Viadukt: Umbau zur Einkaufsmeile hat begonnen

Von Felix Schindler. Aktualisiert am 13.07.2010

Im Eisenbahnviadukt im Kreis 5 sind die Bagger aufgefahren. Bis 2010 entstehen dort neue Ladenlokale und eine Markthalle. Heute wurde bekannt gegeben, wer sich in den Bögen einmieten wird.

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Hier entsteht die erste gedeckte Markthalle Zürichs: Die Erschliessungsarbeiten wurden eben abgeschlossen.
Bild: Ralf Hut

   

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Mit einem Jahr Verspätung haben die Bauarbeiten am Eisenbahnviadukt im Kreis 5 begonnen. Doch allem Anschein nach lohnt sich das Warten: Heute Dienstagmorgen orientierten die Projektverantwortlichen über den Umbau und die künftige Ausrichtung des Industriedenkmals. In den 51 Viaduktbögen zwischen der Limmatstrasse und den Bahngleisen soll ein «linearer Park» entstehen, wie der Architekt Daniel Niggli das Projekt umschreibt. Die Bahnlinie, die das Quartier in zwei Teile zerschnitt, soll im Frühjahr 2010 zur «Vernetzungsmaschine» des gesamten Einzugsgebietes werden.

Dessen Herzstück dürfte wohl die geplante Markthalle werden, die erste in der Stadt Zürich. Dort sollen an rund 50 Marktständen während sechs Tagen jeweils 12 Stunden lang zahlreiche Spezialitäten aus der Region oder dem nahen Ausland angeboten werden. Rund die Hälfte der Plätze sind bereits vermietet – etwa an die Vinothek Südhang, die Fischhandlung Braschler’s Comestibles oder die Bäckerei des Behindertenwerks St. Jakob.

Keine Parkplätze, kein Szenetempel

Ausserdem wird im Viadukt ein Restaurant eröffnet, das seine Produkte vornehmlich im angrenzenden Markt beziehen wird, wie Stefan Tamò von der Gasometer AG erläutert: «Ich stelle mir vor, dass der Küchenchef am Morgen eine Runde durch den Markt macht und entscheidet, was er einkaufen und verarbeiten wird.» Dafür verspricht er, dass das Restaurant nicht zu einem Szenetempel verkommen werde.

Nicht nur die Bausubstanz und das Konzept der künftigen Shoppingmeile im Kreis 5 sind aussergewöhnlich. Das ist auch die Tatsache, dass keine Parkplätze vorgesehen sind. «Wer im Viadukt einkaufen will, der muss zu Fuss oder mit dem Velo kommen», so der Präsident der Stiftung PWG, die Bauherrin des Projektes. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 13.07.2010, 11:30 Uhr

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