Rektor Fischer traf die unzufriedenen Studenten

Aktualisiert am 20.11.2009

Unzufriedene Studierende der Universität Zürich haben am Freitag ihre Protestaktion fortgesetzt. Am Abend trafen sie sich mit Rektor Andreas Fischer im Hörsaal zu einer Aussprache.

Die einzelnen Forderungen kurz kommentiert: Rektor Andreas Fischer.

Die einzelnen Forderungen kurz kommentiert: Rektor Andreas Fischer.

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Die Studierenden hätten den Uni-Rektor im Plenum mit einem Forderungskatalog konfroniert, sagte Uni-Sprecherin Christina Hofmann auf Anfrage. Unter anderem sei mehr Geld für die Bildung gefordert worden.

Uni-Rektor Andreas Fischer habe die einzelnen Forderungen kurz kommentiert; eine eigentliche Diskussion habe es jedoch nicht gegeben, sagte Hofmann weiter. Die rund halbstündige Veranstaltung sei ruhig verlaufen. Die Aussprache fand unter Ausschluss der Medien statt.

Noch am Donnerstag hatten die Protestierenden ein Gespräch mit dem Rektor abgelehnt. Fischer wollte eine Delegation in seinem Büro empfangen und die Forderungen der Studierenden anhören. Diese wollten jedoch, dass der Rektor im Hörsaal Stellung nimmt, «damit alle zuhören können».

Protestaktionen möglichst bald abbrechen

Der Hörsaal der Universtität Zürich wird seit Dientagabend besetzt. Im Zentrum der Protestaktionen steht die Kritik an den Auswirkungen der Bologna-Reform. In der Nacht auf Freitag hatten erneute einige Studierende in der Universität übernachtet.

Die Universitätsleitung tolerierte die Besetzung bis anhin. Rektor Fischer habe jedoch an die protestierenden Studierenden appelliert, ihre Aktionen möglichst bald abzubrechen und zum Normalbetrieb zurückzukehren, sagte Hofmann.

Nicholas Preyss, Präsident des Verbands der Studierenden an der ETH (VSETH), schliesst ähnliche Protesaktionen an der ETH Zürich aus. Unter den Studenten gebe es zwar auch solche, die mit den Protestierenden der Uni sympathisierten, sagte er in einem Interview mit dem Onlineportal des «Tages-Anzeiger». Eine Besetzung sei für ETH-Studierende aber keine Option.

Viele Forderungen zur Mitbestimmung, die an anderen Unis gestellt würden, seien an der ETH längst umgesetzt. Dazu habe Bologna die Struktur des Studiums an der ETH nicht so stark verändert. Einzelne Probleme der Bologna-Refom seien von den Studierenden und der ETH- Leitung erkannt worden und würden gemeinsam gelöst. (sam/sda)

Erstellt: 20.11.2009, 20:36 Uhr

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