Zürich

Startseite · Abo · Immobilien · Job · Auto · Kleinanzeigen

Verschiebung des MFO-Baus: Jetzt stellt sich die ABB quer

Von Benno Gasser. Aktualisiert am 03.09.2009 8 Kommentare

Das historische Backsteinhaus beim Bahnhof Oerlikon muss weg. Doch anstatt es abzureissen könnte das MFO-Haus um 80 Meter verschoben werden – doch dafür will die ABB Geld von der SBB.

120 Jahre alt, eine ungewisse Zukunft: Das ehemalige Verwaltungsgebäude beim Bahnhof Oerlikon.

Peter Lauth

Artikel zum Thema

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Das markante Backsteingebäude neben dem Gleisfeld beim Bahnhof Oerlikon ist einer der letzten Zeugen der Industriegeschichte des Quartiers. Das Haus stammt aus dem Jahr 1889 und diente der einstigen Werkzeug- und Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) als repräsentatives Verwaltungsgebäude.

Nach 120 Jahren muss das Haus von seinem angestammten Platz weichen, weil die SBB zwei neue Gleise planen und den Bahnkorridor von Zürich nach Winterthur ausbauen. Das Gebäude liesse sich allerdings retten, indem man es um 63 Meter nach Westen verschieben würde, wie eine Machbarkeitsstudie ergab.

Auf privatem Grund

Ein Teil des historischen Baus würde nach dem Umzug auf privatem Grund stehen. Diese 468 Quadratmeter gehören der Immobilienfirma Swiss Prime Site (SPS). Ihr gehört auch der gläserne Bürokomplex in unmittelbarer Nähe. Der andere Teil käme auf städtischen Boden zu stehen. Diese 372 Quadratmeter grosse Fläche im Wert von rund 400'000 Franken würde die Stadt der SPS überlassen, wenn die Firma die zwei Millionen Franken teure Verschiebung des MFO-Gebäudes bezahlt. Die SPS würde Besitzerin des Gebäudes.

Mitte April lehnte die SPS die Verschiebungspläne ab. Wegen des MFO-Gebäudes wäre der Bürokomplex nicht mehr richtig sichtbar und liesse sich dadurch schlechter vermieten, sagte Peter Lehmann, CIO bei der SPS. Mittlerweile hat bei der Immobilienfirma ein Umdenken stattgefunden. Sie will nun Hand bieten für die Gebäudeverschiebung.

Nun stellt sich die ABB quer. Der Industriekonzern fordert als Besitzerin des MFO-Gebäudes von den SBB eine Entschädigung, wie der TA aus gut informierten Quellen weiss. Die ABB will sich derzeit nicht dazu äussern. Die SBB weigern sich aber zu zahlen. Für das MFO-Gebäude gebe es kein Geld, weil in den Sonderbauvorschriften im Zentrum Zürich Nord der Abbruch des Gebäudes vorgesehen sei, sagt SBB-Sprecher Daniele Pallecchi. «Gemäss Rahmenvertrag ist die ABB verpflichtet, das Gebäude unentgeltlich abzubrechen.» Der Ball liegt nun beim Bundesamt für Verkehr. Doch die Zeit drängt. Weil auch die SBB das Gebäude retten möchten, suchen die Bauspezialisten nach Möglichkeiten, die Gleisbauarbeiten zu verschieben. Bis wann eine Lösung auf dem Tisch liegen muss, um den MFO-Bau zu retten, konnte Pallecchi nicht sagen.

Mehr Nachrichten und Hintergründe aus der Stadt Zürich gibt es täglich im Regionalbund des Tages-Anzeigers. Schreiben Sie direkt an stadt@tages-anzeiger.ch (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.09.2009, 20:15 Uhr

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

8 Kommentare

Barbara Grunder

03.09.2009, 08:06 Uhr
Melden

Wie lange geht diese Planung der SBB, denke mir nicht erst seit 14 Tagen.Planungs-Chaos wie immer, zusammen 1 Lösung zu finden, anstatt zu streiten, dafür reichts ja wohl wieder mal nicht! Antworten


Franz Klammer

03.09.2009, 12:37 Uhr
Melden

Was gibt es hier zu streiten. SBB will bauen? Ja dann soll Sie auch zahlen für die Verschiebung. Haus ist Denkmalgeschützt also bleibt nichts anderes übrig als auch eine Entschädigung für die Wertmindereung der angrenzenden Liegenschaft zu entgelten. Wenn die SBB schon am Kunden sparen dann sollen Sie wenigsten hier nicht knausern. Antworten



Zürich

Populär auf Facebook – Privatsphäre

Lokalverzeichnis

Werbung

AKTUELLE KADERSTELLEN

Marktplatz

Umfrage

Am 17. Juni stimmen wir darüber ab: Würden Sie die Volksinitiative «Freie Schulwahl für alle ab der 4. Klasse» heute annehmen?




Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.