Zürich
Stadt Zürich bald in 3-D erhältlich
Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 26.02.2010
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Bisher gibt es von der Stadt Zürich erst ein physisches 3-D-Modell im Massstab 1:1000. Auf rund 100 Quadratmetern breitet es sich im Amtshaus vier aus. Dieses Modell soll nun zusätzlich in digitaler Form erscheinen. Den entsprechenden Auftrag hat die Stadt Zürich im Amtsblatt vom Freitag ausgeschrieben. «Das Ziel ist ein flächendeckendes, virtuelles Modell auf der Basis des Katasterplanes, aber zusätzlich in 3-D», sagt Pascal Peter, Projektleiter bei der Dienstabteilung Geomatik + Vermessung der Stadt Zürich.
Das virtuelle Zürich soll dereinst helfen, von der Stadtplanung über Grossprojekte bis zu kleineren Bauvorhaben die Arbeit zu vereinfachen. Daran haben laut Pascal Peter verschiedene Abteilungen der Stadt wie auch Private ein grosses Interesse. Wenn jemand beispielsweise ein Solarpanel auf einem Dach installieren will, kann man die genaue Ausrichtung des Daches abfragen und damit leichter abschätzen, ob sich der Aufwand lohnt.
Nutzung über Google Earth möglich
Das virtuelle 3-D-Modell dient in erster Linie als Datengrundlage für die Planung. Fotorealistische Darstellungen wie in Google Street View sind nicht vorgesehen. Die Gebäude werden jedoch laufend aktualisiert. Derzeit muss das alte Holzmodell von Hand mit neuen Elementen ausgestattet werden. Diese können nur vor Ort betrachtet werden.
Künftig sind die Daten digital erhältlich und können visualisiert werden. Eine künftige Nutzung über Google Earth ist laut Peter denkbar. Eine Zusammenarbeit mit dem Suchmaschinen-Giganten ist dafür jedoch nicht nötig.
Den Auftrag vergeben will Geomatik + Vermessung im Sommer. Läuft alles nach Plan, soll das 3-D-Modell bis Ende Jahr erstellt werden. Eine einfache Sicht auf das Modell soll kostenlos zugänglich sein. Falls die Daten digital bezogen und weiterverarbeitet werden, wird dies kostenpflichtig sein. Die Stadt geht davon aus, dass der längerfristige Nutzen dieser 3-D-Daten die Investitionskosten aufwiegen. Wie hoch diese sein werden, will Geomatik + Vermessung vor Abschluss der Ausschreibung nicht abschätzen.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 26.02.2010, 14:45 Uhr
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