Rosengarten für 2,5 Millionen wieder aufgebaut
Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 17.03.2010
Zwang zur Totalrenovation
Ursprünglich wollte man das Rosengarten-Haus Baujahr 1841 abbrechen. Eine Renovation sei zu teuer und mit gut 200 Quadratmeter Nutzfläche liege der Quadratmeterpreis bei Kosten von 2,5 Millionen Franken um das doppelte bis vierfache über dem Preis für einen Neubau, argumenterite die Stadt 2006. Gegen den Abbruch wehrte sich der Heimatschutz und erhielt vom Verwaltungsgericht Recht. In der Folge musste die Stadt die teure Totalrenovation übernehmen.
Holzteile gerettet
Bei den Bauarbeiten stellte sich heraus, dass die Bausubstanz schlechter war als zunächst angenommen. Fundamente fehlten, Aussenwände im Erdgeschoss waren nicht zu retten und tragende Balken mussten ersetzt werden. Das Hochbaudepartement sagte im vergangenen Oktober, die Renovation entspreche eigentlich einem Neubau. «Immerhin konnten Teile der Wände, Böden und Treppen aus Holz gerettet werden», betont Ruedi Brönnimann von der städtischen Liegenschaftenverwaltung.
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Nach rund einem Jahr Bauzeit wird das ehemalige Restaurant Rosengarten am 1. Oktober wieder vermietet. Für den Wiederaufbau des Gebäudes hatte die Stadt 2,5 Millionen Franken ausgeben müssen – unfreiwillig (s. Infobox).
Räumlichkeit für das Quartier
«Das Budget wurde eingehalten und mit dem Ergebnis sowie den neuen Mieter sind wir zufrieden», sagte Ruedi Brönnimann von der städtischen Liegenschaftenverwaltung gegenüber Tagesanzeiger.ch.
Im Oktober werde die Genossenschaft Kalkbreite mit ihrem Planungs- und Architekturbüro einziehen. Sie hatte vom Stadtrat den Zuschlag erhalten, gleich neben dem Rosengarten das Projekt für ein grosses Wohn- und Gewerbehaus an der Badenerstrasse zu planen.
Im Erdgeschoss ist ein Raum für Veranstaltungen vorgesehen. Mit einer Küche und separatem Eingang ist er gemäss Brönnimann optimal geeignet, das Quartierleben zu bereichern. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 17.03.2010, 14:21 Uhr





