Stadt gewährt der Autonomen Schule Zürich Aufschub

Die Autonome Schule Zürich bekommt im Dachstock des Sihlquai 125 Kursräume und darf bis 2018 bleiben.

Deutschunterricht: Die ASZ bietet unter anderem Deutschkurse für Flüchtlinge an.

Deutschunterricht: Die ASZ bietet unter anderem Deutschkurse für Flüchtlinge an. Bild: Anthony Anex /Keystone

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Die Autonome Schule Zürich (ASZ) und die Stadt Zürich haben sich geeinigt: Die ASZ, die seit November am Sihlquai Flüchtlinge unterrichtet, kann bis mindestens Ende August 2018 dort bleiben. Was danach passiert, entscheidet der Kanton, dem das Gebäude gehört.

Die ehemaligen Schulzimmer der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) am Sihlquai werden seit Oktober 2014 von der Stadt Zürich genutzt. Sie vermittelt sie als «Kreativ- und Innovations-Hotspot» an verschiedene Nutzer.

Seit November 2015 gehört auch die ASZ dazu, die ihr bisheriges Lokal in Altstetten räumen musste und am Sihlquai Unterschlupf fand. Die Stadt habe zugesichert, dass die ASZ in den ehemaligen Räumen der ZHdK bleiben könne, teilte die Schule am Freitag mit.

Über 4'000 Menschen hatten zuvor in kürzester Zeit die Petition «ASZ bleibt!» unterschrieben und die Stadt Zürich aufgefordert, eine Lösung zu ermöglichen

Umzug in den Dachstock

Weil die Schulzimmer im Erdgeschoss aber nach Ansicht der ASZ zu klein sind, wird die Schule in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres zusätzliche Räume im Dachstock beziehen. Dieser wurde bis anhin als Lagerraum genutzt und wird von der Stadt für die neue Nutzung hergerichtet.

Eine Dauerlösung ist dies allerdings nicht: Die Stadt Zürich präzisiert auf Anfrage der sda, dass der Vertrag nur bis Ende August 2018 läuft. Was danach mit den Räumen passiert, bestimmt der Kanton, dem das ehemalige ZHdK-Schulhaus gehört.

Offizielle Pläne, was mit dem Gebäude nach 2018 passieren soll, gibt es beim Kanton aber noch nicht. (tel/sda)

(Erstellt: 08.01.2016, 13:05 Uhr)

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