Zürich

Startseite · Abo · Immobilien · Job · Auto · Kleinanzeigen

So reagieren die Stadtratskandidaten auf die Umfrage

Daniel Leupi (Grüne) ist erstaunt, dass er vor den beiden SP-Kandidaten liegt. Karl Zweifel hält die Umfrage nicht für repräsentativ.

Die erste Hürde genommen: Daniel Leupi strahlt nach seiner Wahl zum Stadtratskandidaten.

Die erste Hürde genommen: Daniel Leupi strahlt nach seiner Wahl zum Stadtratskandidaten. (Bild: Keystone)

Artikel zum Thema

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Die neuen Stadtratskandidaten reagieren zurückhaltend auf die Isopublic-Umfrage. Alle betonen, die Ergebnisse seien – wie stets bei Umfragen – mit Vorsicht zu geniessen; dies habe sich unter anderem bei der Minarett-Initiative gezeigt. Urs Egger (FDP) freut sich dennoch über den siebten Rang. Es sei ihm offenbar gelungen, sich klar als Bürgerlicher zu positionieren. Er betont jedoch, die Umfrage sage nichts darüber aus, ob ein Kandidat das absolute Mehr erreicht habe. Bei einem allfälligen zweiten Wahlgang würden die Karten neu gemischt. Für Daniel Leupi (Grüne) kommt es «nicht völlig überraschend», dass er gemäss Umfrage die Wahl schafft. Er betreibe keinen aggressiven, sondern einen «lösungsorientierten» Wahlkampf, mit dem er auch Mittewähler anspreche.

In Rücklage trotz Vorteilen

Erstaunt zeigt sich Leupi darüber, dass er vor den beiden neuen Kandidaten der SP, Claudia Nielsen und André Odermatt, liegt, obschon die SP in Zürich die grösste Hausmacht sei und mehr Werbegelder zur Verfügung habe. Falls die Sozialdemokraten einen Sitz verlören, empfände dies Leupi jedoch als «unverdiente Schwächung» der SP.

Von einer drohenden Schlappe will man in der SP nichts hören. «Es war absehbar, dass es eng wird», sagt Odermatt. Er sieht im Resultat daher eine «gewisse Zufälligkeit». Claudia Nielsen will keine Bilanz aufgrund der Umfrage ziehen: «Die wahre Umfrage wird am 7. März veröffentlicht.» In diese Richtung zielt auch die Argumentation von Mauro Tuena. Er zeigt sich aber erfreut, noch gut im Rennen zu sein. Parteikollege Karl Zweifel zweifelt daran, dass die Umfrage repräsentativ ist; die Stichprobenmenge von rund 1000 Stimmwilligen ist in seinen Augen ein x-faches zu klein.

Ein Misstrauensvotum gegen Mauch

PfZ-Politikerin Susi Gut deutet ihr Resultat positiv: Fast jeder Sechste wolle sie wählen; für eine Vertreterin einer Kleinpartei sei dies erfreulich. Dass sie im Kampf ums Stadtpräsidium gegen Corine Mauch (SP) chancenlos ist, bestreitet Gut nicht. Die «vielen Leerstimmen» deutet sie als Misstrauensvotum gegen Mauch. In Abrede stellt Gut, dass die Leerstimmen von Bürgerlichen kommen, die weder Mauch noch Gut für wählbar halten. (sth)

Mehr Nachrichten und Hintergründe aus der Stadt Zürich gibt es täglich auf den Regionalseiten im zweiten Bund des Tages-Anzeigers. Schreiben Sie direkt an stadt@tages-anzeiger.ch (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 23.02.2010, 04:00 Uhr

WRITE A COMMENT







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

5 Kommentare

Ernst Joss

23.02.2010, 23:21 Uhr
Melden

Etwas aus der Ferne (Dietikon) betrachtet staune ich über das Fehlen des AL Kandidaten Walter Angst in der Umfrage. In Dietikon erreichte der AL Kandidat trotz minimalem Wahlbudget und völliger Konzentration auf den Gemeinderatswahlkampf mehr als 26% der Stimmen. Walter Angst müsste da ein klar besseres Ergebnis erzielen. Antworten


Matthias Erzinger

23.02.2010, 17:17 Uhr
Melden

Lieber Herr Müller, nur weil Quatsch monotonisiert und ritualisiert vorgebetet wird, wird er dadurch nicht wahr. Die grossen Städte haben allesamt von den rot-grünen Regierungen profitiert - insbesondere Zürich und Winterthur. Stimmberechtigte, die sich an die bürgerlichen Mehrheiten erinnern, sehnen diese Zeiten sicher nicht zurück.. Antworten


Hans-Peter Müller

23.02.2010, 12:59 Uhr
Melden

Tatsächlich Frau Gugger, ich gebe Ihnen soweit recht, dass sich mit links-grün in Zürich etwas verändert hat. Die Kriminalität ist gestiegen, den "rollenden Verkehr" würde ich eher als grosses Parkfeld bezeichnen, weil ein objektives Verkehrskonzept gänzlich fehlt, potente Steuerzahler verlassen die Stadt, Sozialämter sind überfordert.. ja ja es hat sich was geändert. Antworten


Stephan Lombris

23.02.2010, 12:17 Uhr
Melden

Dr.Zweifel sollte, zwecks mögliches Potential für einstige höhere Aufgaben in Zürich, noch rasch Crashkurse an der Uni ZH belegen für angewandte Statistik und Marktforschung. Sonst soll er am besten bleiben bei Patienten und Chirurgenbesteck, wenn ihm essentielles, betriebswirtschaftliches Wissen fehlen würde... Antworten


Elvira Gugger

23.02.2010, 11:26 Uhr
Melden

Mit der links-grünen Regierung sind die ZürcherInnen bestens gefahren. Die Stadt ist wegen dem Kinderbetreuungsangebot bei Familien beliebt. Wir haben ein vielseitiges Kulturangebot. Wir investieren in erneuerbare Energien. Das ewz, welches notabene NICHT privatisiert wurde, spült Gewinne in die Stadtkasse. Unsere Finanzen befinden sich im Lot. So was aufgeben? Dafür gibt es KEINEN Grund. Antworten



Zürich

Populär auf Facebook – Privatsphäre

Lokalverzeichnis

Werbung

AKTUELLE KADERSTELLEN

Marktplatz

Head HR Europe Humanis AG, Kanton Zürich

Geschäftsführer Chiffre, Zürich

Fachverantwortung Grundlagen der Angewandten Psychologie 60-80% Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Zürich