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Stadt lässt Fussballfans im Regen stehen

Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 16.09.2009 30 Kommentare

Während der Fussball-WM im nächsten Sommer will die Stadt keine grossen Übertragungen der Spiele. Auch bei Regen sind Zelte verboten und an vielen Orten werden Leinwände gar nicht erst erlaubt.

Solche Fanzonen wie an der Euro 08 in Zürich wird es an der WM im kommenden Sommer nicht geben.

Solche Fanzonen wie an der Euro 08 in Zürich wird es an der WM im kommenden Sommer nicht geben.
Bild: Keystone

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Am Mittwoch hat das Polizeidepartement der Stadt Zürich die Bedingungen für Live-Übertragungen der Fussballspiele an der WM in Südafrika veröffentlicht. Fussballfans und Veranstalter dürften daran wenig Freude haben. Grosse Fussballfeste im Stadtzentrum wird es keine geben. Auf attraktiven Plätze wie dem Sechseläuteplatz, am Seeufer und dem Gelände des Zürifäscht sind Grossleinwände nicht erlaubt. Ebenfalls verboten sind die Übertragungen an Orten, wo Verkehrsprobleme drohen.

«Der Stadtrat hat entschieden, dass die Public Viewings dezentral stattfinden und keine grossen Feste wie an der Euro 08 erwünscht sind», sagt Marco Cortesi, Medienchef der Stadtpolizei auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch. Der Sechseläuteplatz stehe während dem Bau des neuen Parkhauses beim Opernhaus sowieso nicht zur Verfügung, so Cortesi weiter.

«Öffentliche Plätze nicht überstellen»

«Dennoch sind Übertragungen denkbar, beispielsweise auf dem Turbinenplatz oder im Glattpark», sagt Cortesi. Allerdings müssten die Veranstalter bei schlechtem Wetter ihre Gäste im Regen stehen lassen. Auf öffentlichem Grund sind weder Zelte noch Überdachungen erlaubt. «Man will keine Zelte oder ähnliches, damit die öffentlichen Plätze nicht überstellt sind», sagt Cortesi.

Bei der Euro 08 sah die Situation anders aus. Damals wurden grosse Public Viewings und ein Vielzahl an Festzelten bewilligt. Ob die Veranstalter im kommenden Sommer trotzdem Grossleinwände aufstellen werden, ist offen.

Schweiz frühestens im Oktober qualifiziert

Wer trotz den erschwerten Bedingungen die Spiele auf öffentlichem Grund zeigen will, muss ein umfangreiches Konzept einreichen. Verboten sind Alkohol- und Tabakwerbung und Sponsoren dürfen nur «massvoll» auftreten. «Konzepte werden nicht kleinlich, sondern mit Augenmass beurteilt», sagt Cortesi.

Unter den vorliegenden Bedingungen hat gemäss Cortesi noch niemand für eine Live-Übertragung bei der Stadt nachgefragt. Falls ein Veranstalter an ein Public Viewing denkt, wird er wohl abwarten, wie die Schweiz in der Qualifikation abschneidet. Erreicht die Nationalmannschaft bei den Spielen Mitte Oktober den ersten Platz, treten sie auf jeden Fall im Juni in Südafrika an. Werden sie hingegen nur zweiter, müssen sie in die Barrage im November. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 16.09.2009, 15:39 Uhr

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30 Kommentare

Astis Von Bergen

16.09.2009, 15:50 Uhr
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Privaten Verkehr behindern, Public Viewing verbieten - am liebsten möchte die Stadtregierung wohl eine Mauer um die Stadt Zürich bauen und aus der Stadt ein riesiges Altersheim ohne Autos machen. Wer absolute Ruhe möchte, soll besser auf's Land oder Stadtrand ziehen und nicht in die City in der Nähe eines grossen Platzes (Bellevue, Sechseläutenplatz etc.)! Aber die Stadt ist ja soo cool...? Antworten


Oliver Dudler

16.09.2009, 16:19 Uhr
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Diese fussballfeindliche Stadt hat bei Heimspielen ihres Stadtklubs wahrlich nicht mehr als 8'000 ZuschauerInnen verdient. Grosszügigerweise will der Stadtrat während der WM Übertragungen auf öffentlichem Grund aber ja nicht grundsätzlich verbieten. Wie löblich! Antworten



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