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Viaduktbögen sind komplett

Morgen Samstag wird das Herzstück der Gleisbögen, die Markthalle, eröffnet. Vor allem Gourmets, die Frischprodukte aus der Nähe schätzen, werden hier glücklich.

1/12 Die Markthalle, das Herzstück des Eisenbahnviadukts.
Christoph Landolt

   

Nach fünf Jahren des Bauens und Entwickelns fühlt sich Daniel Niggli «wie eine italienische Mamma, die für ihren 43-jährigen Sohn endlich eine eigene Wohnung gefunden hat». Der Architekt des Büros EM2N ist zufrieden, aber auch erleichtert, dass das Herzstück des Viaduktbogens, die Markthalle, endlich eröffnet werden kann.

Dass der Weg von den leerstehenden Mauerbögen bis zur Shoppingmeile steinig war, liessen die etwas launigen Reden vermuten, die Architekt und Bauherr einen Tag vor dem offiziellen Einweihungsfest vor den Medien hielten. Wegen unzähligen Bedingungen mussten mit den städtischen Behörden Verhandlungen geführt werden – selbst die Hinterlassenschaften von verirrten Vögeln wurden diskutiert. Schliesslich wurde die erste Markthalle Zürichs anders als die mediterranten Vorbilder nicht luftig und offen belassen, sondern mit Glas und Beton zugemacht. Das fördert nicht nur die Hygiene, sondern hält auch warm. Ein Kaffee in einem der höhlenartigen Gleisbögen bleibt damit auch im Winter ein Genuss.

Augenschmaus

Ab morgen Samstag können auch die Zürcherinnen und Zürcher zwischen den Marktständen flanieren. Die 14 Bögen der Halle sind – anders als die 36 restlichen im 500 Meter langen Viadukt – ausschliesslich Lebensmittelhändlern und Bauern vorbehalten. Die meisten Produkte stammen aus dem Inland, von einigen Ausnahmen abgesehen findet sich kaum etwas aus Übersee. Doch nicht nur Gourmets kommen voll auf ihre Kosten – die farbenprächtigen Auslagen der rund 50 Anbieter schmeicheln auch dem Auge. Derart appetitlich wie in den Markthallen war Einkaufen lange nicht mehr.

Die Betreiber hoffen, dass sich «Im Viadukt» zu einem neuen Treffpunkt entwickelt, der die bisher getrennten Quartierteile im Kreis 5 mit «Genuss, Ästhetik und Kreativität» verbindet. Die Eröffnung der Markthalle soll aber auch die Umsätze in sämtlichen Geschäften auf ein höheres Niveau bringen. Wegen der aufwendigen Gebäudetechnik kostete die ganze Meile rund 34 Millionen – 8 mehr als ursprünglich geplant. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.09.2010, 14:32 Uhr

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6 Kommentare

Max Müller

05.09.2010, 22:33 Uhr
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Jetzt fehlt nur noch die Information, dass die gesamte Anlage über eine Stiftung finanziert wird, die der Stadt gehört. Wirtschaftlicher Erfolg steht vermutlich nicht im Vordergrund, Hauptsache ist wohl "Jung", "Urban", "Multikulturell". Anders lässt sich der doch etwas seltsame Angebots-Mix nicht erklären. Antworten


Noël Delaloye

04.09.2010, 08:56 Uhr
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Hallo Bravo Sehr gut gémacht. Bravo und Danke Antworten


Cedric Gehrer

03.09.2010, 17:04 Uhr
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Freue mich schon, da mal reinzuschauen. Wenns architektonisch nicht überbordet, kann man in Zürich offenbar auch schöne Dinge machen. Schade, dass man sonst nicht mehr Mut hat, in unserer Stadt des Mittelmasses und der architektonischen Duckmäuserei! Antworten


kurt bär

03.09.2010, 16:56 Uhr
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Fantastisch dass Zürich dies letztlich auf die Rolle gekriegt hat. Ich freue mich auf den ersten Besuch. Die Mehrkosten sind okay.... Who cares ? Zürich wirft täglich tonnenweise Geld aus dem Fenster für unnütze Projekte und anderen Gugus. Zürich West entwickelt sich super und ich als "Seebueb" komme gerne in diesen äusserst dynamischen Stadtteil. Hier geht die Musik ab und wie !!! Antworten


Andre-Marie Ruf

03.09.2010, 16:47 Uhr
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Nichts für ungut, aber das sieht ja aus wie in einer Uni-Mensa. Markthallen leben doch gerade vom Charme vergangener Tage. Antworten


Peter Imboden

03.09.2010, 15:28 Uhr
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Cool, wieder mal was tolles in Zürich... Antworten



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