Verborgene Schätze legen Parkhausbau lahm
Aktualisiert am 19.03.2010 16 Kommentare
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Den aussergewöhnlichen Fund machten Fachleute bei archäologischen Sondierungsarbeiten. Diese wurden parallel zu den derzeitigen Bauarbeiten für das neue Parkhaus Opéra durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass der Boden mehrere Siedlungsphasen mit Pfahlbaudörfern der Stein- und Bronzezeit birgt. Aufgrund des bedeutenden Fundes verzögert sich der Bau des Parkhauses um ein Jahr, wie der Stadtrat am Freitag mitteilte.
Für die Eidgenössische Denkmalpflegekommission handelt es sich um einen Fund von internationaler Bedeutung, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Der Verzicht auf eine Rettungsgrabung käme ihrer Meinung nach dem «undokumentierten Verlust eines potenziellen Unesco-Welterbes» gleich.
12 Millionen für archäologische Arbeiten
Da es sich beim Fundort um einen sogenannten Feuchtboden handelt, ist er besonders wertvoll: Hölzer, Geweihe, Knochen, Pflanzen, Speisereste, ja selbst Textilien werden unter diesen Bedingungen nämlich bestens konserviert.
Die Stadtarchäologie plant, innert kürzester Zeit rund 40 Fach- und Grabungsleute anzustellen. Die Planungen für die Grabungen liefen bereits auf Hochtouren.
Die Kosten für archäologischen Arbeiten schätzt die Stadt auf rund 12 Millionen Franken. Für die Rettungsgrabungen hat der Stadtrat einen dringlichen Kredit von 6 Millionen Franken bewilligt, ein Kredit über weitere 6 Millionen Franken soll zu einem späteren Zeitpunkt dem Gemeinderat vorgelegt werden.
(tif/sda)
Erstellt: 19.03.2010, 15:03 Uhr
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16 Kommentare
1 Jahr mehr oder weniger ... Beim Durchsetzen des Rauchverbotes hat 1 Jahr noch nicht mal genügt. Zeit haben wir genug. ist ohnehin ein halbpatziges Projekt. Ein Riesenplatz zwischen Opernhaus und Bellevue, getrennt durch eine Riesenstrasse vom See. Ist doch ein Witz! Antworten
Dies ist doch wieder mal typisch-will man ein Haus umbauen kommt der Heimatschutz-will man etwas bauen kommt der Stadtarchäologe.Und das alle jene,die hier nachher etwas untersuche müssen,Angestellte der Stadt sind zeigt nur einmal mehr,dass Arbeiten für die Rechtfertigung der Stellen gesucht werden müssen!Am Mythenquai hat man genug ausgegraben-am Bellevue findet man genau das selbe nochmals... Antworten
Hätte man in Zürich auch auf die Euro verzichtet, wenn beim Expressbau des Letzi Knochen gefunden worden wären? Wohl kaum, da geht's um zu viel Geld. Hand aufs Herz. Das Verhältnis muss stimmen. Das Bellevue ist ein neuralgischer Verkehrsknotenpunkt; da muss die Baustelle so schnell wie möglich weg. Da stimmt Aufwand und Ertrag bei weitem nicht. Wir sind nachher nicht schlauer. Antworten
@ herbert frei: ich weiss woher ich komme, aus dem bauch meiner mutter. ich weiss woher sie kommt und ich kenne die geschichte meiner familie. dazu muss ich aber nicht 5000 jahre zurückgehen. es gibt schweiz-, europa- und weltweit genügend ort wo reste aus vergangener zeit gefunden wurden. es ist wirklich nicht nötig aus jedem neuen knochen ein jahrhundert ereignis zu machen. für 12 mio chf!!!!! Antworten
@Max Meier und Jan Kanderal: Man hätte die Expo02 auch nur mit Bratwurst und Bierzelten mit Sitzbänken durchführen können, das wäre kulturell sicher sehr wertvoll gewesen...... Nur weil Sie unsere Kultur nicht zu schätzen wissen, heisst das noch lange nicht, dass der Rest der Stadtbevölkerung unwissend bleiben möchte! Antworten
Bedeutende Funde aus der Stein- und Bronzezeit macht man nicht alle Tage, zumal vieles durch die dichte Bebauung der Schweiz schon zerstört ist. Es ist richtig, wenn man solche Funde sichert. Wer nicht weiss, woher er kommt, weiss auch nicht, wohin er geht. Antworten






Simon Gruber
Spart die 12 millionen ein - und schon ist ein Teil an den dringend nötigen Seetunnel bezahlt (den wir uns ja scheinbar nicht leisten können - zwei Feuersteine zu je 6 mio aber schon..) Antworten