So süss ist das Tapirmädchen Joya
Aktualisiert am 16.12.2009 2 Kommentare
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Joya, das jüngste Tapirmädchen im Zoo Zürich, schmiegt sich sanft an den warmen Bauch seiner Mutter. Die Kleine ist erst zehn Tage alt. Sie ist das 22. Flachlandtapir-Junge, das seit 1961 im Zoo Zürich das Licht der Welt erblickt hat.
Im Gehege der Flachlandtapire ist es gemütlich und warm, während die Temperaturen draussen unter den Gefrierpunkt gesunken sind. Das Weibchen Amapa liegt unter einer Art Baumhütte aus Ästen, neben ihr die kleine Joya. Ihr Fell ist geschmeidig, braun mit goldenen Streifen, ähnlich einem Wildschwein-Ferkel.
Ein Fusstritt für den ersten Atemzug
Joya ist am 6. Dezember geboren, morgens um 9.45 Uhr. «Amapa hatte sich an diesem Morgen auffällig aggressiv gegenüber ihrem Partner Mato aufgeführt», wie Zoo-Kurator Samuel Furrer vor den Medien in Zürich sagte. Das Männchen wurde daraufhin von seiner Frau getrennt und in eine andere Box umquartiert.
Kurze Zeit später war die kleine Joya schon auf der Welt. Nachdem das junge Tapirmädchen anfänglich nicht geamtmet hatte, gab ihr seine Mutter - bewusst oder unbewusst, wie Furrer sagte - einen Tritt. «Da begann die Kleine sofort zu atmen.» Seither entwickle sich Joya ganz erfreulich und auch die Mama mache ihre Sache gut.
Joya ist bereits das vierte Kind des derzeitigen Zuchtpaares der Flachlandtapire im Zoo Zürich.
Männchen vor dem Weibchen schützen
Papa Mato liegt im Gehege nebenan, zusammen mit den Capybara, den grössten Nagetieren der Welt. Zwischendurch stösst er einen schrillen Pfeifton aus - vermutlich ruft er nach seinem Weibchen. Dieses habe momentan aber einen sehr starken Beschützerinstinkt, sagte Furrer. «Sie würde Mato die ganze Zeit jagen.»
Nach rund zwei Monaten sollen die Flachlandtapirfamilie, die Capybara und auch die Ameisenbären in einem gemeinsamen Gehege zusammengeführt werden, wie Furrer sagte.
Flachlandtapire sind Bewohner des tropischen Südamerikas. Sie leben in Wäldern, Buschsavannen und Graslandschaften, stets in der Nähe von Wasser. Als Schutz vor dem Gehölz haben sie eine sehr dicke Haut. In der indianischen Tupi-Sprache bedeutet Tapir denn auch «dick». Tapire ernähren sich vor allem von Gräsern, Laub, Wurzeln und Früchten. (cal/sda)
Erstellt: 16.12.2009, 14:19 Uhr


































