Zürich
Stadtrat will keinen Strassentunnel unter dem Zürichsee
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Im Herbst 2008 hatte der Gemeinderat eine Einzelinitiative des früheren SP-Ratsmitglieds Bruno Kammerer vorläufig unterstützt, das die unterirdische Führung des Strassenverkehrs entlang des Seebeckens im Raum Utoquai bis Tunnelstrasse verlangt. Der Stadtrat beantragt nun dem Gemeinderat, die Initiative abzulehnen, wie er am Mittwoch mitteilte.
Städtebauliche und finanzielle Punkte sprächen dagegen. Der Stadtrat bezeichnete die Kosten als «enorm». Um den heutigen Verkehr aufzunehmen, müsste der grösste Teil des Tunnels vierspurig gebaut werden. Zudem wären zwei unterirdische Kreisel nötig. Zusätzlich zu den Baukosten von 700 Millionen Franken entstünden «hohe jährliche Unterhaltskosten».
Stadtrat befürchtet auch ökologische Probleme
Der Tunnel erforderte Ein- und Ausfahrtsrampen von 250 bis 600 Metern Länge sowie Entlüftungsbauwerke und Steuerungsanlagen. Probleme gäbe es laut Stadtrat auch wegen der Ökologie des Seegrundes, der Grundwasserströme und der zahlreichen Werkleitungen im Boden.
Der Stadtrat werde sich aber weiter für die Aufwertung des Seebeckens einsetzen, versicherte er. Im «Leitbild Seebecken» sei festgehalten, dass das Seebecken öffentlich zugänglich sein und als hochwertiger Frei- und Naherholungsraum zur Verfügung stehen müsse. Ein erster Schritt sei die Aufwertung des Sechseläutenplatz. (tif/sda/)
Erstellt: 10.03.2010, 14:10 Uhr





