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Übung: Brand am Zürcher Irchel-Campus

Aktualisiert am 12.11.2011 12 Kommentare

In der Mensa der Uni Irchel ist ein Brand ausgebrochen. Die Decke ist eingestürzt, über 50 Personen wurden verletzt. So lautet die Ausgangslage für die heute organisierte Katastrophenübung von Schutz und Rettung.

1/5 Heute gilt es Ernst: Schutz und Rettung Zürich an der Universität Irchel im Einsatz. (12. November 2011)
Bild: Keystone

   

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Hilfeschreie dringen aus der Mensa der Uni Irchel, der Raum ist voller Rauch, mit Trümmern übersät - es muss etwas Schlimmes passiert sein an diesem Samstagmorgen. Zum Glück ist es kein Ernstfall, sondern eine Übung von Schutz& Rettung Zürich (SRZ) und dem Universitätsspital (USZ).

Alarmiert wurden die Rettungskräfte mit der Meldung, in der Uni- Mensa brenne es, die Decke sei eingestürzt und es gebe rund 50 Verletzte. Diese sehen bös aus: ein junger Mann hat eine grosse offene Wunde im Gesicht, sein ganzer rechter Arm ist aufgerissen und blutet.

Alles künstlich, wie Urs Eberle von der SRZ-Kommunikation erklärt: Die Wunden sind Moulagen, also naturechte Nachbildungen, die den «Patienten» aufmodelliert wurden. Die «Verletzten» sind so genannte Figuranten und tatsächlich Mitglieder der SRZ- Jugendfeuerwehr an ihrer Schlussübung.

«Innere Verletzungen» sind auf Schildern vermerkt, welche den «Verletzten» umgehängt wurden. Die Rettungskräfte, die von einem Ernstfall ausgegangen waren, merken natürlich rasch, dass sie sich in einer Übung befinden, machen aber weiter, wie wenn es sich um echte Opfer handelte.

In Atemschutzmaske und voller Montur dringen sie in den verrauchten Raum ein und zerren die Opfer hinaus, in Sicherheit. Dies wirkt teils etwas grob, räumt Eberle ein. Hauptsache ist, dass es schnell geht. Immerhin könnte noch mehr einstürzen.

Schwierige Chaosphase

Die erste Phase - die «Chaosphase» - sei die schwierigste, sagte Eberle. Es gelte, einen Überblick zu gewinnen, die nötige Verstärkung aufzubieten, alles zu organisieren. Die Journalisten wundern sich über die scheinbare Gelassenheit, mit der alle zu Werk gehen - ganz anders als im Fernsehen. Hektik wäre das schlimmste, erklärt Eberle, denn da passierten Fehler.

Etwas abseits hat sich inzwischen die Einsatzleitung installiert. Hier laufen alle Informationen zusammen und die Einsätze der verschiedenen Trupps werden koordiniert. Je nach Aufgabe haben sie unterschiedliche Westen an. Die der Sanitäter sind kariert.

In der Tiefgarage unter der Mensa sind jetzt grosse orange Zelte aufgebaut. Die erste Triage erfolgt hier: Die Trennung von schweren, mittleren und leichten Fällen. Ein Verwundeter wird herangerollt. Der Triage-Arzt untersucht ihn kurz: «1533 - Blutstillung, Infusion, Sauerstoff, sofort ins 1», ruft er, und der Patient wird umgehend in ein Ambulanzauto geschoben.

Eins nach dem anderen fahren nun die Rettungswagen ab - nicht mit Blaulicht, das wäre zu viel für eine Übung. Im Spital wird «Patient 1533» umgehend in den Triagebereich 1 der Notfallabteilung gebracht, dort wo die schwersten Fälle landen.

In der Abteilung wuselt es. «Gaby nach hinten, Susi dort rüber, Beate nach vorn», kommandiert die Pflegechefin. Und der Behandlungschef ordnet an: «CT Schädel, sofort.» Alles wirkt erschreckend real.

Im Notfall-Empfangsbereich warten rund ein Dutzend medizinische Fachleute auf noch mehr eintreffende Übungsfälle. Da wird eine Liege hereingerollt und der Ruf ertönt: «Medizin, Notfall echt!» Diesmal ist es ein Ernstfall. Er hat Vortritt. (wid/sda)

Erstellt: 12.11.2011, 12:22 Uhr

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12 Kommentare

Kaa Bock

12.11.2011, 13:00 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Was die alarmierten Personen ebenfalls nicht wussten: Das es nur eine Übung ist. Meine Frau ist jedenfalls sofort eingerückt, während ich das Gepäck für unser Wellness-Weekend wieder ausgeladen habe. Ich bin neugierig, ob das Unispital die Kosten für das Weekend übernehmen wird! Antworten


nestor lehmann

12.11.2011, 21:57 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Ich war bei dieser Übung dabei da ich in der Jugendfeuerwehr bin.
Es hat sehr spass gemacht und die Verlezungen sahen sehr echt aus.
Antworten



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