Zürich
So reagieren die Stadtratskandidaten auf die Umfrage
Von . Aktualisiert am 23.02.2010 5 Kommentare
Die erste Hürde genommen: Daniel Leupi strahlt nach seiner Wahl zum Stadtratskandidaten. (Bild: Keystone)
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Die neuen Stadtratskandidaten reagieren zurückhaltend auf die Isopublic-Umfrage. Alle betonen, die Ergebnisse seien – wie stets bei Umfragen – mit Vorsicht zu geniessen; dies habe sich unter anderem bei der Minarett-Initiative gezeigt. Urs Egger (FDP) freut sich dennoch über den siebten Rang. Es sei ihm offenbar gelungen, sich klar als Bürgerlicher zu positionieren. Er betont jedoch, die Umfrage sage nichts darüber aus, ob ein Kandidat das absolute Mehr erreicht habe. Bei einem allfälligen zweiten Wahlgang würden die Karten neu gemischt. Für Daniel Leupi (Grüne) kommt es «nicht völlig überraschend», dass er gemäss Umfrage die Wahl schafft. Er betreibe keinen aggressiven, sondern einen «lösungsorientierten» Wahlkampf, mit dem er auch Mittewähler anspreche.
In Rücklage trotz Vorteilen
Erstaunt zeigt sich Leupi darüber, dass er vor den beiden neuen Kandidaten der SP, Claudia Nielsen und André Odermatt, liegt, obschon die SP in Zürich die grösste Hausmacht sei und mehr Werbegelder zur Verfügung habe. Falls die Sozialdemokraten einen Sitz verlören, empfände dies Leupi jedoch als «unverdiente Schwächung» der SP.
Von einer drohenden Schlappe will man in der SP nichts hören. «Es war absehbar, dass es eng wird», sagt Odermatt. Er sieht im Resultat daher eine «gewisse Zufälligkeit». Claudia Nielsen will keine Bilanz aufgrund der Umfrage ziehen: «Die wahre Umfrage wird am 7. März veröffentlicht.» In diese Richtung zielt auch die Argumentation von Mauro Tuena. Er zeigt sich aber erfreut, noch gut im Rennen zu sein. Parteikollege Karl Zweifel zweifelt daran, dass die Umfrage repräsentativ ist; die Stichprobenmenge von rund 1000 Stimmwilligen ist in seinen Augen ein x-faches zu klein.
Ein Misstrauensvotum gegen Mauch
PfZ-Politikerin Susi Gut deutet ihr Resultat positiv: Fast jeder Sechste wolle sie wählen; für eine Vertreterin einer Kleinpartei sei dies erfreulich. Dass sie im Kampf ums Stadtpräsidium gegen Corine Mauch (SP) chancenlos ist, bestreitet Gut nicht. Die «vielen Leerstimmen» deutet sie als Misstrauensvotum gegen Mauch. In Abrede stellt Gut, dass die Leerstimmen von Bürgerlichen kommen, die weder Mauch noch Gut für wählbar halten. (sth)
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Erstellt: 23.02.2010, 04:00 Uhr
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5 Kommentare
Lieber Herr Müller, nur weil Quatsch monotonisiert und ritualisiert vorgebetet wird, wird er dadurch nicht wahr. Die grossen Städte haben allesamt von den rot-grünen Regierungen profitiert - insbesondere Zürich und Winterthur. Stimmberechtigte, die sich an die bürgerlichen Mehrheiten erinnern, sehnen diese Zeiten sicher nicht zurück.. Antworten
Tatsächlich Frau Gugger, ich gebe Ihnen soweit recht, dass sich mit links-grün in Zürich etwas verändert hat. Die Kriminalität ist gestiegen, den "rollenden Verkehr" würde ich eher als grosses Parkfeld bezeichnen, weil ein objektives Verkehrskonzept gänzlich fehlt, potente Steuerzahler verlassen die Stadt, Sozialämter sind überfordert.. ja ja es hat sich was geändert. Antworten
Dr.Zweifel sollte, zwecks mögliches Potential für einstige höhere Aufgaben in Zürich, noch rasch Crashkurse an der Uni ZH belegen für angewandte Statistik und Marktforschung. Sonst soll er am besten bleiben bei Patienten und Chirurgenbesteck, wenn ihm essentielles, betriebswirtschaftliches Wissen fehlen würde... Antworten
Mit der links-grünen Regierung sind die ZürcherInnen bestens gefahren. Die Stadt ist wegen dem Kinderbetreuungsangebot bei Familien beliebt. Wir haben ein vielseitiges Kulturangebot. Wir investieren in erneuerbare Energien. Das ewz, welches notabene NICHT privatisiert wurde, spült Gewinne in die Stadtkasse. Unsere Finanzen befinden sich im Lot. So was aufgeben? Dafür gibt es KEINEN Grund. Antworten





Ernst Joss
Etwas aus der Ferne (Dietikon) betrachtet staune ich über das Fehlen des AL Kandidaten Walter Angst in der Umfrage. In Dietikon erreichte der AL Kandidat trotz minimalem Wahlbudget und völliger Konzentration auf den Gemeinderatswahlkampf mehr als 26% der Stimmen. Walter Angst müsste da ein klar besseres Ergebnis erzielen. Antworten