«Rollerfahrer verhalten sich wie Velofahrer»
Von Maria Rodriguez. Aktualisiert am 29.06.2010 71 Kommentare
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Empfehlungen des Unfallspezialisten:
- Autokolonnen nicht überholen
- Helm und Handschuhe tragen
- Nicht auf dem Velostreifen oder Trottoir fahren
- Vorsicht bei Nässe, Laub und Tramschienen
- Immer mit Licht fahren
- Für andere mitdenken
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Meist sind es die Velofahrer, die mit tödlichen Unfällen in den Schlagzeilen erscheinen. Doch bereitet den Verkehrspezialisten eine andere Gruppe von Verkehrsteilnehmern auf zwei Rädern grosse Sorgen: Die Rollerfahrer. Wie gefährlich Rollerfahren ist, zeigen diese bisher unveröffentlichten Zahlen, die Tagesanzeiger.ch vorliegen: 2005 waren in der Stadt Zürich 65 Roller an Unfällen beteiligt, 54 Personen wurden damals verletzt. 2006 sprang die Zahl der Unfälle auf 108. Dabei wurde eine Person getötet, 70 weitere erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Und im Jahr 2009 waren es bereits 154 Unfälle mit einem Todesopfer und 106 Verletzten.
«Rollerfahrer verhalten sich oft wie Velofahrer»
Die massive Zunahme von Unfällen und Verletzten erklärt sich Wernher Brucks, Chef Verkehrsunfallauswertung der Stadt Zürich, zum einen mit dem Boom von Rollern: «Während die klassischen Töffli praktisch von der Strasse verschwunden sind, ist Rollerfahren in Mode gekommen.» In der Tat sind Roller hoch im Trend. Allein unter dem Markennamen «Vespa» waren beim Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich im Jahr 2009 9656 Fahrzeuge registriert. Im 2002 waren es nur knapp 6000.
Doch lassen sich die steigenden Unfallzahlen nicht allein mit der Beliebtheit der Fahrzeuge erklären. Auch das Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer führt gemäss Brucks zu Unfällen: «Rollerfahrer verhalten sich oft wie Velofahrer. Sie fahren auf dem Trottoir oder auf dem Velostreifen und überholen Autokolonnen», so Brucks weiter.
Mit Flip-Flops auf der Vespa
Verbesserungspotential sieht der Verkehrsspezialist auch bei der Kleidung der Rollerfahrer, welche zu wünschen übrig lässt. Rollerfahrer in T-Shirts, Flip Flops und Anzügen seien an der Tagesordnung: «Mindestens ein Helm und Handschuhe wären wünschenswert. Bei einem Sturz fällt man oft auf die Hände und verletzt sich dabei. Natürlich wären auch gute Hosen und eine Töffjacke von Vorteil.» Noch dieses Jahr plant die Stadt Zürich im Kampf gegen Rollerunfälle eine Kampagne. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 29.06.2010, 11:59 Uhr
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71 Kommentare
Liebe Frusties, leben und leben lassen :-) nach den Velofahrern kommt der nächste Sündenbock. Als Rollerfahrerin muss ich auch mit Rasern, völlig übeforderten Off-Road Fahrern, telefonierenden Fahrern etc. (über)leben. Klar gibt es leichtsinnige Rollerfahrer, aber dies ist wohl die Minderheit und der Rest ist froh heil von A nach B zu gelangen, mit einem doch noch bezahlbaren Verkehrsmittel. Antworten





