VZ Vermögenszentrum. Wer eine Glasversicherung abgeschlossen habe, bezahlt die zerbrochene Scheibe grundsätzlich nicht selbst. Nicht gedeckt sind damit jedoch aufwändige Beschriftungen und Leuchtwerbungen. «Die muss man separat versichern lassen.»
Fast jedes Haus, das der Chaotenzug am Samstag passiert hat, ist mit Schmierereien und Sprayereien verunstaltet worden. Dafür lehnt die Gebäudeversicherung jegliche Haftung ab. Man könne solche Schäden aber bei privaten Gesellschaften versichern lassen, sagt Turnherr. Die Versicherer müssen solche Deals jedoch nicht eingehen, wenn sie das Risiko zu hoch einschätzen. «Möglich, dass das im Kreis 4 schwierig wird.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)
Erstellt: 09.02.2010, 13:13 Uhr
24 KOMMENTARE
Arbeitslager bis die Schäden bezahlt sind. Arbeiten müssen und kein Geld verdienen - das wird sogar einem Chaoten stinken.
Der Staat hält das Gewaltmonopol und nicht der Bürger. Mit diesem ist er aber auch verpflichtet, dieses gegen Verbrecher einzusetzen. Jemand der seinen Besitz, von dem möglicherweise sein Existenz abhängt, mit einer Waffe verteidigen würde, würde vom gleichen Staat, der ihn nicht beschützt, hart bestraft.
In solchen Fällen muss der Staat konsequent eingreifen: Identifizieren, verhaften, verurteilen. Wenn sich "Mitläufer" nicht auf Aufforderung entfernen, sind sie ebenfalls zu verhaften. Wenn wir nicht genug Polizisten haben, müssen wir mehr einstellen. Wenn die technischen Mittel nicht genügen, müssen neue beschafft werden. Wenn die Einsatzdoktrin unzureichend ist, muss sie geändert werden.
Meine Meinung dazu : Solche Leute wo so was machen,sind Skrupellos-Unfähig im Handeln und Denken und sind auch in der Lage noch grössere und Schlimmere Straftaten zu Machen ! Mit solchen Leuten gibts nur eines ,zur Rechenschaft nehmen,wenn Geld Vorhanden , selber alles Bezahlen ,wen nicht ab in den Knast für mehrere Jahre , und was Ausläner Anbelangt ,sofort Ausweisen in ihr Herkunftsland !
Unglaublich, was diese Idioten angerichtet haben. Und natürlich sind die alle zu feige, zu ihren Taten zu stehen und sich z.B. den Geschädigten zu entschuldigen. Oder gar für den Schaden aufzukommen. Traurig sowas. Solche Krawalle sind einfach völlig daneben.
Da gibt es nur eines: So viele wie möglich festnehmen und erst wieder freilassen wenn der ganze Schaden bezahlt ist. Das würde vor allem die vielen Mitläufer abhalten.
In den 80-ern hat man auf der Bahnhofstrasse eine Bretterwand im 1 Meter Abstand von Schaufenstern gestellt. Somit konnte man das Schaufenster schützen, denn die Distanz erlaubt keinen Schwung mit dem Arm. Die Passanten konnten trotzdem die Ware im Fenster betrachten. Ist billiger als Polizisten. Schöne Aussicht, nicht wahr?
Schon erstaunlich, wie nun überall beschwichtigt wird, dass "ohne jeglichen politischen Inhalt" randaliert worden sei. Dabei wird die Reclaim the Streets-Bewegung ganz klar von der anarchistischen linksextremen Szene vereinnahmt. Hunderte von aufgesprayten Hammern und Sicheln im Kreis 4 und 5 zeugen von der Gesinnung der Täter. Völlig unpolitisch? Wer's glaubt...
tja, das nächste mal verhaftungen durchführen und diese müssen dann für den gesamten schaden solidarisch aufkommen. auch wenn sie für den rest ihres lebens diese schulden abbezahlen müssten. vielleicht schreckt dies dannn solche niedere individuen vor solchen saubannerzügen ab. ich bin mir sicher, dass man die verantwortlichen finden würde, wäre da nicht der kontaproduktive datenschutz.
Was mir echt zu denken gibt, ist die Tatsache, dass viele Leute Verständnis für die Vorfälle äusssern. Etwa mit dem Argument, es seien Velofahrer unrecht behandelt worden. Könnte mir jemand von denen bitte erklären, was Frisörin Corinne mit Velofahrern zu tun hat. Ausser, dass sie ev. selber ein Velo besitzt. Undwarum die VBZ-Automaten? Musste Mann/Frau ev. für ein Billet zu unrecht zahlen?
Es ist eine Schande, dass die Polizei immer nur zuschaut aber nichts unternimmt. Hauptsache die Chaoten bleiben schön im Quartier 4. Sollen die dort lebenden EinwohnerInnen doch schauen wo sie bleiben und die Kleingewerbler erst recht, die sind ja eh alle steinreich und und können die paar tausend Franken Glasbruchschaden doch locker selber bezahlen. Liebe SP, meine Stimme kriegt ihr nicht mehr!!!
Kann man politisch etwas erreichen indem man Schaufensterscheiben bei Mac Donald's einwirft? Sehr intelligent sind Randalierer sicherlich nicht. Get a life!
es wäre doch einfach. den schaden alles einen schaden sehen und die wenigen der erwischten sollen den schaden von einer Mio. zahlen. D.h. wenn 4 erwischt wurden, dann sollen sie je 250'000.- zahlen. wenn die polizei nicht einen erwischte, dann wollte sie nicht. ich hätte problemlos einen erwischen können, darf aber nicht. darf die polizei auch nicht???
Wir sind auch Gewerbetreibende im Kreis4. Zum Glück in einer Nebenstrasse und somit schadlos geblieben. Was soll das Ganze? Wir werden geschädigt. Uns werden die Parkplätze wegegenommen (s. aktuell Militärstrasse). Wo sind die Ersatzplätze? Kriegen Parkbussen beim Warenumschlag. Aber die Stadt interessiert es nicht, wenn uns die Kunden fernbleiben. Und der 1. Mai kommt noch. Danke Stadtrat. Danke
Wenn die Polizei endlich mal den "schwarzen Block" konsequent einknasten würde, wäre diese Diskussion überflüssig, da es immer die selben Kravallbrüder sind. Offensichtlich hegt aber die rot-gründe Stadtregierung Sympatien zum Links-Extremistischen "Schwarzen Block", daher werden diese milde oder gar nicht angefasst.
Man müsste schon wissen, wer diesen Schaden verursacht hat. Ich vermute, dass da eigentlich nur einige klärenden Gespräche nötig wären zur Einsicht, dass solche Aktionen nun wirklich gar nichts bringen. Nur muss man diese Gespräche wirklich führen und nicht diese Leute immer wieder laufen lassen.
Es ist wahrlich eine Schande, dass diese kriminellen Taten seitens Justiz nicht geahndet werden. Es kann doch nicht sein, dass solche Individuen nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Eine Schande für Zürich und ein Armutszeugnis für unsere Gesetzeshüter. Frau Stadträtin Maurer, übernehmen Sie doch bitte einmal die Verantwortung und entschuldigen Sie sich wenigstens gegenüber den Ladenbesitzer.
Die Vandalen sind das eine, aber echt schämen müssen sich die 500 Leute, die einfach mitgelaufen sind
Komische Welt, lässt man in Zürich den Wagen eine Minute zu lang auf dem Parkplatz stehen bekommt man eine Verzeigung. Schaufenster einschlagen und die Polizei schaut zu...
Sollten Randalierer die per Videoaufnahmen etc. erkannt worden sind wieder unbestraft davonkommen, wuerde es mich nicht ueberraschen wenn bei einer Wiederholung Ladenbesitzer zur Selbstverteidigung uebergehen wuerden oder Vigilantes zum Zug kommen. Einige schwer verletzte oder noch schlimmer zugerichtete Randalierer duerften sich dann ueberlegen wie weit sie eigentlich das ganze treiben wollen.
"Reclaim the Street" ist eigentlich eine fantasievolle, gewaltlose europäische Bewegung. Umso mehr ist es schade, dass gerade in Zürich die "Reclaim the Street"-Organisatoren nicht wollten oder nicht konnten eine Aktion ohne Gewalt und Zerstörung durchzuführen (wobei ich eher auf Unfähigkeit bei den Organisatoren tippe).
Wir sollten die schweizer Polizisten nach Russland schicken, damit sie dort lernen wie man mit solchen Chaoten umgeht.
auf diversen bildern von fernsehbeiträgen sind weit über 100 gesichter der verabscheuungswürdigen vandalen klar ersichtlich. diese gesichter müssen in grossformat im internet veröffentlicht werden. wo immer möglich müssen arbeitgeber informiert werden. die gesamtkosten der ausschreitungen müssen auf diese erkennbaren vandalen aufgeteilt werden.
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