Zürich
Stadt lässt Abfall länger liegen und pflanzt jetzt Wiesenblumen
Von Monica Müller. Aktualisiert am 11.04.2011 55 Kommentare
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Leere Weinflaschen, zerdrückte Bierdosen, klebrige Pizzaschachteln: Wer abends auf dem Lindenhof flaniert, nachts aus dem Ausgang an der Langstrasse oder beim Escher-Wyss-Platz heimspaziert oder frühmorgens den See entlangjoggt, wird bald mehr davon sehen. Aufgrund der Sparmassnahmen der Stadt kann das Reinigungspersonal beliebte Orte wie die Seeanlagen nicht mehr dreimal täglich reinigen, sondern nur noch zweimal, wie Radio 24 vor kurzem meldete. «Bis anhin leerten wir die Abfalleimer an Brennpunkten wie den Quaianlagen an einem Turbowochenende abends um acht Uhr nochmals – doch das liegt jetzt nicht mehr drin», sagt Leta Filli von Entsorgung & Recycling Zürich.
An einem normalen Tag werde die Stadt genau so sauber sein wie bis anhin. «Für einen Durschnittssommer sind wir nach wie vor gewappnet, bei einem Jahrhundertsommer wie im Jahr 2003 würden wir an unsere Grenzen stossen», so Filli. Man versuche, das Manko an Mitteln mit einer besseren Planung aufzufangen. Die Einsparungen in der Höhe von 400'000 Franken betreffen auch den Einkauf von Fremdpersonal, um die Spitzenzeiten abzudecken. Filli: «Sauber wird die ganze Stadt schon, einfach etwas später.»
Wildblumen statt Bouquets
Auch das kleinere Budget von Grün Stadt Zürich wird das Stadtbild prägen: Die Blumenbeete, Rabatte und Rondellen der Stadt werden diesen Sommer anders aussehen. Beim Alfred-Escher-Brunnen beim Hauptbahnhof, beim Bürkliplatz oder beim Seebecken werden statt aufwendiger Blumenbouquets wilde Wiesenblumen blühen. Zudem werden kranke Strassenbäume dieses Jahr zwar gefällt, nicht aber ersetzt. Jährlich müssen durchschnittlich 300 von insgesamt 22'000 Bäumen ausgewechselt werden. So spart Grün Stadt Zürich 650'000 Franken, ebenso viel wie mit dem Verzicht auf neue Maschinen – vom Rasenmäher bis zum Lastwagen. Es gehe nicht darum, bewusst sichtbar zu sparen, so Lukas Handschin: «Bei so grossen Beträgen muss man dort ansetzen, wo es etwas bringt.»
Verschoben ist nicht gespart
Schulen, Altersheime und Verwaltungsgebäude sind ebenfalls von den Sparmassnahmen betroffen. Die Immobilien-Bewirtschaftung der Stadt Zürich (Immo) hat dieses Jahr allein für Unterhalt und Reinigung 6,4 Millionen Franken weniger zur Verfügung als ursprünglich geplant. Dies entspricht einer Reduktion von rund 10 Prozent. Der grösste Sparposten, 4,5 Millionen, betrifft den laufenden Unterhalt.
Wenn Farbe abblätterte, Sonnenstoren einrissen, Fenster undicht waren oder Gehwege verwurzelt, wurden diese Schäden während des Notbudgets von Januar bis März nicht behoben, sondern belassen. «Wenn man Reparaturen aufschiebt, gibt es eben später noch mehr zu tun», sagt Marc Huber von der Immo, «das hat nichts mit Sparen zu tun.» (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 10.04.2011, 22:40 Uhr
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55 Kommentare
Als die Schweizer noch unter sich waren, war alles Blitzsauber und Ordnung. Niemand ist es auch in den Sinn gekommen Blumen u Rasenbeete zu betreten überll waren Täfeli verboten den Rasen zu betreten Geschweige denn Müll hineinzuwerfen alle hielten sich dran Antworten
Freunde in Melbourne sagten mir: Zürich ist schön, aber dieser Dreck am Sonntag Morgen dem See entlang ist ja fürcherterlich.
Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man in Melbourne (5 Mil. Einw.) barfuss am Strand und in den Parks laufen kann. Sogar an Wochenenden. Keine Scherben, kein Dreck.
Dass man das hier nicht mehr kann liegt aber nicht an den Sparbeschlüssen sondern an dir und mir.
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11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

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