SF-Totalausfall wegen Eichhörnchen

Am Stromausfall im nördlichen Zürich war ein Eichhörnchen schuld. Es sorgte dafür, dass auf den SF-Sendern Mattscheibe herrschte - mitten in der Abschlussfeier von Olympia und der Formel 1 in Valencia.

Mattscheibe: Die Ursache für den Stromausfall war dieses Eichhörnchen beim EWZ-Unterwerk Aubrugg.

Markus Heinzer

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Ein Eichhörnchen ist der Grund dafür, dass im nördlichen Zürich heute der Strom ausgefallen ist. Um 13.38 Uhr hat ein Kurzschluss die Störung im Unterwerk Aubrugg des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (EWZ) ausgelöst. Sie dauerte bis 15 Uhr.

Betroffen waren insbesondere das Schweizer Fernsehen und Schweizer Radio DRS, die mitten in der Übertragung der Olympia-Abschlussfeier weg von den Kanälen waren. Daneben gab es auch beim Westschweizer und beim Tessiner Fernsehen Sendestörungen.

«Ich möchte mich für den Ausfall wirklich sehr entschuldigen», sagte die SF-Direktorin Ingrid Deltenre in der Hauptausgabe der «Tagesschau». Ein solcher Totalausfall aller Systeme habe es beim Schweizer Fernsehen noch nie gegeben. Deltenre bekräftigt aber, in einem Katastrophenfall immer noch sendefähig gewesen zu sein. «Bei einer Krise stehen uns Notfallstudios in Bern, Genf und Lugano zur Verfügung.»

TSR-Sprecherin Barbara Stutz sagte, dass rund 30 Prozent der Westschweizer Haushalte einen Sendeausfall von eineinhalb Stunden haben hinnehmen müssen.

Notstromanlage zu klein

Das Schweizer Fernsehen habe zwar eine Notstromanlage, aber diese sei zu klein, um einen totalen Stromausfall zu beheben, wie SF-Sprecher Marco Meroni sagt.

Wie das Elektrizitätswerk Zürich meldet, waren vom Stromausfall rund 6000 Haushalte in den Zürcher Stadtteilen Oerlikon und Schwamendingenvom betroffen. Im öffentlichen Verkehr kam es zu Ausfällen der beiden Tramlinien 11 und 14 der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ).

Alles wird besser

Das EWZ ist mit dem Fernsehen seit längerem im Gespräch, wie die Stromversorgung verbessert werden kann. Laut Lukas Küng, Mitglied der Geschäftsleitung, liegt ein Konzept vor, das nun schrittweise umgesetzt wird. «Wäre der Stromausfall im kommenden Winter passiert, hätten die Fernsehzuschauer davon nichts mehr mitbekommen», sagte Küng.

(bru/sda)

Erstellt: 25.08.2008, 00:02 Uhr

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