Tiefenbohrung beim Triemli: Nun entscheidet doch das Volk
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Noch im Dezember bewilligte der Gemeinderat in Eigenregie eine 3,5 Kilometer tiefe Bohrung im Triemli-Quartier. Der entsprechende Kredit wurde mit 19,89 Millionen Franken beziffert – knapp unter der Limite von 20 Millionen. Alle Vorhaben die darüber liegen, müssen dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden.
Wie die Stadtkanzlei am Donnerstag mitteilt, kostet das Projekt nun mit 38,7 Millionen nun fast doppelt so viel. Damit muss der gesamte Kredit vors Volk. Grund für die massive Kostensteigerung ist eine zweite Bohrung, die für eine Nutzung der Tiefenwärme nötig ist.
Zeitfenster verschoben
Dass es ein zweites Loch braucht, war zwar schon im voraus bekannt. Doch laut Renata Huber, Sprecherin der Industriellen Betriebe, ging man ursprünglich davon aus, dass das Vorhaben zeitlich gar keine Volksabstimmung zulasse. Grund war die knappe Zeit, während der auf dem Gelände eine Bohrmaschine stehen konnte.
Nun hat sich dieses Zeitfenster bis in den Frühling 2011 verschoben. Zudem wurde klar, dass die neue Bohrtechnologie teurer wird als anfänglich gedacht, sagt Huber. In der Folge bestand der Gemeinderat darauf, dass nicht nur die Bohrung, sondern auch die beabsichtigte Wärmenutzung in einem Kredit behandelt werden muss. Die entsprechende Volksabstimmung ist im November vorgesehen. (ep)
Erstellt: 11.06.2009, 16:13 Uhr



