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Studenten demonstrieren gegen höhere Gebühren

Die bürgerlichen Parteien wollen das Loch in den Kantonsfinanzen stopfen und planen deshalb eine Erhöhung der Studiengebühren. Die Studentenverbände rufen zur Grossdemo.

Protest gegen Studiengebühren: Studenten-Demonstration nach den Uni-Besetzungen.

Protest gegen Studiengebühren: Studenten-Demonstration nach den Uni-Besetzungen. (Bild: Keystone)

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Am 14. Dezember entscheidet der Kantonsrat über das Budget 2010. SVP, FDP, CVP und Grünliberale stellen im 180-köpfigen Rat die Mehrheit und hätten es in der Hand, die Studenten an den Universitäten und den Fachhochschulen stärker an den Bildungsausgaben zu beteiligen. Sie planen deshalb, die Studiengebühren von 680 auf 1200 Franken zu erhöhen.

Nicht zur Freude der Betroffenen: Die Studentenverbände rufen zur Grossdemonstration. Am Samstag wollen die Studenten beim Landesmuseum protestieren und ein Zeichen gegen die drohende negative Entwicklung setzen. «Bildung soll für alle sein und die Krise nicht auf unserem Buckel ausgetragen werden», erklärt Natalie Hauswirth vom Studentenrat der Hochschule der Künste.

Nicht nur Betroffenheit

Die Studenten befürchten, dass mit einer Erhöhung um 520 Franken elementare Grundwerte gefährdet sind. Die Folge von höheren Gebühren sei «ein ernstzunehmender Kulturverlust». Es sei nicht zu hoffen, dass Zürich eine Vorreiterrolle im kulturellen Rückschritt unserer Gesellschaft einnehme, so der Studentenrat der ZHDK in einem Communiqué. Die Studierenden setzten sich nicht nur aus Betroffenheit gegen eine Erhöhung ein, sondern mit Weitsicht für die Angelegenheiten der Gesellschaft. (cal)

Erstellt: 08.12.2009, 12:00 Uhr

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3 Kommentare

Max Weber

09.12.2009, 02:14 Uhr
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Es ist ja nicht so, dass ein Student nur für die Studiengebühren bezahlen muss. Er muss schliesslich noch arbeiten, um für seinen Lebensunterhalt aufzukommen. Ich bin selber Student und ich weiss nicht, wie ich 2400.- CHF pro Jahr für die Studiengebühren zusammensparen, 40 Stunden die Woche Vorlesungen besuchen/lernen und arbeiten für den Lebensunterhalt bewältigen soll!? ich will reiche Eltern!! Antworten


Susanna Kim

08.12.2009, 20:29 Uhr
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Auch 1200.- ist mehr ein symbolischer Beitrag, der die wirklichen Kosten des Studiums nicht annähernd deckt. Wenn man denkt, dass die Studenten in den USA für ein Studium an einer guten Uni 14'000$ und mehr pro Semester bezahlen, dann sind 1200 immer noch sehr vernünftig. Antworten


Fabienne Zaugg

08.12.2009, 16:21 Uhr
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Es ist ja wieder mal typisch für unsere bürgerlichen Politiker, zuerst die Gebühren raufschrauben und erst danach, wenn das Unheil angerichtet ist, kümmert man sich um die Stipendienreform. Für die Semestergebühren muss ein Student im Schitt zusätzlich 3 Wochen arbeiten, wenn er denn überhaupt einen Job in den wenigen lernfreien Tagen findet. Diese Massnahme verlängert das Studium nur. Antworten



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