Schüler aus der Enge helfen Kolumbien

Gymnasiasten haben an der Gourmesse Kakao-Würfel aus Kolumbien verkauft. Mit dem Erlös unterstützen sie eine mittellose Schule in San Josecito.

Thaddäus Lenzin, Tabea Willi und Dembah Fofanah (v.l.) offerieren Jesus Emilio Tuberquia heisse Schokolade.

Thaddäus Lenzin, Tabea Willi und Dembah Fofanah (v.l.) offerieren Jesus Emilio Tuberquia heisse Schokolade. Bild: Nicola Pitaro

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San Josecito ist eine selbst proklamierte 400-Seelen-Friedensgemeinde im Grenzgebiet zu Panama, die unabhängig von der Armee, Polizei, Guerilla und den Paramilitärs gewaltfrei leben möchte. Eine gefährliche Haltung, wie die traurige Bilanz von 184 Toten im Dorf und der Umgebung in zehn Jahren zeigt. Seit August helfen 18 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Enge im Rahmen eines halbjährigen Projekts der «Comunidad de Paz». Als erste Aktion haben sie an der Gourmesse im Kongresshaus am Stand des Vereins Cuisine sans frontières von Samstag bis Montag rund 1000 Kakao-Würfel à zehn Franken verkauft. Der Erlös kommt zwei Schulen in San Josecito zugute.

Jesus Emilio Tuberquia, einer der Bauern aus der Friedensgemeinschaft, hat gestern auf seiner Europareise mit Amnesty International die Gymnasiasten im Kongresshaus kennengelernt. Er zeigte sich gerührt, dass Schweizer Jugendliche sein Dorf mit einer humanitären Geste unterstützten: «Dies ist unbeschreiblich wertvoll für mich.» Dank der Hilfe der Jugendlichen könne sein Dorf Bäume fällen, um Tische und Stühle für die Schule zu schreinern, Wandtafeln, Hefte, Bleistifte und Gummis kaufen.

Bis im Februar werden Tabea Willi, Dembah Fofanah und Thaddäus Lenzin zusammen mit ihren 15 Kollegen weiterhin jeden Mittwochnachmittag damit verbringen, ihre Schulpatenschaft zu stärken – sei es mit einem Kuchenverkauf oder dem Versuch, kolumbianische Produkte zu importieren. Die drei schätzen es, «wirklich einmal etwas zu machen» und «weniger Privilegierten zu helfen.» (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 13.10.2008, 22:00 Uhr

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