Seefeld-Razzia nimmt am 22. Oktober den Betrieb auf

Drei Jahre mit Kultur und Happenings – und bald ohne das hässliche Baugerüst.

Geschäftsführer Elmar Schäfer unter den wertvollen Fresken im Kino Razzia.

Peter Lauth

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Das ehemalige Kino Razzia an der Seefeldstrasse 82 wird unter dem neuen Namen Seefeld-Razzia am 22. Oktober wiedereröffnet. Der dreiwöchige Probelauf während der Fussball-Europameisterschaft im Juni war ein Erfolg – besonders auch im Quartier Riesbach. Nun haben die Mieterin, die Eventagentur.ch, und ihr Geschäftsführer Elmar Schäfer während dreier Jahre Gelegenheit, das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahr 1922 zu bespielen.

«Wir werden nicht mit voller Pulle beginnen», sagt Schäfer, «sondern wollen mit Ehrfurcht ausprobieren, was möglich ist. Wir wollen thematische Abende für Junge und für Ältere anbieten.» Das erste Programm wird in der kommenden Woche bekannt gegeben. Das Seefeld-Razzia präsentiert von Freitag bis Montag Kultur und Happenings, und von Dienstag bis Donnerstag können es Private mieten. Es gibt zwar eine Bar, aber ein Klubbetrieb mit lauter Musik sei definitiv nicht geplant, sagt Schäfer. Dies erlauben auch die Lärmschutzauflagen der Stadt nicht.

Von den umfangreichen Umbauten im Inneren wird das Publikum nicht viel erkennen. Denn in der Publikumsbefragung vom Juni beschworen auffallend viele Besucher die Veranstalter, den quadratischen Raum so roh zu belassen, wie er ist. Schwarze Wandverkleidungen reichen bis knapp unter die 14 Fresken, deretwegen das Kino unter Denkmalschutz steht – die aber in den 1950er-Jahren durch eine Deckenaufhängung zum Teil fürchterlich geschändet worden sind. All das bleibt ungeschönt. «Es ist ein Provisorium», sagt Elmar Schäfer. «Aber wenn man das akzeptiert, ist es ein schönes Provisorium.»

Sichtbarer werden die Veränderungen aussen sein: Ende November verschwindet das triste Baugerüst mit dem schmuddeligen Netz. Scheinwerfer werden die neu verputzte und stabilisierte Fassade beleuchten und die beiden Goldrahmen, in denen früher Kinoplakate hingen – und nun das Programm des Seefeld-Razzia. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 14.10.2008, 22:05 Uhr

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