Zürich

«Vielleicht kommt ein Neuer, der besser ist als ich»

Edelclub-Besitzer Carl Hirschmann schliesst sein Restaurant und sucht einen Nachfolger für seinen Club Saint Germain an der Bahnhofstrasse.

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Will nicht ewig Club-Betreiber bleiben: Carl Hirschmann plant nach 30 den Rückzug.
Bild: Dominique Meienberger

   

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Carl Hirschmann, vor wenigen Monaten wurde das umgebaute Restaurant neu eingeweiht. Nun schliesst es ganz. Spüren Sie die Finanzkrise?
Gute Frage. Der Entscheid, das Restaurant zu schliessen, hat mit den Finanzen nicht viel zu tun. Das Restaurant war keine Cashmaschine, sondern eher eine Prestige-Sache. Viel Geld verloren haben wir durch das Restaurant aber nicht. Der Spagat Restaurant-Club in einem Raum war zu kompliziert, wir haben uns für den Club entschieden. Das ist unser Kerngeschäft.

Trotzdem scheint das Interesse am Restaurant klein zu sein. Augenzeugen sprechen von teilweise nur zwei Gästen pro Mittag?
Das hat es sicher schon gegeben, gibt es in diesen Zeiten aber auch in anderen Restaurants.

Wie läuft denn der Club?
Der Club läuft sehr gut.

Wenn dem so ist, wieso bauen Sie im Sommer den Club komplett um?
Das hat mit der Schliessung des Restaurants zu tun. Restaurant und Club sind ja im selben Raum. Bis jetzt war das Dekor stark an das Restaurant gebunden, wir wollen aber nur noch Club sein, darum der Umbau. Zudem können wir so mehr Corporate Events durchführen.

Kommt es zu Entlassungen, was passiert mit den Mitarbeitern des Restaurants?
Die werden von unserem Restaurant-Manager Marc Wyss übernommen. Er braucht neue Mitarbeiter für sein Lokal in Herrliberg.

Heute Abend sind offenbar alle Frauen zum gratis Essen und trinken eingeladen bis Mitternacht. Wie geht das für Sie finanziell auf? Sie haben ja Fixkosten, Personal und keinen billigen DJ?
Das heute ist sozusagen mein Last-Dinner im Saint Germain. Ich habe darum Freundinnen und bekannte Frauen eingeladen, um diesen Moment zu feiern.

Sie bauen im Sommer den Club komplett um. Danach machen Sie sich auf die Suche nach einem Nachfolger. Haben Sie genug vom Nachtleben?
Vom Nachtleben werde ich als Gast nie genug haben. Aber ich bin Realist und möchte mich nicht festbeissen an meinem Clubbesitzer-Stühlchen. In zwei bis drei Jahren bin ich über 30, vielleicht kommt ein neuer, der besser ist als ich. Einer, der neue Ideen und Netzwerke mitbringt. Zudem möchte ich irgendwann meiner Frau und meinen Kindern etwas anderes erzählen, als dass ich Clubbesitzer an der Bahnhofstrasse bin.

Bleiben Sie aber der Besitzer oder kommt ein Verkauf des Clubs in Frage?
Ein Verkauf kommt zurzeit nicht in Frage. Aber wenn jemand das nötige Geld hat, ist leider fast nichts unverkäuflich.

Was für Projekte stehen an für die Zeit danach?
Nebst der Gründung einer Familie in den nächsten Jahren interessiere ich mich stark für die Immobilienbranche als Unternehmer, und für die Filmbranche, um meine Kreativität auszuleben. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.04.2009, 13:39 Uhr

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32 Kommentare

HAPE Lehmann

06.11.2009, 13:02 Uhr
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Jetzt hatts doch noch funktioniert; endlich sitzt er der Karli! Bravo. Antworten


erich rothenbuehler

06.11.2009, 08:50 Uhr
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Wie heisst es doch so schön: Auch Millionen schützen vor Dummheit nicht. (Uebrigens, Paris Hilton kann man wohl kaum als internationalen Star bezeichnen) Antworten


Blanca Koller

05.11.2009, 12:40 Uhr
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Falls sich die Anschuldigen gegen Carl Hirschmann wegen Vergewaltigungen von Minderjärigen als wahr herausstellen, soll er dafür im Gefängnis schmoren, so wie Romn Polanski. Hildegard Schwaninger hat es auf den Punkt gebracht, indem sie ihm solche Delikte zutraut. Sie ist eine seriöse Journalistin und das Wort "Klatschkolluministin) ist für mich ein Affront. Antworten


Frank Müller

24.04.2009, 21:09 Uhr
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Auf der einen Seite war es seit dem frühzeitigen Abgang von Nico Maeder klar, dass es so rauskommen wird. Hirschmann hatte seit eh und je nicht den Biss,etwas zu Ende zu führen. Andererseits hat der Club nie eine echte Chance erhalten. Lokalhelden des Zürcher Nachtlebens hatten zuviel Angst um Ihre alternativ angehauchten Clubs. und haben sich unsäglich verhalten. Zürich wird nie Weltstadt sein... Antworten


Müller Rudy

24.04.2009, 19:44 Uhr
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Weder der Club, noch die Leute, die darin verkehren sagen mir zu. Fairerweise sollte hier trotzdem mal angebracht werden, dass Carl Hirschmann etwas auf die Beine gestellt hat! Antworten


Simon Vonlanthen

24.04.2009, 18:53 Uhr
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Immerhin hat es Herr Hirschmann geschafft, ein Lokal an allerbester Lage zu eröffnen, über das mindestens eine Weile lang überall berichtet wurde. Er hätte ja auch einfach auf die faule Haut liegen, in der Welt rumreisen, Formel 1 Rennen besuchen, shoppen, die besten Hotels ausprobieren oder mal in den SIA Suites fliegen können. Wie ich das machen würde, wenn ich ein Millionenerbe wäre. Antworten


Marianne Steiner

24.04.2009, 17:24 Uhr
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An alle giftspritzenden Kommentatoren: Einen Gastrobetrieb gewinnbringend zu führen ist nicht einfach. Sollten Sie, was ich nicht hoffe und Ihnen auf keinen Fall wünsche, arbeitslos werden, dann können Sie es ja versuchen. Viel Glück. Antworten


Olivier Hitschmann

24.04.2009, 16:29 Uhr
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Peter Studer, was hat er denn im Leben geleistet ? Amüsiere mich über so viel Neid und Frustation von Versagern. Antworten


Richard Marti

24.04.2009, 16:27 Uhr
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Armer Carl: Steht er doch immer vor der Behauptung, dass er es ohne Papis Geld gar nicht schaffen würde. Alles was er anpackt ist von kurzer Dauer und immer machen es ihm die anderen kaputt, die bösen Neider. Der Bub wird es euch schon noch zeigen, wartet nur ab! Antworten


Martin Meier

24.04.2009, 16:10 Uhr
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Ich wollte den Club mal besuchen, aber ein Bekannter hat mir gesagt es sei mehr für 18-25 Jährige schade dass es in Zürich für 35+ Leute wenig gibt. Antworten


Hans Walter

24.04.2009, 15:40 Uhr
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Schade. Der schale Nachgeschmack: Die Zürcher Gastro- und Clubmafia hat leider gesiegt. Carl wollte Spass und einen Teil des Kuchens. Spass hatte er, aber vom Kuchen blieben ihm nur die Krumen. Die Stadt bleibt fest in der Hand der Platzhirsche wie Spink, Müller, Bindella, Burger, Candrian. Ein Armutszeugnis. Dass die sperrigen Sofas endlich rauskommen, bedauert hingegen niemand. Alles Gute, Carl! Antworten


Anders Essen

24.04.2009, 15:30 Uhr
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Der Club hat mich nie gereizt. Bei so vielen eigenen Vorschusslorbeeren muss man in Zürich schon was mehr zu bieten haben als alle paar Monate einen mehr oder weniger interessanten Promi. Der nächste Besitzer ist dann sicher etwas innovativer. Antworten


Marc Bourgeois

24.04.2009, 15:25 Uhr
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Die Kommentare hier sind erbärmlich und triefen vor Neid, getarnt als Verachtung. Was würden denn die Neider an der Stelle von Carl machen? Ihr Geld verschenken? Wohl kaum. Der Herr hat etwas probiert, ist Risiken eingegangen und hat damit auch Arbeitsplätze geschaffen. Sicher aus einer privilegierten Position heraus, aber so what? Er hätte es sich auch in St. Tropez gut gehen lassen können. Antworten


Andre Marie Ruf

24.04.2009, 15:00 Uhr
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Ich glaube nicht, dass es sich prinzipiell um Neid handelt der dem Carl entgegenschlägt. Die Frage die weit mehr Leute beschäftigen dürfte ist doch, dass man mit Geld im Rücken viel einfacher ein eigenes Unternehmen gründen kann als eben ohne. Ohne Kapital ists nähmlich ganz schön schwierig so mal hoppla hop eine Location wie jene an der Bahnhofstrasse zu kriegen oder sonst was zu tun. Antworten


Alex Müller

24.04.2009, 14:27 Uhr
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Die Schweiz hat sehr erfolgreiche Jungunternehmer, aber wenn man so zerissen wird wie vom Grossteil hier drin, schwindet jegliche Motivation. Nur weil Ihr nichts auf die Beine bekommt und Arbeitsplätze schafft, zieht nicht motivierte leute mit ins Leid!! Solche jungen Leute brauchen wir, sie stellen neues auf die Beine! Mit euch Pessimisten kommt dieses Land keinen Meter voran. Antworten


Thomas Edson

24.04.2009, 14:12 Uhr
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Auf was sollte man neidisch sein? Antworten


Bruno Meili

24.04.2009, 13:59 Uhr
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... doch nicht so ein Hirsch, Mann! Antworten


Pit Schuler

24.04.2009, 13:49 Uhr
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Amüsiere mich köstlich über die Kommentare. Man kann den Neid förmlich riechen. Frust & Neid, die typischen Eigenschaften von Spiessbürgern und Versagern. Antworten


nicolas meier

24.04.2009, 13:22 Uhr
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unglaublich, dieser neid, der sich hier über den protagonisten ergiesst! der junge hat immerhin was angerissen und kann ja nichts dafür, dass er in eine reiche familie geboren wurde... die neider sind einfach nur peinlich! Antworten


Hans Moser

24.04.2009, 11:43 Uhr
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Jeder der das Gefühl hat er verpasse ohne diesen Profil-Neurotiker etwas, hat mein uneingeschränktes Mitleid.. Antworten


p. baenziger

24.04.2009, 11:29 Uhr
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Die freie Marktwirschaft hat entschieden : Nein ! Du kommst nicht hinein ! Ein Mainstreamclub mit Tschöpliträger, .....who cares . Die permanente Medienpräsenz war unerklärlich ! Antworten


Peter Studer

24.04.2009, 11:01 Uhr
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Papi hat wohl den Geldhang zugedreht. Jö! Mir kommen die tränen. Antworten


Christoph Stahl

24.04.2009, 10:57 Uhr
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Der Club wäre schon edel, es hat auch "edle" Leute, aber leider gibt es derer in der Kleinstadt Zürich zu wenige und deshalb hat es immer eine riesen Menge Möchtegerns Antworten


hans hasler

24.04.2009, 10:43 Uhr
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ja ja die reichen bubis kaum langweilen sie sich mit ihren spielsachen, kaufen sie sich halt mal wieder was neues zum spielen... Antworten


Manuel Rios

24.04.2009, 10:15 Uhr
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Ich war einmal da und nie wieder...Nachdem noch vor der Eröffnung der feine Herr Hirschmann noch gesagt hat, dass jeder rein kann und es kein Jupi-schicki-micki Club sein werde, ist mir an diesem Abend das Gegenteil bewiesen worden. Die Hälfe der Leute die angestanden sind, sind nicht rein gekommen und drin zu teuer und das gebotene zu schwach!!! Antworten


Hausi Müller

24.04.2009, 09:43 Uhr
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tja, die finanzkrise macht auch hier nicht halt... um geld muss er sich ja nicht kümmern, da papa es ja massig hat. richtige arbeit würde ihm aber sicherlich gut tun... werde dem club und seinem besitzter keine träne nachweinen :-)) Antworten


Marcel Zürcher

24.04.2009, 09:33 Uhr
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@Peter Meierhans..nur weil der Mann reich ist müssen Sie nicht neidisch sein. Antworten


Martin Zbinden

24.04.2009, 09:26 Uhr
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Ich hoffe Carl Hirschmann hat seine Lektion gelernt. Es ist sicher nicht einfach immer nur als der Jet-Aviation-Erbe betitelt zu werden. Allerdings ist dies immer noch etliches besser als das Image des überforderten Millionärssohns, welcher bei Gegenwind schnell mal die Freude an seinem Spielzeug verliert und die Segel streicht. Antworten


Catherine Luke

24.04.2009, 09:24 Uhr
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Schade, denn als Restaurant finde ich das St. Germain sehr gut - Preisleistungsverhältnis und Qualität des Essens stimmen immer! Antworten


Thomas Edson

24.04.2009, 08:57 Uhr
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Ausser einem pseudo elitären Getue hat der Club auch nichts geboten. Antworten


Rene Meier

24.04.2009, 08:55 Uhr
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Dieser Club ist sehr edel, darum heisst er "Edelclub"; und auch die Leute sind sehr edel. Antworten


Peter Meierhans

24.04.2009, 08:24 Uhr
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Ja ja, lange hat's der junge Hirschmann also nicht gemacht - war wohl ein bisschen zu hart die Arbeit? Antworten



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