Zürich

Stadt will Bäume für Velostreifen nun doch nicht fällen

Das Projekt für eine Verlängerung des Radstreifens auf der Kasernenstrasse in Zürich wird zurückgezogen. Stadträtin Ruth Genner will das Vorhaben neu auflegen.

Sollen nun doch nicht verschwinden: Bäume an der Kasernenstrasse.

Sollen nun doch nicht verschwinden: Bäume an der Kasernenstrasse.

Im Kreis 4 müssen die Tramgleise in der Kasernenstrasse bis spätestens 2014 ersetzt werden. Im Zuge dieser Erneuerungsarbeiten plante das Tiefbauamt, den stadtauswärts führenden Radstreifen bis zur Sihlbrücke zu verlängern. Heute bricht dieser vor der Kaserne zwischen zwei Parkplatzreihen ab.

Um Platz für die Verlängerung des Radstreifens zu schaffen, sollten beim Sihlufer neun Bäume gefällt werden. Zudem war geplant, den bestehenden gemischten Rad- und Fussweg zwischen den Baumreihen zu trennen und so für mehr Sicherheit zu sorgen.

In der öffentlichen Auflage wurde das Projekt mit einer Einsprache angefochten, wie es in der Mitteilung heisst. Nach einer eingehenden Analyse sei Stadträtin Ruth Genner zum Schluss gekommen, dass die Aufwertungspläne für den Sihlraum zeitlich und inhaltlich noch zu vage seien, um das Fällen der neun Bäume verantworten zu können.

Die Vorsteherin den Tiefbau- und Entsorgungsdepartementes habe deshalb angeordnet, das Projekt sei zurückzuziehen, zu überarbeiten und nochmals aufzulegen. Ziel sei, einen Teil der neun Bäume zu erhalten. Geprüft werden solle zudem, wie weit eine Neuaufteilung des Strassenraums notwendig ist. Neu aufgelegt werde das Projekt frühestens im November. (sda)

Erstellt: 07.09.2010, 15:00 Uhr

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10 Kommentare

Stefan Bamert

09.09.2010, 10:05 Uhr
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Die Velofahrer in der Stadt Zürich halten sich eh an keine markierten Velowege und an irgendwelche Verkehrsregeln. Also lasst bitte die Bäume stehen! Antworten


Roger Schatz

08.09.2010, 14:41 Uhr
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Das Velonetz in Zürich ist bestens ausgebaut und braucht keine weiteren Ausbauten. Schon gar nicht zu Lasten von gesunden Bäumen. Ich bin selbst Velofahrer und kann das gut beurteilen. Es hat ohnehin zuwenig Bäume in der Stadt und dort wo eigentlich neue geplant wären, werden sie jahrelang verzögert (siehe Hardturmstrasse). Antworten


Jurg Ammann

08.09.2010, 13:51 Uhr
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@Anderegg: Verwechseln Sie vielleicht "die Grünen" mit "Grün Stadt Zürich"? Das ist natürlich nicht ganz das Gleiche ... Antworten


Hansuli Anderegg

07.09.2010, 20:10 Uhr
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Im Seefeld opferten die Grünen etwa 30 Bäume dem Velo, heute gerade etwa ein Dutzend bei der Höschgasse - vermutlich Bio-Wegwerfbäume. Zur Allee der Ida-Bindschädlerstrasse wurde behauptet, die Verbreiterung der Strasse treffe nur kranke Bäume. Nach dem Abholzen derselben, gesunden Bäume wurden bereits Bäume auf der anderen Strassenseite gefällt, tatsächlich kranke nachts um 4 Uhr. Antworten


roger weibel

07.09.2010, 19:19 Uhr
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herr martin, in der langstrassenunterführung gibt es gar keine fussgänger/velo trennung! Antworten


Thomas Meyer

07.09.2010, 19:03 Uhr
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Die Zürcher Velonetzpolitik ist nichts als eine Alibiparty. Anstatt grundsätzlich und mit Konzept den dringenden Platz zu schaffen, pinselt man hier ein paar Meter Veloweg und dort eine völlig unnötige Ausfallbucht (Limmatquai, G-Guisan-Quai). Neun alte Bäume einem weiteren Abschnittlein zu opfern, passt genau in dieses Flickwerk von Logik und Planung. Antworten


Johann Müller

07.09.2010, 18:18 Uhr
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Guter Entscheid. Bravo !! Es lebe der Baum !!!! Antworten


Reto Martin

07.09.2010, 17:31 Uhr
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Da sich die Velofahrer eh nie an die Aufteilung von Velospur und Fussgängerbereich halten (Erfahrung Langstrassenunterführung etc.), und da es in diesen Strassenabschnitten durchschnittlich auch nie ein allzu dichtes Fussgängeraufkommen ergibt, wäre es ein skandalöses Unterfangen, hier die wunderschönen, zTeil sehr alten Bäume fällen zu wollen!! Lasst bitte die letzten schönen Alleen stehen!! Antworten


Robert Herz

07.09.2010, 16:20 Uhr
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"Stadtauswärts" find ich lustig. Gemeint ist Richtung HB? Man kann auf dem Radstreifen entweder nach links in die Militärstrasse abbiegen Richtung Lager- oder Langstrasse oder über die Gessnerbrücke nach rechts, wenn man zum HB will. Wo ist das Problem? Antworten


Gianin May

07.09.2010, 15:47 Uhr
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Es bleibt nur zu hoffen, dass andere Pläne ausgereiffter waren, bevor Veränderungen gemacht wurden, welche ev. gar nicht nötig gewesen wären, aber was solls, die Allgemeinheit bezahlt ja, da ist immer irgendwo noch ein Bazeli zu finden. Antworten



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