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Skepsis in Wipkingen wegen Silo-Hochhaus

Von Beat Metzler. Aktualisiert am 16.06.2009 6 Kommentare

Das geplante Silo-Hochhaus von Swissmill wirft seinen Schatten bis auf die Badi Unterer Letten, bewahrt aber den Kreis 5 als Industriestandort.

Keine Bewohner, kein Licht: Das Swissmill-Silo wird nachts dunkel bleiben.

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Als «megaloman» bezeichnet Beni Weder, Präsident des Quartiervereins Wipkingen, das geplante 110 Meter hohe Silo von Swissmill. Es wird das zweithöchste Hochhaus von Zürich, wenn nicht gar der Schweiz werden. An der Präsentation am Montagabend seien einige Besucher vor Überraschung «fast vom Stuhl gefallen», sagt Weder. «In der Ankündigung war von einer Aufstockung die Rede. Das ist sehr verharmlosend.»

Der Quartierverein Wipkingen sieht vor allem zwei Probleme: den Schattenwurf und den Lärm. Bei der Präsentation habe die Berechnung des Schattens gefehlt. Eine solche hat der Quartierverein nun selber erstellt. «Unter anderem wird im Sommer viel Schatten auf die Badi Unterer Letten fallen», sagt Weder. Zudem litten die Anwohner schon jetzt unter dem Lärm des Swissmill-Betriebs. «Auch hier werden wir Messungen vornehmen. Und abklären, ob es noch lauter wird.» Weder kritisiert weiter, dass man Wipkingen nicht in die Planung miteinbezogen habe. Und er zweifelt, ob ein 110 Meter hohes Silo im Zentrum der Stadt stehen müsse.

Der Stadtrat beantwortet diese Frage mit einem klaren Ja. «In den Strategien Zürich 2025 hat der Stadtrat festgehalten, dass er die Industrie auf Stadtgebiet fördern will», sagt Andrea Holenstein, Sprecherin des Hochbaudepartements. Swissmill ist neben Man Turbo der letzte produzierende Betrieb, der vom einst stolzen Industrieplatz Kreis 5 übrig geblieben ist. Für Holenstein macht es ästhetisch zwar einen Unterschied, ob im Turm Korn gelagert wird oder Menschen wohnen. «Unsere Richtlinien verlangen von Hochhäusern aber eine speziell gute Gestaltung. Gemäss des Baukollegiums ist eine solche auch in diesem Fall gegeben.»

Swissmill verpflichtet sich für Zürich

Auch zusätzlicher Lärm werde nicht entstehen, versichert Josef Achermann, Leiter der Coop-Tochter Swissmill. Das Silo schaffe lediglich höhere Lagerkapazitäten. «Die Produktion, die für den Lärm verantwortlich ist, steigern wir nicht.» Das Silo selber werde keinen Lärm verursachen. Das Transportsystem, welches das Korn in die Höhe schafft, funktioniere gegen aussen geräuschlos. «Auch sind nicht mehr als die bisherigen drei täglichen Anlieferungen mit dem Zug nötig, da wir das Korn künftig länger lagern können», sagt Achermann. Mit dem Bau des neuen Silos verpflichte sich Swissmill dazu, die nächsten 20 bis 30 Jahre in der Stadt zu bleiben.

Die Aussicht von Wipkingen auf die Stadt wird sich in den nächsten Jahren stark verändern. Entlang der Limmat sind mehrere Hochhäuser geplant. «Immerhin ist der Kleeblatt-Turm gestorben», sagt Weder. «Sein Schatten hätte den Wipkingerpark stark beeinträchtigt.» (bat)

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Erstellt: 16.06.2009, 20:21 Uhr

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6 Kommentare

Urs Weiersmüller

17.06.2009, 11:14 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Investitionen in den Standort Zürich sind begrüssenswert. Den Arbeitsstellen ist Sorge zu tragen. Nur so kann die Krise überwunden werden. Antworten


Andreas Vonrufs

17.06.2009, 09:01 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Ein neues Wahrzeichen für Zürich. Markant und elegant in der "Siloette". Kann Swissmill an Ihrem Entscheid zum festhalten am Standort nur gratulieren. Ein gelungener Wurf der sich gut macht an der Limmat. I ch habe da beim Swiss Prime Tower auf dem Maag Areal wesentlich mehr Zweifel! Antworten



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