«Solche Taxifahrer gehören einfach weg»
Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 30.03.2011 24 Kommentare
Lange Fahrt für kurze Strecke: Dora Rutz hatte zur Kirche in Höngg gewollt. (Bild: Bild: Nicola Pitaro)
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Mit dem Auto ist die Strecke vom Friedhof Hönggerberg zur reformierten Kirche im Zentrum von Höngg ein Katzensprung. Drei Minuten dauert die Fahrt im Normalfall. Ein Taxifahrer hat dafür über eine Stunde gebraucht, weil er mit seiner 89-jährigen Kundin Dora Rutz zuerst noch ins Altersheim nach Seebach gefahren ist, um die Adressangaben zu holen. 162 Franken verlangte er schliesslich für die Fahrt mit Umwegen.
«Das ist eine Riesenfrechheit und darf nicht sein. Solche Fahrer gehören einfach weg», ärgert sich Dolores Zanini, Präsidentin der IG Taxi. Die Interessengemeinschaft wurde vor rund einem Jahr gegründet, um das ramponierte Image der Zürcher Taxifahrer zu verbessern. «Genau wegen solcher Chauffeure hat das Taxigewerbe einen schlechten Ruf», betont Zanini.
Bewilligungsnummer notieren und anzeigen
Sie rät Frau Rutz daher mit Nachdruck, Anzeige gegen den Fahrer zu erstatten. Was er getan habe, sei nicht richtig, so Zanini. «Es kann schon sein, dass er nicht weiss, wo diese Kirche ist. Aber für solche Fälle gibt es ein Navigationsgerät, oder er kann die Zentrale anrufen.» In den 10 Jahren, in denen sie selbst als Taxi-Chauffeuse in Zürich unterwegs ist, habe sie noch nie eine solche Irrfahrt mit Kunden gemacht. «Wenn ich etwas nicht kannte, habe ich jemanden angerufen. Irgendwer kann immer helfen.»
Wer mit den Leistungen eines Chauffeurs nicht zufrieden ist, soll sich die Bewilligungsnummer des Fahrers notieren. «Sie ist oben an der Taxi-Lampe zu sehen und im Taxi selbst ist ein Ausweis mit der Nummer des Chauffeurs angebracht. So kann man die Leute später identifizieren.» Unzufriedene Gäste sollen sofort die Polizei benachrichtigen und die Fahrt gar nicht erst bezahlen, rät Zanini.
Feedback zur Verbesserung der Qualität
Das Polizeidepartement der Stadt Zürich bietet der Bevölkerung die Möglichkeit, ihre Beschwerden per Telefon oder Mail zu melden. Das sogenannte Feedbackmanagement der Stadtpolizei Zürich hat zum Ziel, aus den Rückmeldungen Massnahmen zur Verbesserung der jeweiligen Situation umzusetzen. «Es gehen sporadisch auch Meldungen zu Taxifahrten ein. Hauptsächlich, wenn gerade in den Medien über dieses Thema berichtet wird», sagt Pressesprecherin Judith Hödl auf Anfrage.
Auch Dolores Zanini hofft auf mehr Feedbacks vonseiten der Gäste. Die IG Taxi führt zu diesem Zweck eine Kundenbefragung durch. Die Unterlagen können auf der Website der Organisation heruntergeladen werden. Im Moment sei es allerdings noch immer so, dass die Kunden nach der Fahrt wütend sind und zu Hause dann alles wieder vergessen. «Dabei wäre es wichtig, dass sich die Leute sofort melden. Nur so lässt sich die Qualität verbessern.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 30.03.2011, 11:30 Uhr
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24 Kommentare
Solch ein Taxifahrer gehört entlassen und zwar fristlos. Eine bodenlose Frechheit einer betagten Rentnerin einen solchen Betrag zu verlangen. Auch das Taxiunternehmen gehört gebüsst das einen solchen Taxifahrer angestellt hat. Aber was solls Personenfreizügigkeit lässt grüssen. Antworten

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