Zürich
Velotunnel beim HB: Genehmigung noch in diesem Jahr?
Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 23.04.2012 25 Kommentare
Keine langen Umwege mehr: Der neue Velotunnel würde die Kasernenstrasse mit dem Sihlquai verbinden. (Bild: Grafik TA)
Der Stadttunnel
Der vierspurige Stadttunnel soll dereinst Zürich zwischen Allmend Brunau und Autobahnknoten Neugut im Glattal unterqueren und so die A 3 mit der A 1 verbinden. Die Sihlhochstrasse würde dann abgebrochen. Die Kosten für das Projekt werden auf mindestens 2,2 Milliarden Franken geschätzt. Beim Bau des S-Bahnhofs Museumstrasse vor mehr als 20 Jahren wurde bereits die Betonhülle des Strassentunnels erstellt. Die viereckige Röhre führt parallel zum linken Sihlufer und zur Fussgängerpassage Sihlquai unter den Gleisen hindurch. (jr)
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Soll der geplante Stadttunnel als Veloweg zwischengenutzt werden?
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Der Zürcher Hauptbahnhof wird die Velofahrer bald nicht mehr ausbremsen. In den Planungsbüros der Stadt wird eifrig an der Umsetzung eines Veloweges gearbeitet, der durch den Stadttunnel (siehe Box) unter den Gleisen hindurchführen soll. Die neue Route würde das Sihlquai mit der Kasernenstrasse verbinden. Zudem soll im Tunnel eine Veloabstellanlage mit Platz für mindestens 1300 Fahrräder entstehen.
Das Zürcher Tiefbauamt hat im vergangenen Jahr eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um zu überprüfen, ob eine solche Umnutzung des geplanten Autobahntunnels überhaupt infrage kommt. «Die Studie ist inzwischen abgeschlossen, und sie belegt, dass ein Velotunnel möglich ist», erklärt der zuständige Projektleiter Enea Corubolo gegenüber Tagesanzeiger.ch.
Eröffnung zeitgleich mit Start der Durchmesserlinie
Gegenwärtig sei man daran, gemeinsam mit dem Kanton und den SBB ein entsprechendes Bauprojekt zu erarbeiten. «Wir möchten das Projekt noch in diesem Jahr der Kommission Verkehr des Zürcher Gemeinderates präsentieren», so Corubolo. Ziel sei es, im weiteren Verlauf des Jahres eine Genehmigung für das Gesamtprojekt zu bekommen. «Wir hoffen, dass wir die neue Veloverbindung und die beiden Velostationen zeitgleich mit der Eröffnung der neuen Durchmesserlinie Ende 2014 in Betrieb nehmen können.»
Doch nicht nur der Zürcher Gemeinderat muss einen entsprechenden Kredit genehmigen. Auch der Kanton müsste dem Projekt zustimmen. Er hat die Hoheit über den Stadttunnel. Der Velotunnel ist bereits für das aktuelle Agglomerationsprogramm Stadt Zürich-Glattal angemeldet. Darin wird festgelegt, welche Verkehrsmassnahmen auf Kantonsgebiet umgesetzt werden sollen. «Im Sommer wird entschieden, ob der Kanton das Projekt in das Programm aufnimmt», sagt Corubolo.
Wirtschaftliche Lösung
Wie viel der neue Veloweg unter dem Zürcher Hauptbahnhof und die beiden Velostationen insgesamt kosten würden, lasse sich laut Corubolo derzeit noch nicht abschätzen. «Dazu ist es noch zu früh.» Es sei aber jetzt schon klar, dass die Umnutzung des Tunnels eine wirtschaftliche Lösung wäre. Schliesslich dürfte es noch 20 bis 30 Jahre dauern, bis die Autos dort hindurch fahren werden. «So würde der Stadttunnel nicht brachliegen, und für die Velofahrer würde eine sichere Route geschaffen, bis der Negrellisteg beim Hauptbahnhof über die Gleise gebaut ist.»
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 23.04.2012, 11:54 Uhr
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25 Kommentare
Juhui
Endlich mal gute News für die Fahrradfahrer. Ist man in Wipkingen zu Hause - geht fast kein Weg über die Geleise ausser man nimmt die Selbstmorroute über die Hardbrücke oder weicht noch weiter wieder aus auf die Kornhausbrücke etc. Es ist wirklich nicht einfach von hier auf die andere Seite der Geleise zu kommen. Auch um den Bahnhof ist es ein sehr gefährliches Pflaster. Danke
Antworten
Ein Velotunnel-Projekt abgehakt. Als nächstes würde ich vorschlagen, dass man den Fluchtstollen des Weinbergtunnels zwischen Bhf Örlikon und Seilergraben/Central für den Veloverkehr öffnet. So könnte man sich die Anstrengungen sparen um über den Milchbuck zu kommen. Antworten
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