Zürich

Riffraff: Der Bau der neuen Kinosäle verzögert sich nochmals

Von Thomas Schenk. Aktualisiert am 11.03.2009

Die Freunde des Riffraffs müssen sich gedulden. Mit dem Bau der neuen Kinosäle kann frühestens 2010 begonnen werden.

2 Kinosäle und 23 Wohnungen: Das Projekt an der Neugasse reicht bis zum rotem Haus. (Bild Sophie Stieger)

2 Kinosäle und 23 Wohnungen: Das Projekt an der Neugasse reicht bis zum rotem Haus. (Bild Sophie Stieger)

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«In diesem Jahr passiert definitiv nichts», sagt Christoph Schaub, Verwaltungsratspräsident der Neugass Kino AG, die das Riffraff betreibt. «Wir haben das Baugesuch angepasst und bei der Stadt ein Wiedererwägungsgesuch gestellt», erklärt Schaub. Er hofft, in den nächsten Wochen Bescheid von den Zürcher Behörden zu erhalten.

Eigentlich hatte das Kino Riffraff bereits letzten Herbst mit dem Bau der beiden neuen Säle an der Neugasse beginnen wollen. Doch die Stadt verlangte, dass das Projekt überarbeitet wird. «Mit dem Bau kann frühestens 2010 begonnen werden. Auch wenn wir die Bewilligung früher haben, brauchen wir noch Zeit für die Planung.»

Umstrittene Parkplätze

Einer der Gründe, weshalb sich das Projekt verzögert, sind die Parkplätze. Die Stadt verlangt, dass die Bauherren eine bestimmte Zahl von Parkplätzen anbieten. Schaub kann diese Forderung nicht ganz nachvollziehen. «Das Gebiet hier ist bestens mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen.»

Neben der Kino-Erweiterung sollen an der Neugasse auch 23 Wohnungen realisiert werden. Gebaut wird das Ganze vom Zürcher Architekturbüro Meili Peter, Investorin ist neben der Kino Neugass AG auch die Sozialversicherungsanstalt Zürich (SVA), der das Grundstück gehört.

Die Wohnzimmerbar will bleiben

Die Mieter der Liegenschaft, die abgerissen wird, können länger bleiben. «Die Verträge laufen bis Ende September», sagt Schaub. Einer, der von der Verzögerung profitiert, ist Wini Meier. Seit Februar betreibt er an der Neugasse die «Wohnzimmerbar», ein kleines Lokal, in dem auch gekocht wird. «Im Herbst wird sich zeigen, wie es weiter geht», sagt Meier. «Wir wären natürlich glücklich, wenn wir länger darin bleiben können», sagt er. «Wir haben viel in die Umgestaltung des Lokals investiert, da wäre es schön, wir könnten die Bar noch fünf Jahre betreiben.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 11.03.2009, 11:56 Uhr

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