Zürich

Schulkreis Uto lässt E-Voting ausfallen

Der Versuch mit E-Voting in den Stadtkreisen 1 und 2 wird unterbrochen. Technische Mängel verunmöglichen die Nachwahl der Schulpflege Uto. Dafür dürfen Auslandzürcher an die elektronische Urne.

Ein rosaroter Zettel informiert die Stimmberechtigten im Kreis 1 und 2, dass sie Ende September aus «technischen Gründen» nicht via Internet abstimmen können. Grund ist der zweite Wahlgang der Schulpflege Uto, bei dem ein Mitglied der Kreisschulpflege sowie das Präsidium besetzt werden sollen. Diese Wahlen sind für das E-Voting zu komplex. Deshalb verzichtet die Stadt Zürich am 26. September auf die elektronische Abstimmung.

«Bei Personenwahlen kann E-Voting nicht immer eingesetzt werden», sagt Giampiero Beroggi, Wahlleiter beim Kanton Zürich. Wenn beispielsweise ein Kandidat nicht nur als Person, sondern auch als Mitglied des entsprechenden Rates gewählt werden muss, ist das über das elektronische System nicht möglich.

Auch Majorzwahlen können nur eingeschränkt per E-Voting durchgeführt werden. So stand bei der letzten Wahl des Winterthurer Stadtpräsidiums aus Versehen nur der bisherige Ernst Wohlwend zur Auswahl - obwohl die Wahl jedem offen stand, der die Bedingungen erfüllte.

Auslandzürcher erstmals dabei

«Dafür können am 26. die meisten der rund 7000 in Zürich registrierten Auslandschweizer erstmals über das Internet abstimmen», sagt Beat Gähwiler, Leiter Abstimmungen und Wahlen in der Stadt Zürich. Bei diesem Wählerkreis kann das System eingesetzt werden, weil die Auslandschweizer nur bei nationalen Abstimmungen und Wahlen stimmberechtigt sind. Die 7000 Personen stellen rund 45 Prozent der Auslandschweizer aus dem Kanton Zürich dar.

Bis zum Ende der Testphase im Jahr 2011 wird das System voraussichtlich noch nicht angepasst. Danach wird entschieden, ob und wie E-Voting weitergeführt wird.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.09.2010, 17:07 Uhr

WRITE A COMMENT







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

4 Kommentare

Rebekka Wyler

09.09.2010, 15:02 Uhr
Melden

Herr Meier, dies ist wohl der falsche Ort für versteckte Wahlwerbung... solange ihr Kommentar aber stehen gelassen wird, möchte ich doch gerne an dieser Stelle Roberto Rodriguez als Schulpräsident Uto empfehlen! Ansonsten ist das E-Voting selbstverständlich eine gute Sache, und wird hoffentlich bald in der ganzen Stadt eingeführt. Antworten


Bachmann Marco

08.09.2010, 00:41 Uhr
Melden

e-voting ist genial, ich hoffe das bald die ganze schweiz davon profitieren kann. als auslandschweizer gehöre ich zu den glücklichen test-usern und bin begeistert von der platform. Antworten


Hans Meier

07.09.2010, 18:18 Uhr
Melden

Entscheidend ist auf dem Wahlzettel beim Präsidium Christian Aeschbach von Hand aufzuschreiben! Antworten


Mark Althaus

07.09.2010, 17:46 Uhr
Melden

eVoting ist der Tod der Demokratie! Ein Programm errechnet das Resultat, Kontrolle ist nur wenigen eingeweihten Spezialisten möglich, Nachzählung unmöglich. Antworten



Zürich

Populär auf Facebook Privatsphäre

Lokalverzeichnis

Werbung

Lokale Suche

Marktplatz