Rinnsteine aus China sorgen für Kritik

Die SP 2 kritisiert die Stadt für den Einbau von Steinen aus China bei der Sanierung der Kilchbergstrasse in Wollishofen.

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Die Verwendung von Steinen exotischer Herkunft im Strassenbau müsse unverzüglich gestoppt werden, schreibt die Kreispartei in einer Mitteilung.

Das Tiefbauamt habe «offensichtlich nicht hinzugelernt aus dem Fall Limmatquai». Bei dessen Sanierung wurden Steine aus Vietnam verwendet. «Rein ökonomische Kriterien scheinen einmal mehr im Vordergrund zu stehen», kritisiert die SP 2. Dies widerspreche dem Legislaturschwerpunkt «Nachhaltige Stadt Zürich - auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft». Der CO2-Ausstoss für den Transport der Steine von Asien nach Zürich sei weit höher als beim Einsatz einheimischer Produkte. Zudem prägten Schweizer Produkte wie Granit oder Gneis seit Jahrhunderten unseren Strassenraum und sollten dies auch weiterhin tun. «Auch der soziale Aspekt wird gänzlich ausser Acht gelassen, wenn wir um die menschenverachtenden Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländern wissen», so die SP 2.

SP verlangt klare Stellungnahme

Sie fordert den sofortigen Stopp des Kaufs exotischer Steine für den Strassenbau. Auch soll die Stadt klare soziale und ökologische Kriterien aufstellen für die Beschaffung von ausländischen Baumaterialien - insbesondere aus Entwicklungs- und Schwellenländern.

Die Kreispartei verlangt weiter eine klare Stellungnahme zum Fall Kilchbergstrasse: Die neuen Rinnsteine dort stammen aus China. Das Tiefbauamt begründete dies unter anderem mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Stadt verlangt bis heute keine Garantien dafür, dass Steine unter fairen Bedingungen produziert werden. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.08.2008, 22:18 Uhr

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