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Studenten räumen grössten Uni-Hörsaal

Aktualisiert am 30.11.2009

Der Protest von Zürcher Studierenden gegen die «Verschulung» der Universität wird an einem anderen Ort fortgesetzt.

Für ihre Anliegen werden sie weiter kämpfen: Studenten an der Demonstration am Freitagabend.

Für ihre Anliegen werden sie weiter kämpfen: Studenten an der Demonstration am Freitagabend.
Bild: Keystone

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Nach fast zweiwöchiger Besetzung des grössten Hörsaals der Universität Zürich haben die protestierenden Studenten den Saal geräumt. Die Bewegung sei an eine neue Adresse umgezogen, schreibt «Unsere Uni» am Sonntagabend in einer Mitteilung. Die Besetzung sei ein «überwältigender Erfolg» gewesen.

Die Studierenden hatten den grössten Hörsaal der Universität Zürich seit dem 17. November besetzt, um unter anderem gegen die Auswirkungen der so genannten Bologna-Reform zu protestieren. Zudem protestierten sie gegen die Zürcher Sparmassnahmen bei der Bildung und die geplante massive Erhöhung der Studiengebühren. Die Leitung der Universität hatte die Demonstranten mehrfach aufgefordert, den Saal zu räumen, damit der Uni-Betrieb wieder normal laufe. Auch von einer Räumung und Displizinarstrafen war zeitweise die Rede.

Pavillon für den Protest

Die Universitätsleitung habe den Umzug von «Unsere Uni» in den HIM-Pavillon unterhalb der Polyterasse vermittelt, heisst es im Communiqué weiter. Von dort aus werde die Bewegung ihr Engagement weiterführen. Die Studierenden wehren sich auch gegen eine «Verschulung» der Universität. Unter anderem kämpfen sie gegen die Präsenzkontrollen bei Lehrveranstaltungen. Dies verunmögliche es arbeitenden Studenten, ihr Studium erfolgreich zu absolvieren, argumentieren sie.

Proteste in der ganzen Schweiz

Auch in Basel und Bern hatten Studierende die Aulas der Universitäten tagelang besetzt gehalten. In Basel verliessen die Protestierenden den Saal bereits am vergangenen Wochenende, nachdem sie dort zehn Tage lang kampiert hatten. In Bern beendeten sie ihre Besetzung am vergangenen Mittwoch.

Am selben Tag besetzten Studierende in Lausanne einen Hörsaal, in Genf begannen Studierende am Freitag mit einer Besetzung. Auch in anderen Länder Europas hatten Studenten gegen die Bologna-Reform mit Demonstrationen und Hörsaal-Besetzungen protestiert. (vin/sda)

Erstellt: 30.11.2009, 09:31 Uhr

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