«Vielleicht kommt ein Neuer, der besser ist als ich»

Interview: Maria Rodriguez. Aktualisiert am 24.04.2009 32 Kommentare

Edelclub-Besitzer Carl Hirschmann schliesst sein Restaurant und sucht einen Nachfolger für seinen Club Saint Germain an der Bahnhofstrasse.

1/8 hirschmannplakat.jpg
Will nicht ewig Club-Betreiber bleiben: Carl Hirschmann plant nach 30 den Rückzug.
Bild: Dominique Meienberger

   

Artikel zum Thema

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Carl Hirschmann, vor wenigen Monaten wurde das umgebaute Restaurant neu eingeweiht. Nun schliesst es ganz. Spüren Sie die Finanzkrise?
Gute Frage. Der Entscheid, das Restaurant zu schliessen, hat mit den Finanzen nicht viel zu tun. Das Restaurant war keine Cashmaschine, sondern eher eine Prestige-Sache. Viel Geld verloren haben wir durch das Restaurant aber nicht. Der Spagat Restaurant-Club in einem Raum war zu kompliziert, wir haben uns für den Club entschieden. Das ist unser Kerngeschäft.

Trotzdem scheint das Interesse am Restaurant klein zu sein. Augenzeugen sprechen von teilweise nur zwei Gästen pro Mittag?
Das hat es sicher schon gegeben, gibt es in diesen Zeiten aber auch in anderen Restaurants.

Wie läuft denn der Club?
Der Club läuft sehr gut.

Wenn dem so ist, wieso bauen Sie im Sommer den Club komplett um?
Das hat mit der Schliessung des Restaurants zu tun. Restaurant und Club sind ja im selben Raum. Bis jetzt war das Dekor stark an das Restaurant gebunden, wir wollen aber nur noch Club sein, darum der Umbau. Zudem können wir so mehr Corporate Events durchführen.

Kommt es zu Entlassungen, was passiert mit den Mitarbeitern des Restaurants?
Die werden von unserem Restaurant-Manager Marc Wyss übernommen. Er braucht neue Mitarbeiter für sein Lokal in Herrliberg.

Heute Abend sind offenbar alle Frauen zum gratis Essen und trinken eingeladen bis Mitternacht. Wie geht das für Sie finanziell auf? Sie haben ja Fixkosten, Personal und keinen billigen DJ?
Das heute ist sozusagen mein Last-Dinner im Saint Germain. Ich habe darum Freundinnen und bekannte Frauen eingeladen, um diesen Moment zu feiern.

Sie bauen im Sommer den Club komplett um. Danach machen Sie sich auf die Suche nach einem Nachfolger. Haben Sie genug vom Nachtleben?
Vom Nachtleben werde ich als Gast nie genug haben. Aber ich bin Realist und möchte mich nicht festbeissen an meinem Clubbesitzer-Stühlchen. In zwei bis drei Jahren bin ich über 30, vielleicht kommt ein neuer, der besser ist als ich. Einer, der neue Ideen und Netzwerke mitbringt. Zudem möchte ich irgendwann meiner Frau und meinen Kindern etwas anderes erzählen, als dass ich Clubbesitzer an der Bahnhofstrasse bin.

Bleiben Sie aber der Besitzer oder kommt ein Verkauf des Clubs in Frage?
Ein Verkauf kommt zurzeit nicht in Frage. Aber wenn jemand das nötige Geld hat, ist leider fast nichts unverkäuflich.

Was für Projekte stehen an für die Zeit danach?
Nebst der Gründung einer Familie in den nächsten Jahren interessiere ich mich stark für die Immobilienbranche als Unternehmer, und für die Filmbranche, um meine Kreativität auszuleben. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.04.2009, 13:39 Uhr

32

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

32 Kommentare

Thomas Edson

24.04.2009, 08:57 Uhr
Melden

Ausser einem pseudo elitären Getue hat der Club auch nichts geboten. Antworten


Rene Meier

24.04.2009, 08:55 Uhr
Melden

Dieser Club ist sehr edel, darum heisst er "Edelclub"; und auch die Leute sind sehr edel. Antworten



Zürich

Populär auf Facebook – Privatsphäre

Lokalverzeichnis

Werbung

Umfrage

Am 17. Juni stimmen wir darüber ab: Würden Sie die Volksinitiative «Freie Schulwahl für alle ab der 4. Klasse» heute annehmen?



AKTUELLE KADERSTELLEN

Marktplatz

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen
Grillsaison
homegate Besser grillieren mit unseren Experten-Tipps Mehr

In Partnerschaft mit:

Homegate

AKTUELLE JOBS

Marktplatz

Datenbankadministrator (m/w) planova human capital ag, Zürich

HR-Fachmann/-fachfrau BP planova human capital ag, Bern

Bauspengler/in gelernt brefis personal ag, Dietikon

Telefonbuch

Marktplatz