Zürich

Verkauft die Stadt bald Gras und Hasch?

Die Stadt soll künftig Cannabis anbieten – kontrolliert und unter wissenschaftlicher Begleitung. Der Gemeinderat überweist heute Abend ein Postulat der Grünen.

Kiffende Jugendliche: Können sie sich künftig an einem Schalter im Stadthaus ihr Cannabis besorgen?

Kiffende Jugendliche: Können sie sich künftig an einem Schalter im Stadthaus ihr Cannabis besorgen?
Bild: Keystone

Umfrage

Soll die Stadt Zürich kontrolliert und unter wissenschaftlicher Begleitung Cannabis anbieten?

Ja

 
51.6%

Nein

 
48.4%

Verkauft wird unter Freunden

Die beschlagnahmten Mengen von Gras (Marihuana) und Haschisch sind in Zürich zwischen 2005 und 2009 stark gesunken. Aus diesen Zahlen Rückschlüsse auf Konsum und Handel zu ziehen, sei aber unmöglich, sagt Judith Hödl, Sprecherin der Stadtpolizei Zürich. «Die Werte hängen von einzelnen Sicherstellungen und der Polizeitaktik ab.» Generell habe sich der Cannabishandel in den letzten Jahren stark in den privaten Bereich verschoben. «Die Kanäle laufen fast immer über Bekannte.» Seit eineinhalb Jahren gibt es in Zürich gemäss Hödl keine Hanfshops mehr, die Gras verkaufen. Die Shops, die Ende der 90er-Jahre boomten, haben wegen juristischer Verfahren alle geschlossen. Auf dem Platzspitz oder den Seeanlagen bildeten sich aber immer wieder Szenen, in denen Cannabis gehandelt werde, sagt Hödl. In diesen Fällen schreite die Polizei ein. Sonst bilde die Verfolgung von Cannabis-Konsumenten keinen Schwerpunkt.

Die Polizei ist aufgrund des Betäubungsmittelgesetzes verpflichtet, auch Besitzer von kleinsten Mengen Cannabis zu verzeigen. Dieses gilt als illegale Substanz. Die Strafverfolgungsbehörden können aber bei Konsumenten in leichten Fällen auf eine Strafe verzichten. (bat)

Artikel zum Thema

Die Stadtzürcher Behörden sollen kontrolliert Cannabis verkaufen, dies forderten 2006 die grünen Gemeinderäte Bastien Girod und Matthias Probst. Das Postulat entsprach dem damaligen Zeitgeist. Vor vier Jahren schien die Legalisierung des Cannabis-Konsums kurz bevorzustehen. Doch die Stimmung kippte innert kurzer Zeit: Ende 2007 lehnten die eidgenössischen Räte eine Legalisierung ab. Ein Jahr später scheiterte die Hanfinitiative mit 65 Prozent an der Urne.

Seither ist Liberalisierungsdiskussion verstummt. Dass der Gemeinderat erst heute Abend über das grüne Postulat berät, liegt an der langen Traktandenliste des Stadtparlaments. Das Begehren wurde immer wieder aufgeschoben. An der Problematik habe sich trotz der verschleppten Behandlung nichts verändert, sagt Matthias Probst. «Es kiffen heute nicht weniger Menschen als vor vier Jahren.» Gemäss Bundesamt für Statistik greifen 500'000 Schweizer regelmässig zum Joint, was auf die Stadt Zürich umgerechnet etwa 30'000 ergibt.

Pilotversuch mit Cannabis-Verkauf

Das Anliegen von Probst und Girod (der 2007 in den Nationalrat gewählt wurde) geniesst breite politische Unterstützung. Eine Mehrheit aus Grünen, SP und Grünliberalen wird ihm heute Abend zustimmen. Und der Stadtrat ist bereit, das Anliegen zu prüfen. Dagegen sind namentlich SVP und FDP.

Gemäss Matthias Probst soll die Stadt als Pilotversuch an einem Schalter Cannabis verkaufen. Dabei sollen die Käuferprofile registriert und die Daten wissenschaftlich ausgewertet werden. «Diese Erfahrungen werden einen vernünftigen Umgang mit dem Cannabiskonsum erleichtern», sagt Probst. Ausserdem könnten Fachleute den Kontakt mit Jugendlichen suchen, die sehr viel kiffen. Es gehe vorerst nicht darum, die ganze Stadt mit Cannabis zu versorgen. Viele Fragen – ob die Stadt etwa das Cannabis auch an Auswärtige oder Touristen anbieten soll – stünden noch offen.

Pionierrolle für Zürich?

Klar sind für Probst die Vorteile: Der kontrollierte Verkauf, kombiniert mit Informationsveranstaltungen an Schulen, erlaube einen effektiven Jugendschutz und Qualitätskontrollen. Die Vermischung von weichen und harten Drogen werde verhindert. «Heute kaufen viele Jugendliche bei Dealern, die ihnen gleich noch andere, gefährlichere Drogen anbieten.» Ausserdem entzöge das staatliche Eingreifen dem Drogenhandel den Markt. «Die nationale Politik ist blockiert. Jetzt liegt es an Zürich, eine Pionierrolle zu übernehmen. Wie es die Stadt bereits mit der Heroinabgabe gemacht hat», sagt Probst.

SP und Grünliberale teilen diese Ansicht. Für die SP hat ein solcher Versuch aber nicht höchste Priorität, wichtiger sei, dass die Polizei kiffende Jugendliche nicht zu streng verfolge, sagt SP-Fraktionspräsidentin Min Li Marti. Die Grünliberalen sehen im staatlichen Cannabis-Verkauf den weiteren Vorteil, dass der Staat von Abgabesteuern profitieren könne. FDP-Fraktionspräsident Michael Baumer dagegen findet, die Cannabisfrage benötige eine nationale Regelung – obwohl manche in der FDP mit einer Liberalisierung sympathisierten. SVP-Fraktionspräsident Mauro Tuena sagt, Zürich könne nach dem klaren Volks-Nein nicht das Gegenteil machen. Ausserdem sei es widersprüchlich, wenn der Staat das Rauchen immer stärker einschränke und gleichzeitig Haschisch verkaufe. «Das verstehen die Jugendlichen nicht.»

Kleine Mengen mit Busse bestrafen

Beim zuständigen Gesundheits- und Umweltdepartement haben noch keine Vorbereitungen zum Cannabis-Verkauf stattgefunden. Vorsteherin Claudia Nielsen (SP) hat nach einem Ja des Gemeinderats zwei Jahre Zeit, die Umsetzbarkeit eines Pilotversuchs zu prüfen. In der Stadt Bern lehnte die Regierung ein ähnliches Begehren vor drei Jahren ab. Der Cannabis-Verkauf sei nur als Forschungsprojekt möglich. Und die Kantonsregierung habe sich dagegen ausgesprochen. Auf nationaler Ebene wird derzeit ein Kompromiss angestrebt. Das Kiffen soll künftig im Ordnungsbussenverfahren geahndet werden. Wen die Polizei mit kleinen Mengen Cannabis erwischt, würde nicht mehr verzeigt. Sondern zahlte eine einfache Busse, wie zum Beispiel Falschparkierer.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 15.06.2010, 23:14 Uhr

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44 Kommentare

Raphael scmidt

08.02.2012, 19:07 Uhr
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Ich verstehe nicht, warum viele Cannabis so in den Dreck ziehen !!?? "nur weil es verboten ist" Habe in meinen letzten zehn Jahren viel über die Szenen im Ausgang; Clubs, Rotlicht, etc erfahren und immer nur eines gelernt Alkohol führt in über 96% zu Schlägereien. Cannabis hingegen wird bereits medizinisch gegen krebs und div. anderen Erkrankungen angewendet. Und vielen gibt es eine innere Ruhe. Antworten


Axel Junker

22.07.2010, 20:13 Uhr
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Was kann passieren bei einem solchen Versuch? Letal Überdosierte? Steigerung des Konsumenten-Aggressionspotentials? Ausufernde Begleit-Kriminalität? Wenn der Staat - in Deutschland wie in der Schweiz oder in den Niederlanden - staatliche Heroinprogramme begleitet und fördert, dann sollte die Frage nach legalem Zugang zu Cannabis nicht gestellt werden - sondern schlicht gehandelt. Baldmöglichst! Antworten


claudia maurer

17.06.2010, 19:59 Uhr
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1. glaube ich nicht das cannabis gratis agegeben wird..2. noch hat das was mit rauchverbot zu tun. mann kann ja rauchen, aber nicht mit denen die es nicht wollen.. das find ich als raucher total verständlich. aber cannabis wird heute auch mit lsd und anderen drogen vermischt, wovon viele jugentliche keine ahnung haben. herion haben wir auch,gelernt, staatli. abzugeben; und das resultat war positiv Antworten


christoph scheidegger

17.06.2010, 17:43 Uhr
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dem frotschrittlichen gemeinderat der stadt zürich, ist zu gratulieren, denn schon in der bibel seht's geschrieben, das wegen dem günen kraut... man vergleiche mit : genesis; 1. mose, kapitel 1, vers 11 und aber auch mit 1. mose, kapitel 9, vers 3. Antworten


Roger Schneider

17.06.2010, 16:39 Uhr
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Die Drogenprohibition ist ein völliger Fremdkörper im Strafrecht, zudem erleben wir seit Jahrzehnten, dass sie nicht funktioniert und nur den Kriminellen nützt. Der Entscheid des Stadtparlaments ist zwar noch keine Legalisierung aber ein Schritt in die richtige Richtung. Bravo SP & Grüne! @haber: Die FDP ist leider seit langem nur noch wirtschaftsliberal - purer Etikettenschwindel. Schade. Antworten


Peter Camenzind

17.06.2010, 16:00 Uhr
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Kindisches Getue unserer Gruenen, und die Roten - halt die Linken und Netten - unterstuetzen diesen Unsinn auch noch. Eine solche Debatte gehoert auf den Pausenplatz der Oberstufenschueler, aber nicht in den Gemeinderat der Stadt Zuerich. Aber vielleicht ist dies ein Hinweis auf das Weltbild der Linken. Man engagiert sich halt fuer das, was einem am naechsten liegt... Antworten


Christoph Geiser

17.06.2010, 14:58 Uhr
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Endlich! Nebenbei: Rauchen ist nach wie vor erlaubt und bei der Alkoholproduktion hat der Staat Vorschriften erlassen und es wird gewährleistet, dass kein Methylalkohol in den Handel kommt. Von wegen, der mischt da nicht mit... Wissenschaftliche Erkenntnisse sind immer gut, ich lass mich da registrieren wenn mir so ein Anmeldefackel in die Hände kommt. Antworten


Alfred Schuster

17.06.2010, 14:32 Uhr
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Man sollte alle Drogen legalisieren, denn der Konsum findet sowieso statt. Mit einer Legalisierung verschwinden die elenden Dealer und man kann die Jugend frühzeitig realistisch über den Drogenkonsum aufklären. Antworten


Ruthild Auf der Maur

17.06.2010, 13:16 Uhr
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Interessant. Das Rauchen wurde verboten, dass Kiffen hingegen soll gefördert werden. Und wo sollen die Kiffer ihr Kräutchen geniessen? Am Arbeitsplatz, im Restaurant? In Zürich hat wohl bereits die Mafia das Sagen. Das erklärt auch die Verweigerung von Bordellen, dafür darf die Bevölkerung den Strassenstrich in Kauf nehmen und sonstige eigenartige Massnahmen der Zürcher Stadt-Regierung. Antworten


Ernst Walker

17.06.2010, 12:11 Uhr
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Die Schweiz nimmt sich doch häufig die USA zum Vorbild, warum nicht auch in Bezug auf die entkriminalisierung von Cannabis. Dort wurde ja seinerzeit auf Wunsch der Kunststoffindustrie der Hanf mit allen möglichen Mitteln bekämpft, aber heute kann man bereits in vielen Staaten legal gegen Rezept Cannabis einkaufen. Selber rauche seit 30 Jahren Cannabis und bin auch kein Gesetzesbrecher. Antworten


Peter Rossi

17.06.2010, 11:29 Uhr
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Cannabis ist nicht das „Teufelszeug“ unserer Gesellschaft, sondern der Alkohol wenn ich an die besoffenen, randalierenden,prügelnden Kampftrinker denke.Es stellt sich auch kein Kater mit Entzug ein und bekiffte Jugendliche schlagen nicht gleich zu. Nur verdient die Wirtschaft enorm am Alkohol. Daher finde ich die Idee der Stadt Zürich gut. Alkohol unbedingt verteuern und Cannabis liberalisieren. Antworten


Marco Keller

17.06.2010, 10:03 Uhr
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Die schlimmsten Drogen mit den meisten Toten sind noch immer Alkohol und Tabak!! Scheinheilge Doppelmoral, der Bürgerlichen. Saufen ok, kiffen nein.... Antworten


Hanspeter Schwabacher

17.06.2010, 09:50 Uhr
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1 Rappen für 1 Kilo - das ist auch "verkauft". Subventionieren müssen es wohl die Steuerzahler! Antworten


Peter Hüppi

17.06.2010, 09:35 Uhr
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Ist doch paradox: Auf der einen Seite gilt das Rauchverbot, auf der anderen Seite will man Cannabis legalisieren. Unsere Politik ist zum Brüllen. Antworten


Roger weber

16.06.2010, 20:45 Uhr
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Cannabis vom Staat? Bin ich kleinlich oder läuft hier wieder einmal etwas schief? Aber wenn von Bürgern gewählte Politiker auf diese Art und Weise das Gesetz umgehen, sprich ändern wollen, dann verstehe ich wieso Politiker kein Vertrauen geniessen. Ich habe für meine Gesundheit das Rauchen aufgegeben und nun will der Staat zum Wohl des Bürgers Drogen abgeben? 'Es lebe die 68-er (und deren Kinder) Antworten


Franz Brunner

16.06.2010, 19:19 Uhr
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alles soll freigegeben werden, aber erst wenn die individuelle krankenkasse eingeführt ist (so wie bei der autoversicherung)---dann kann von mir aus jeder machen was er will, ob nun rauchen oder gruppensaufen, nach mehrfachen beinbrüchen und rückenschaden sofort wieder extremsport etc etc Antworten


Leo Mosconi

16.06.2010, 17:22 Uhr
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Wissenschaftlich auswerten...hallo haben die zu viel geraucht?! Wer möchte sich untersuchen lassen und welcher Kiffer möchte sich vorschreiben lassen was zuviel ist. Entweder legalisieren in Coffeeshops mit Eintritt ab 21, sonst gar nichts. Problem ist eifach die Joints müssen Pur geraucht werden, da das Rauchen von Tabak nun verboten wurde. Antworten


Christoph Geiser

16.06.2010, 16:43 Uhr
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Man könnte ja teilweise meinen, die Welt stehe wegen des Cannabis kurz vor dem kippen... Autofahren ist auch sehr ungesund, Joggen zerstört die Gelenke und vom Blitz kann man auch getroffen werden. 70% aller Todesfälle geschehen in den ersten 10 Minuten nach dem Aufstehen. Mir scheint, man braucht kein THC um paranoid zu sein. Antworten


rudi haab

16.06.2010, 15:12 Uhr
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Zum wohl der kiffenden Bevölkerung müsste unbedingt so schnell wie möglich Cannabis legal und kontrolliert verkauft werden. Reines und ungestrecktes Hanf/Hash ist wichtig, der Konsument soll wissen was er raucht. Herkunft, Sorte, Wirkung, Genetischer Hintergrund und THC-Gehalt sollte deklariert werden. I Antworten


tom meyer

16.06.2010, 13:57 Uhr
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o.k.hanfkonsum ist nicht so harmlos wie vielfach verbreitet ist. vorallem für jugendliche, dessen gehirn im wachstum ist, oder menschen mit psychischen problemen (versteckte Psychosen) ich sehe, das die meisten, Erwachsenen (ich auch) einen vernünftigen umgang mit der droge pflegen. es gibt schadstoffreie konsumformen (Verdampfer) BBC Dok ABC der drogen, für a. d. hier unwahrheiten verbreiten Antworten


Antonio Montana

16.06.2010, 12:47 Uhr
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...der Staat, mein bester Kunde ;-) Antworten


Oskar Kuhn

16.06.2010, 11:53 Uhr
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Ich als junger(ich bin Volljährig) Zürcher und Cannabiskonsument bin der Meinung, dass das Kiffen jedem seine eigene entscheidung ist ob er will oder nicht!! Es gibt auch menschen welche nicht ohne Alkohol auskommen, weshalb sollte ich dann am Abend nicht Kiffen dürfen, wenn sich andere hemmungslos betrinken?? Ich bin für dieses Experiment, und werde es hoffentlich nutzen können!!!!! Antworten


Walter Meyer

16.06.2010, 11:45 Uhr
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Cannabis ist schon lange eine politische Mücke, die von den Gegnern zum Elefanten aufgeblasen wird, bis sie fast platzt. Gut wenn da wieder mal der Zug Richtung Liberalisierung geht und zu einer Entmystifizierung. In einer Zeit, wo sich viele Politiker Sorgen machen weil 20 Nasen Burkas tragen und die liberale Kultur lieber opfern, als sie zu schützen, tut so ein Vorstoss mal wieder richtig gut. Antworten


wilfried meiners

16.06.2010, 11:44 Uhr
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Es werden jetzt dan bald alle Suchtmittel kontroliert abgegeben. Wann wird Tabak,Bier, Schnaps und Wein kontroliert abgegeben, das sind die Drogen Nummer 1? Antworten


Gerhard Keller

16.06.2010, 11:42 Uhr
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Prost, solch undifferenzierte Betrachtungsweise à la Marti und Zaky ist es, welche noch lange harmlose Hanfgebraucher kriminalisieren, stigmatisieren, traumatisieren und verfolgen lassen wird. Nur ein verschwindend kleiner Bruchteil bekommt damit Probleme wegen vorbestehender psychischer Probleme, wie beim legalen Alkohol. Als Tee genossen fällt das Argument des schädlichen übrigens Rauchs weg. Antworten


Richard Marti

16.06.2010, 10:59 Uhr
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Die ganze Debatte hier als auch der Vorstoss ist komplett sinnlos. Das Betäubungsmittelgesetz ist eindeutig und "19'000 Linien Koks à 0,1 Gramm" werden pro Samstag in der Stadt ZH konsumiert (TAOnline 04.06.), gemäss der PRO-Argumentation müsste denn auch Kokain von der Stadt verkauft werden! Antworten


Ruth Vonmoos

16.06.2010, 10:52 Uhr
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Cannabis wird auf der einen Seite verteufelt, auf der anderen Seite verharmlost.Bestimmt ist es nicht eine Einstiegsdroge,trotzdem muss mal ganz klar differenziert werden,dass auch Cannabis sehr grosse Folgewirkungen haben kann,vor allem psychische.Dass Alkohol nicht weniger gefährlich ist,bestreitet niemand,sollte jedoch nicht als Argument gebracht werden um andere Drogen zu legalisieren Antworten


Jean Weiss

16.06.2010, 10:47 Uhr
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Sehr gut. Man sollte sich auch überlegen Killergames kontroliert an Süchtige abzugeben. Heja, wenns Geld bringt... Antworten


Alois Bachmann

16.06.2010, 10:38 Uhr
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Für Erwachsene sollte eine solche Abgabe realisiert werden! Finde es eine Zumutung, wenn ich für Gras mit Leuten in Kontakt komme, welche harte Drogen dealen.... @Karin Zaky: Ist es so wie jetzt sinnvoller? THC-Gehalt über 30%, vor ca. 10 Jahren waren es noch 10%.... Da von Steuerabgaben geschrieben wurde, wieso sollte dann plötzlich der Alkohol gratis abgegeben werden? Antworten


Chadischa Leuenberger

16.06.2010, 10:22 Uhr
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Das Cannabis kann gekauft werden, es wird nicht gratis geliefert, Frau Zaky. Wieso also Alkohol gratis liefern? Tatsache ist, dass jeder der will Cannabis kaufen kann, aber der Staat eben noch nichts daran verdient. Wenn es legal gekauft werden könnte, würde sicher eine Steuer darauf gelegt. Antworten


Urs Brunner

16.06.2010, 10:21 Uhr
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@Zaky: Wer redet denn von gratis?? Die verkaufen das Zeug, das ist doch eine gute Einnahmequelle. Mir ist lieber der Staat kriegt das Geld als irgendwelche Mafiosi. Antworten


Alain Burlet

16.06.2010, 10:13 Uhr
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@Karin Zaky: Da müssen sie schon einen Unterschied machen zwischen dem Genusstrinker und dem Alkoholiker, sowie zwischen dem Genusskiffer und dem Junkie. Tatsache ist, dass viele Leute kiffen und dass diese Entwicklung beobachtet und reguliert werden muss. Die Welt ist dann verrückt, wenn die Politik nur Verbote ausspricht und anschliessend der Schwarzmarkt (Dealer) die Oberhand erhält. Antworten


Axel Junker

16.06.2010, 10:12 Uhr
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Ähnlich sinnvolle Vorhaben werden auch für Kopenhagen diskutiert. Warum der Mafia die Profite überlassen, wenn sich überdies satte Einnahmen aus dem einhergegenden Tourismus erwirtschaften lassen? In den USA ist der Zugang zu Cannabis unter dem Deckmantel medizinischer Verwendung für 21jährige erleichtert worden. Die dort erzielten Gewinne sind ebenso beachtlich wie die Steuerabgaben. REGULATAX ! Antworten


Franz Huber

16.06.2010, 10:06 Uhr
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an Karin Zaky Sagt ja niemand was von gratis, Verkaufen soll man es und genauso wie beim Alkohol und Tabak (beides weitaus gravierender für die Gesundheit als Hanf) besteuern. Staat gewinnt Steuern, Konsument kriegt gute Qualität und die Kriminellen machen weniger Geld. Alle gewinnen - ausser den Kriminellen. Auf welcher Seite steht die SVP und FDP? Antworten


Andreas Kyriacou

16.06.2010, 10:06 Uhr
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@W Jenne: Es ist richtig, Cannabis ist nicht für alle harmlos. V.a. bei jungen Männern steigt bei starkem Konsum die Wahrscheinlichkeit, an Schizophrenie zu erkranken. Doch genau hier kann eine kontrollierte Abgabe ansetzen. Im Gegensatz zum Strassenverkauf ist es möglich (und zwingend), Konsumenten auf Risiken hinzuweisen. Das führt eher zu einem verantwortungsvollen Umgang als illegaler Handel. Antworten


Ivan Casale

16.06.2010, 10:01 Uhr
Melden

Hasch hin, Hasch her. Es wurde gesagt: Rauchen ist gefährlich, für Mitmenschen und den Raucher. Wenn Zigaretten so verteufelt werden, warum nicht auch der Joint? Verbrennt dieser Rauch nicht auch die Zellen? Wie kann die Stadt gewissen Menschen etwas geben und andere (egal ob "kleine" Busse) bestrafen? Ich sehe immer mehr Willkür um mich herum, das macht mich sehr wütend. Antworten


Marc Michel

16.06.2010, 09:33 Uhr
Melden

@Jenne Und Alkohol hat keine gravierend Nebenwirkungen??? Wieso kapieren die Leute nicht endlich das es immer auf die Dosis ankommt? Klar das ich an der Gesellschaft nicht teilnehmen kann wenn ich täglich 10 Joints rauche, genau so wenig wie wenn ich täglich 3 Flaschen Wein rein kippe... Antworten


Arnold Hauser

16.06.2010, 09:22 Uhr
Melden

Zweischneidig. Drogen sind eine gute Sache - WENN man damit umgehen kann. Da die Mehrheit der Bevölkerung ja nicht mal mit Alkohol umgehen kann, bin ich gegen eine staatliche Abgabe. Das eigentliche Problem ist doch, ob wir die Bürger via Gesetzbuch erziehen können/ sollen. Denn mit Freiheit, konnten wir noch nie umgehen. Antworten


Karin Zaky

16.06.2010, 09:12 Uhr
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Dann soll die Stadt doch bitteschön dem Alkoholiker auch gleich gratis und franko die Flasche inklusive einem sauberen Glas liefern. Was für eine verrückte Welt - oder haben es gewisse Politiker, die ich im Prinzip sonst durchaus wählbar finde, was ich in Zukunft zu überdenken habe- nötig, sich wieder mal in den Medien zu finden - koste es was es wolle? Antworten


Stefan Vogel

16.06.2010, 09:11 Uhr
Melden

"hat aber solch gravierende Nebenwirkungen, dass es nicht legal auf die Strasse gehört". Dann nehmt auch den Alkohol von der Strasse. Die alkohol Wracks die man täglich sieht sind wohl in der Mehrzahl. Antworten


Johann Meyer

16.06.2010, 09:01 Uhr
Melden

In jedem Freundschaftskreis gibt es jemand bei dem man Gras beziehen könnte. Es kiffen so viele Personen, vor allem in der Stadt Zürich, das ein Verbot schon längstens absolut lächerlich ist. Es kriminalisiert mehr hauptsächlich absolut normale Bürger als es denn Konsum oder den Verkauf verhindert. Also legalisiert es und verdient damit auch noch gutes Geld... Antworten


Wolfgang Jenne

16.06.2010, 08:34 Uhr
Melden

Bis vor 2 Jahren war ich auch für die Legalisierung von Cannabis. Seit ich aber in der Familie so einen Fall hatte, bin ich strikt dagegen. Cannabis macht zwar physisch nicht abhängig, hat aber solch gravierende Nebenwirkungen, dass es nicht legal auf die Strasse gehört! Antworten


peter haber

16.06.2010, 08:17 Uhr
Melden

Die FDP, das sind doch "die liberalen"? Sie sollten dann wenigstens gezwungen werden ihren irrefuhrenden nahmen zu wechseln. Es leuchtet mir nicht ein wie sog. liberalen dafür sein können dass eine relativ harmlose pflanze noch immer dämonisiert und verboten wird. Es sind übrigens nicht nur judendliche die hanf mögen, und auch nicht nur raucher (auch essen & dampf). Antworten


Andreas Weber

16.06.2010, 08:13 Uhr
Melden

"Das Anliegen von Probst und Girod (der 2007 in den Nationalrat gewählt wurde) geniesst BREITE politische Unterstützung." Wie breit muss man sein um zu glauben, dass dieses Postulat auch nur den Hauch einer Chance hat? Und wenn es überhaupt durchkäme: Wird jeder, der am Schalter Gras kauft, dann gleich durch einen daneben stehenden Polizisten mit einer der neuen Ordnungsbussen beglückt? Antworten



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