Zürich
So teuer wie nie zuvor
Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 10.05.2011 37 Kommentare
Kosten in Franken
Quelle: smd
Die Schäden für das Jahr 2011 sind eine Schätzung – inklusive der Beschädigungen im Anschluss an den 1. Mai. 2008 gab es am 3. Mai eine unbewilligte Demo mit hohen Polizeikosten.
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Der Aufmarsch der Stadtpolizei am diesjährigen 1. Mai war so teuer wie noch nie. Wie Polizeivorsteher Daniel Leupi gegenüber Radio DRS sagte, liegen die Kosten deutlich über den 720'000 Franken aus dem Vorjahr. Somit dürfte allein der Einsatz der Stapo etwa 950'000 Franken kosten – so viel wie noch nie.
Allerdings zahlten sich der Aufwand und die Taktik der Polizei aus und die Nachdemo wurde verhindert. Zwar kam es zu vereinzelten Sachbeschädigungen und im Anschluss an den 1. Mai zu Farb- und Brandanschlägen gegen Gebäude. Die entstandenen Schäden dürften im Vergleich zu den Vorjahren nur einen Bruchteil kosten. Zahlen liegen keine vor, Tagesanzeiger.ch schätzt die Aufwände vorsichtig auf 100'000 Franken.
100 Verhaftete und brennende Autos
Auch wenn die Gesamtkosten insgesamt auf über eine Million Franken zu stehen kommen, liegen sie noch immer weit unter den Ausgaben im Jahr 2007. Damals kostete der Polizeieinsatz über 850'000 Franken, die Sachschäden überstiegen 600'000 Franken, wie der Stadtrat im Oktober 2007 mitteilte.
Die Chaoten schlugen unzählige Scheiben ein, zerstörten unter anderem die Fassade einer Bank und zündeten zwei Autos an – eines war der BMW einer Sozialhilfebezügerin, die in der Folge als Betrügerin aufflog.
Zwei unbewilligte Demos 2008
Die Polizei nahm damals rund 100 Personen fest. Seither lag die Zahl der (vorübergehend) Festgenommenen jeweils deutlich höher. 2011 wurden über 500 Personen in Gewahrsam genommen. Dies dürfte mit ein Grund sein für die markant geringeren Sachschäden am diesjährigen Tag der Arbeit.
Zwar hielt sich die Polizei anfangs im Hintergrund, um möglichst wenig Aggressionen zu provozieren. Als sich die Chaoten jedoch zur unbewilligten Demo formierten, griffen die Beamten sofort sehr entschlossen ein und kesselten die Krawallmacher und Gaffer effektiv ein.
Diese Taktik verfolgten die Einsatzkräfte bereits in den Vorjahren, konnten sie jedoch nicht so wirkungsvoll umsetzen wie 2011. Im Jahr 2008 waren die Chaoten offenbar frustriert über das Eingreifen der Polizei und versammelten sich zwei Tage später erneut. Die Polizeikräfte hielten die Ausschreitungen mit einem erneuten Grosseinsatz im Zaum. 2009 stiegen die Sachschäden wieder an, kosteten aber immerhin rund halb so viel wie zwei Jahre zuvor. Im vergangenen Jahr summierten sie sich auf 200'000 Franken.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 10.05.2011, 11:20 Uhr
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37 Kommentare
Man muss nicht nur die Kosten für die Einsätze pro Jahr vergleichen, sondern auch den Effekt. Wenn der Krawalltourismus in Zürich längerfristig nicht mehr funktioniert, wird es so immer weniger "Touristen" anlocken, die bisher fast ungebremst mit den Sicherheitskräften "Räuber und Poli" spielen konnten. Deshalb sind die Kosten eines solchen Einsatzes auch eine Investition in die Zukunft. Antworten
500 eingesackte Chaoten, jedem CHF 2000.00 Bussgeld, ganz nach dem Verursacherprizip, so werden die Kosten getilgt und nicht wieder dem Steurzahler belastet. Die Chaote werden es sich dann das nächste Mal genauer überlegen ob sie ihre kindliche und unreife Art so ausleben möchten. Antworten
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