Täglich beschimpft und bespuckt – jetzt wehren sich die Polizisten
Täglich Opfer von Übergriffen: Zürcher Stadtpolizisten im Einsatz. (Bild: Keystone)
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Seit längerer Zeit stellt das Kommando der Stadtpolizei Zürich fest, dass Polizistinnen und Polizisten aber auch Rettungssanitäter zunehmender Aggressivität und Gewalt ausgesetzt sind. In den Nachtstunden sei die Hemmschwelle für Gewalt und Respektlosigkeit gegenüber Polizeiangehörigen vor allem im Langstrassenquartier und in den Ausgehzonen markant gesunken, teilt die Stadtpolizei Zürich am Dienstag mit. «Beinahe täglich werden Polizisten beschimpft, bespuckt oder tätlich angegriffen», heisst es weiter. Auffallend sei auch die Tatsache, dass sich häufig unbeteiligte Personen – die oft unter übermässigem Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen – in Polizeiaktionen einmischen und sich gegen die Beamten zusammenrotten.
Das Kommando der Stadtpolizei hat daher beschlossen, zu bestimmten Zeiten die Polizeipräsenz an den neuralgischen Punkten zu verstärken. Dazu will die Stadtpolizei ihre Ressourcen anpassen: «Die Erhöhung der polizeilichen Präsenz in den Nächten der zweiten Wochenhälfte kann zur Folge haben, dass die Entgegennahme von nicht dringlichen Anzeigen oder andere nicht dringliche polizeiliche Dienstleistungen – zum Beispiel Ausweisverluste oder kleinere Diebstähle – auf den Tagdienst verschoben werden müssen.»
Wer Polizisten künftig angreife, müsse sofort mit Konsequenzen rechnen, denn Angriffe gegen Einsatzkräfte seien keine Bagatelldelikte, sondern Straftaten. In enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Zürich will die Stadtpolizei Zürich dafür sorgen, dass die Einsatzkräfte künftig besser vor Übergriffen geschützt sind. (tif)
Erstellt: 21.10.2009, 07:11 Uhr


































