Zürich
Stadt schickt Schwimmer in den Regen
Von Claudia Imfeld. Aktualisiert am 05.08.2010 7 Kommentare
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Schwimmer und Schwimmerinnen haben es in der Stadt Zürich derzeit nicht leicht: Besonders wer gerne Runden über mehr als 25 Meter zieht, steht im wahrsten Sinne des Wortes im Regen.
Das Hallenbad City ist im Umbau und die zweite 50-Meter-Strecke in den städtischen Hallenbädern ist ebenfalls nicht verfügbar, weil in Oerlikon Revisionsarbeiten laufen. Auch das Hallenbad Bläsi in Höngg ist diese und nächste Woche geschlossen. Die Freibäder machen bei schlechtem Wetter dicht, der Untere Letten war heute Donnerstag wegen zu hohem Wasserstand nach wie vor geschlossen.
Doch das wird sich ab morgen Freitag ändern: Die Badis Auhof in Schwamendingen und Allenmoos in Unterstrass werden dann auch bei schlechtem Wetter ihre Tore öffnen – bis die Revisionsarbeiten in Höngg und Oerlikon zu Ende sind. «Wir reagieren damit auf die Reklamationen der Badegäste», sagt Hermann Schumacher vom städtischen Sportamt gegenüber Tagesanzeiger.ch. «Sie sollen eine Alternative haben, die sie jeden Tag und unabhängig vom Wetter nutzen können.»
Filter und Boden kaputt
Seit dieser Saison sind alle Freibäder der Stadt morgens jeweils von 9 bis 11 Uhr geöffnet. Dann entscheiden die Verantwortlichen aufgrund des Wetters, ob sie schliessen oder nicht. Im Auhof und im Allenmoos können die Schwimmerinnen und Schwimmer ab morgen Freitag bis zum 15. August nicht nur von 9 bis 11 Uhr, sondern ganztags bis 20 Uhr ihre Längen ziehen. Schumacher hofft, dass das zusätzliche Angebot gut ankommt. Allerdings zeige die Erfahrung, dass die Hemmschwelle, an einen neuen Ort zu gehen, höher sei als jene zum Reklamieren.
Schumacher musste in der vergangenen Woche wiederholt Kritik einstecken, vor allem wegen des Zeitpunkts der Revisionsarbeiten in Oerlikon. Er wollte die Arbeiten aus Gründen der Qualitätssicherung nicht hinausschieben. Nun zeigt sich, dass diese nötig waren, wie Schumacher sagt. Teile eines Filters müssten ersetzt werden. «Hätten wir zugewartet, wäre die Wasserqualität schlechter geworden», so Schumacher. Auch im Hallenbad Höngg kam die Revision anscheinend zum richtigen Zeitpunkt: Dort hätte sich laut Schumacher demnächst der höhenverstellbare Beckenboden aus der Verankerung gehoben. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 05.08.2010, 16:39 Uhr
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