Zürich
SVP sammelt Unterschriften gegen Sexboxen
Aktualisiert am 22.09.2011 66 Kommentare
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Der Strichplatz verschlinge während einer geplanten zehnjährigen Betriebsdauer über 7 Millionen Franken, rechnet die SVP vor. Prostitution sei ein rein privates Gewerbe, welches nicht mit Steuergeldern unterstützt werden dürfe. Gegen das Vorhaben spreche zudem, dass Roma-Zuhälter den Platz nicht akzeptierten und auf andere Orte ausweichen würden.
Die SVP ergreift deshalb das Referendum gegen den 2,4-Millionen-Kredit, wie Fraktionschef Mauro Tuena gestern gegenüber dem Tages-Anzeiger bestätigte. Das bedeute keinesfalls ein Ja zum Strassenstrich am Sihlquai, betonte Tuena. Er zeigte sich zuversichtlich, die nötigen 2000 Unterschriften zusammenzubringen. Gelingt dies, muss das Volk an der Urne über den Strichplatz entscheiden.
Das Stadtparlament hatte dem Kredit für den Strichplatz letzte Woche mit 74 Ja zu 30 Nein zugestimmt. Alle Parteien ausser SVP, EVP und Schweizer Demokraten waren dafür. Auf einer Brache zwischen Aargauer- und Bernerstrasse sollen zehn garagenähnliche Boxen errichtet werden, in welche die Freier mit ihren Autos hineinfahren können, um bedient zu werden. Die Stadt möchte den Strichplatz im nächsten Frühling eröffnen und gleichzeitig den Strassenstrich am Sihlquai aufheben. (mth/ep/sda)
Erstellt: 22.09.2011, 10:03 Uhr
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